Support-Ende

Microsoft macht ernst: Sicherheitslücke im Internet Explorer für Windows XP wird nicht geschlossen

Sicherheitsexperten haben eine Lücke im Internet Explorer entdeckt. Windows-XP-Nutzer werden kein Update mehr erhalten, das den Fehler behebt. Wir zeigen Ihnen worauf Sie achten müssen und was Sie als Betroffener jetzt tun können beziehungsweise sollten.
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Die Sicherheitsexperten der Firma FireEye, die vor Kurzem auch Heartbleed-Lücken in vielen Android-Apps entdeckten, haben auch eine Sicherheitslücke im Internet Explorer entdeckt. Sie ermöglicht Angreifern die Ausführung von Schadcode mit denselben Rechten, die auch der Nutzer besitzt, der gerade mit dem Internet Explorer surft. Microsoft schreibt in der entsprechenden Sicherheitswarnung, dass es einige wenige bekannte Angriffsversuche gäbe. Die von FireEye aufgedeckte Attacke betrifft derzeit jedoch nur die Versionen des Browsers ab Version 9 und setzt die Nutzung von Flash voraus. Im Internet Explorer 10 und 11 ist Flash aber standardmäßig integriert, sodass die beiden Browser automatisch betroffen sind.

Auch der aktuelle Internet Explorer ist betroffenAuch der aktuelle Internet Explorer ist betroffen Das Fatale an der Sicherheitslücke: Wie bereits oben angedeutet, betrifft sie alle Internet Explorer ab der sechsten Version, so lange Flash genutzt wird. Nutzer, bei denen noch Windows XP zum Einsatz kommen muss und die keinen Support-Vertrag mit Microsoft haben, stehen damit vor einem echten Problem. Für das mittlerweile mehr als 12 Jahre alte System wird es kein Update geben, das das Problem behebt.

Generell ist es ratsam, dass Benutzer die aus welchen Gründen auch immer noch auf die Nutzung des Betriebssystems angewiesen sind, zumindest zu einem anderen Browser wechseln. Momentan wird Windows XP beispielsweise noch von Mozillas Firefox-Browser und Googles Chrome unterstützt. Aber auch hier gilt zu erwarten, dass die Hersteller die Unterstützung künftig einstellen. In naher Zukunft werden vermutlich auch viele Internetseiten die Unterstützung der älteren Browser-Versionen einstellen, da diese gerade in der Entwicklung einige Probleme bereitet.

Update-Ende von Windows XP seit Langem bekannt: Nutzer sollten wechseln

Die Sicherheitslücke zeigt: Die Nutzer, die noch auf Windows XP setzen, sollten das Betriebssystem möglichst bald wechseln – jedenfalls so lange, wie der Computer mit dem Internet verbunden ist. Ein Wechsel zu Windows Vista ist dabei generell jedoch nicht zu empfehlen, da Microsoft auch hier bereits den grundlegenden Support eingestellt hat. Der erweiterte Support läuft nur noch bis 11. April 2017. Wer sich mit der neuen Optik von Windows 8.1 noch nicht anfreunden kann, der sollte zu Windows 7 wechseln. Hier läuft der erweiterte Support noch bis zum Jahr 2020. Eine vollständige Übersicht über die Lebenszyklen von Windows finden Sie auf einer entsprechenden Internetseite von Microsoft.

Mittlerweile haben aber auch viele Linux-Betriebssysteme frühere Kinderkrankheiten und Konsolenbesuche hinter sich gelassen und könnten für einige Nutzer durchaus eine Alternative zu Windows darstellen. Positiver Nebeneffekt: Die meisten Linux-Systeme sind für Endanwender kostenlos. In einem Ratgeber haben wir eine Übersicht über die verschiedenen Betriebssystem-Alternativen für Sie zusammengestellt.

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