Generation 60+

Telekommunikation für Senioren

Kleine und kompli­zierte Handys sind meist nichts für ältere Menschen, und auch bei der Wahl des Mobil­funk-Tarifs hat die ältere Genera­tion ihre eigenen Wünsche. Wir zeigen Handys, Tarife und mehr für die Genera­tion 60+.
Von Björn Brodersen / Ralf Trautmann

Durch­dachte Bedie­nung, leucht­starkes Display mit gutem Kontrast und vieles mehr: Die grund­legenden Wünsche von Senioren an ihr Handy unter­scheiden sich nicht von denje­nigen jüngerer Nutzer. Doch in manchen Punkten gibt es Unter­schiede: Vor allem beson­ders kleine und kompli­zierte Handys mit vielen Features bereiten älteren Menschen oftmals Probleme.

Auch bei der Wahl des Mobil­funk-Tarifs hat die ältere Genera­tion durchaus ihre eigenen Präfe­renzen: Da viele Senioren zu den Wenig­tele­fonie­rern gehören, eignen sich Prepaid-Discount-Tarife und grund­gebühr­freie Lauf­zeit­verträge - so zahlen sie nur das, was sie auch wirk­lich verte­lefo­niert haben. Im Folgenden erhalten Senioren hilf­reiche Tipps rund ums Tele­fonieren und Internet-Surfen. Neben Tests von Senioren-Handys, Tarif­empfeh­lungen und Ratschlägen für Call by Call im Fest­netz verraten wir auch, wie sich der Nutzer mit einfa­chen Maßnahmen vor Schäd­lingen im Internet schützen und sicher im Netz einkaufen können.

Leicht bedien­bare Handys

Alters­gerechte Handys und Fest­netz­tele­fone liegen sicher in der Hand und lassen sich leicht bedienen. Dafür verfügen spezi­elle Senioren-Handys beispiels­weise über große und grif­fige Tasten sowie ein groß­forma­tiges Display und beschränken sich teil­weise auf die Basis­funk­tionen Tele­fonieren und SMS-Nutzung. Spezi­elle Handys, die sich an Nutzer mit einer Seh- oder Gehör-Beein­träch­tigung richten, gibt es weniger von den großen, bekannten Herstel­lern, sondern viel­mehr von spezi­ellen Firmen. Aber auch klas­sische Einfach-Handys können die rich­tige Wahl sein - diese finden Sie in unserer Handy-Daten­bank.

Telekommunikation für Senioren Telekommunikation für Senioren
Bild: godfer - Fotolia.com / Montage: teltarif.de
Manche Mobil­tele­fone für ältere Nutzer bieten zudem noch Extra-Kurz­wahl-Tasten, um zum Beispiel den Haus­arzt oder Fami­lien­mitglieder schnell anrufen zu können.

Für schwer­kranke Menschen kann ein Handy mit GPS-Modul die rich­tige Wahl sein. Damit können das Gerät und der Nutzer nach dem Absetzen eines Notrufs satel­liten­gestützt geortet werden. Für die Handy-Ortung ist aller­dings eine vorhe­rige Regis­trie­rung nötig.

Einkaufen im Internet

Eine großer Teil der Genera­tion 50+ in Deutsch­land kauft mitt­lerweile regel­mäßig im Internet ein. Die Mehr­heit nimmt die Ware dabei kritisch unter die Lupe und liest vor dem Kauf nicht nur die Produkt­details, sondern auch die Produkt­bewer­tungen anderer Kunden auf den Markt­platz­seiten. Für ältere Inter­netein­käufer spielt somit laut Studien die Infor­mati­onsviel­falt eine wich­tige Rolle bei der Auswahl des Online-Shops. Weiteres wich­tiges Krite­rium für die Silver Surfer bei der Auswahl des Online-Shops ist eine schnelle Erreich­barkeit des Shop-Betrei­bers auf verschie­denen Wegen.

Beim eigent­lichen Einkaufs­vorgang gehören Senioren aller­dings zu den gedul­digen Kunden. Selbst wenn tech­nische Probleme auftreten, verlässt laut Erhe­bungen nur eine Minder­heit einen Webshop unver­rich­teter Dinge. Die über­wiegende Mehr­heit versucht es weiter, bis es klappt. Senioren errei­chen die virtu­elle Kasse somit häufiger als jüngere Einkäufer, so die Studi­enau­toren.

Digi­talen Nach­lass früh­zeitig regeln

Was soll nach dem eigenen Ableben mit den zahl­reichen Internet-Accounts geschehen? Hierzu haben wir einen eigenen Ratgeber verfasst: Digi­taler Nach­lass - Online-Accounts erben und vererben.