Kooperation

Sprachassistent im Auto: Seat integriert Amazon Alexa

Der Autobauer Seat will künftig Amazons Sprachassistenten Alexa in seinen Autos integrieren. Doch die Integration von Alexa birgt auch Risiken.
Von mit Material von dpa
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Seat bringt Amazon Alexa ins AutoSeat bringt Amazon Alexa ins Auto Erst am Mittwochabend hat Amazon eine wahre Geräte-Flut an Alexa-Produkten vorgestellt. Darunter der Echo Show mit Display, der neue Echo sowie der Echo Plus mit integriertem Smart-Home-Hub. Nun geht der Online-Händler noch weiter und gab zusammen mit Seat Pläne bekannt, den Sprach­assistenten künftig auch in Autos einzusetzen. Denn Alexa soll Nutzern in möglichst vielen Bereichen ihres Lebens zur Seite stehen. Als Erstes zieht Alexa in ausgewählte Automodelle von Seat ein.

Ab Ende des Jahres soll Amazons Sprachassistent in den Modellen Leon und Ateca dem Fahrer zur Seite stehen. Die Ibiza- und Arona-Modelle sowie die großen SUVs von Seat sollen im kommenden Jahr folgen, teilte der Autobauer mit. Damit kommt der spanische Autobauer entsprechenden Plänen von BMW zuvor. Erste Modelle der bayerischen Marke sollen Mitte 2018 verfügbar sein.

Alexa: Hilfstool oder Spion?

"Dein Auto wird dich erkennen und grüßen, es wird deine Vorlieben kennen und dich zu deinen favorisierten Orten und Restaurants führen", sagte Leyre Olavarria, bei Seat für Infotainment und vernetzte Autos zuständig. Über Alexa könne auch der Anwender vom Auto aus zu Hause das Licht ausmachen, die Einkäufe online erledigen oder die aktuelle Wetter­vorhersage abrufen. Insgesamt sollen mehr als 20 000 Anwendungen ("Skills") über die digitale Sprach­assistentin abrufbar sein. Die Voraussetzung für die Nutzung von Alexa ist allerdings der Zugriff auf das Internet.

Amazon gilt als Pionier bei vernetzten Sprach­assistenten­systemen und konkurriert dabei mit Google, Apple und Microsoft. Alexa ist mit dem Amazon-Konto des Nutzers verknüpft und kann dadurch auf zahlreiche digitale Inhalte - beispielsweise von Amazon Music oder Audible - zugreifen.

Das Prinzip der intelligenten Lautsprecher wie Echo oder Google Home ist aber nicht frei von Kritik. Denn prinzipiell sind diese Geräte in der Lage, jederzeit die Gespräche der Nutzer mitzuhören. Dass Alexa nun auch in Autos Einzug hält, wird von vielen sicherlich zwiespältig betrachtet. Zum einen lässt sich so auch von unterwegs per Sprachbefehl auf alle Informationen zugreifen, zum anderen bekommt Amazon nun auch viele Informationen über das Auto des Nutzers und alles, was damit zusammen­hängt.

Seat und das Internet der Dinge

Der zum Volkswagen-Konzern gehörende Autobauer Seat hat außerdem eine Initiative angekündigt, um sein Produktionswerk im spanischen Martorell fit für das Internet der Dinge zu machen. Im Rahmen eines offenen Innovations-Programms lädt das Unternehmen Start-ups, Designer, Studenten und Forscher weltweit in sein katalonisches Werk ein, um ihre Ideen für eine optimierte Produktions-Umgebung beizutragen.

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