Getestet

Schnelle WLAN-Router nach 11n-Standard im Test

Welche Bandbreite bieten die Geräte bei welcher Entfernung?
Von ddp /
AAA
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Die aktuellsten WLAN-Router funken nach dem Standard 802.11n. Der verspricht theoretisch Transferraten im heimischen Funknetzwerk von bis zu 300 MBit/s. Doch in der Praxis lässt sich davon meist nur ein Bruchteil realisieren. In einem Test der Zeitschrift PC Welt von zehn aktuellen Geräten schafften die schnellsten Modelle auf drei Meter Entfernung nur knapp über 100 MBit/s. Dies sollte aber für die derzeit schnellsten Breitband-Anschlüsse völlig ausreichen.

Testsieger: Netgear WNDR3700

Der Testsieg ging an den Netgear WNDR3700 (Preis: 120 Euro), weil dieser schnelle Parallel-Band-Router über eine gute Ausstattung verfügt und viele Einstellmöglichkeiten bietet. Auf die kurze Distanz stellten die Tester eine Datenrate von 100,9 MBit/s fest, auf 40 Meter waren es immerhin noch 47,1 MBit/s und damit der beste Testwert.

Auf Platz zwei landete der Linksys WRT610N (139 Euro), der auf die kurze Distanz von drei Metern mit 101,3 MBit/s das beste Ergebnis lieferte. Auf der langen Distanz blieb er mit 32,7 MBit/s aber hinter dem Testsieger zurück. Dieses Modell lässt sich laut Testurteil auch von Einsteigern problemlos einrichten. Wie der Testsieger arbeitet auch dieses Gerät sowohl im 2,4- als auch im 5-Gigahertz-Band.

Günstig und immer noch gut: Belkin N+ Wireless Router

Einen Preis-Tipp erhielt der drittplatzierte WLAN-Router N+ Wireless Router von Belkin (70 Euro). Das Gerät überzeugte mit anständigem Tempo (94,0 beziehungsweise 35,7 MBit/s) und geringer Leistungsaufnahme. Dafür funkt das Belkin-Modell aber nur im 2,4-Gigahertz-Band. In diesem Bereich arbeiten viele Geräte, was in Mehrfamilienhäusern die Transferrate schmälern kann. Im 5-Gigahertz-Band können dagegen mehr Funknetzwerke nebeneinander arbeiten.

Viele der aktuellen WLAN-Router lassen sich dank einer USB-Buchse auf der Rückseite zudem leicht zu einem bequemen Netzwerkspeicher einrichten. Dafür schließen Nutzer einfach einen USB-Stick an, auf den alle Netzwerk-Teilnehmer anschließend zugreifen können. Bei einigen Modellen geht dies bereits direkt über FTP, bei anderen Geräten ist es notwendig, zuvor ein vom Hersteller mitgeliefertes Tool auf allen PCs zu installieren.

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