Digitales Lernen

Mieses Schulzeugnis: Mit Lern­software gegensteuern

Wissenslücken bei Schülern müssen kein Drama sein - wenn man sie rechtzeitig entdeckt und Versäumtes oder nicht Verstandenes nacharbeitet. Lernsoftware kann dabei helfen - und Kinder wie Jugendliche zusätzlich motivieren.
Von dpa /
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LernsoftwareDie richtige Lernsoftware kann Spaß am Lernen bringen Waren die Noten im Halbjahres­zeugnis schlechter als gedacht, heißt das nicht zwingend, dass man am Schul­jahresende sitzen­bleiben muss. Ganz im Gegenteil: Schüler, die in dieser Situation mit digitalen Lern­spielen oder Übungen arbeiten, haben sogar die Chance, die ein oder andere Note deutlich zu verbessern. Und Spaß kann das Ganze obendrein auch noch machen.

Allerdings ist nicht jede Software auch gleich gut geeignet. Wichtig ist bei der Auswahl, dass die Lerninhalte der jeweiligen Software auf das Alter des Kindes und die besuchte Klasse ausgelegt sind.

Mathe, zweite Klasse: Hier geht es in aller Regel noch nicht um Noten. Trotzdem will der Lern­stoff verstanden werden. Kinder, die beim kleinen Einmaleins noch etwas unsicher sind, können etwa mit "Das kleine 1x1" von Ravensburger nach­arbeiten. In dem interaktiven Lernbuch für den Audio-Lernstift Tiptoi machen sich die Kinder mit Mathe-Genie Kurt auf die Suche nach einem großen Schatz im Einmaleins-Gebirge. Voran kommen sie, indem sie Mathe-Rätsel lösen. So lässt sich etwa ein reißender Fluss nur überqueren, wenn die richtigen Neuner­sprünge eingesetzt werden. Das spannende wie motivierende Aufgaben­buch kostet 15 Euro - ohne Tiptoi-Stift. Dieser ist separat für 44,99 Euro unverbindlicher Preis­empfehlung mit integrierter Hörbuch-Funktion bei Ravensburger im Online-Shop oder bei Handelspartnern zu haben.

Programmieren ab der dritten Klasse: In einigen Bundes­ländern wird der Minicomputer Calliope schon in Schulen eingesetzt, um das Programmieren spielerisch zu vermitteln. Kindern, die daheim weiter­arbeiten möchten, können Eltern den Einplatinen­computer Calliope mini ab rund 35 Euro im Netz bestellen. Lehr­materialien wie "Coden mit dem Calliope mini" von Cornelsen (13 Euro) sind auch verfügbar. Das Lehrbuch gibt eine leicht verständliche Anleitung, wie Programmieren überhaupt funktioniert. Spannend wird es dann in den sechs ausführlich beschriebenen Coding-Beispielen. Hier können Kinder ihrem Calliope etwa das Morsen beibringen, oder ihn so programmieren, dass er das Licht in der Dämmerung einschaltet.

Englisch, fünfte bis zehnte Klasse: Schnelles Nachschlagen verspricht das "Express Wörterbuch Englisch" von Pons (20 Euro). Es enthält den Wortschatz aller aktuellen Schulbücher und deckt die gesamte Mittel­stufe ab. Zu dem umfassenden Werk gehört auch eine Wörterbuch-App für Android und iOS, die auch offline funktioniert, eine Vokabel-Sprachausgabe mitbringt und einen personalisierten Vokabel­trainer bietet. Damit lässt sich leicht Vokabular anlegen, das etwa für die nächste Arbeit gelernt werden muss.

Spanisch fürs Abi: Ebenfalls ums schnelle Nach­schlagen, wenn auch auf einem anderen Lernniveau und in einer anderen Sprache, geht es im "Abitur-Wörterbuch Spanisch" von Langenscheidt (24 Euro/auch für Englisch, Französisch und Latein erhältlich). Die Klausur­ausgabe für das Abitur beinhaltet den prüfungs­relevanten Wortschatz mit Kontext­beispielen und typischen Wendungen. Weil darin nur zugelassene Zusatz­informationen enthalten sind, darf das Buch auch in Klausuren und sogar in der Abi-Prüfung selbst benutzt werden.

Für das Üben vor den Klausuren eignet sich die Online-Ausgabe des Buches mit Wortform­tabellen für spanische Verben oder der Möglichkeit, sich per Audio-Ausgabe die richtige Aussprache der Vokabeln anzuhören. Dazu gibt es interessante wie eingängige Lerntipps und Warnhinweise zu häufigen Fehlern.

Mathe und Englisch fürs Abi: Ebenfalls für die Abi-Vorbereitung ist die App "Cornelsen Clevery - Oberstufe" aus dem gleichnamigen Verlag. Mit iOS- und Android-Mobilgeräten (App Store, Google Play Store) können die Schüler ziel­gerichtet mit Prüfungs­stoff der Fächer Mathe und Englisch arbeiten. Um festzu­stellen, wo die größten Lücken sind, können die Abiturienten in spe zunächst einen Test machen, der detailliert Rückmeldung zu Fehlern gibt. Anschließend lassen sich die Lern­bereiche auswählen. Die App ist teilweise kostenfrei, einige Bereiche müssen über In-App-Käufe (zwischen zwei und 25 Euro) freigeschaltet werden.

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