"sceme"

Software "sceme" gibt Aufschluss über die Mobilfunknetz-Qualität

G & D stellt Programm zur Qualitätsmessung in Mobilfunknetzen vor
Von Rita Deutschbein
AAA
Teilen

Der Technologiekonzern Giesecke & Devrient stellt auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona ein gemeinsam mit der Dresdner Radioopt GmbH [Link entfernt] entwickeltes Verfahren vor, das Mobilfunkbetreibern ermöglicht, verlässliche Daten über die Qualität ihrer Netze zu erhalten und diese wenn nötig zu optimieren. Bei der Software handelt es sich um ein Java-Programm namens "sceme" (Subscriber Centric Measurement), das detaillierte technische Vorgänge erfasst und diese mit der tatsächlichen Wahrnehmung durch den Endkunden gegenüber stellt. Die dadurch ermittelten Daten geben Aufschluss über die Gesprächslänge mit konkreten Zeitangaben sowie die Ursache bei ungewollten Gesprächsabbrüchen, informieren über das verwendete Netz und die beteiligten Funkzellen, vermerken Funktechnik (etwa GSM oder UMTS) und Verbindungsqualität und speichern sowohl die Geräte-ID (IMEI) sowie die IMSI-Kennung (International Mobile Subscriber Identity).

All diese Informationen werden über mehrere Gespräche hinweg gesammelt und in regelmäßigen Abständen verschlüsselt via SMS oder USSD-Nachricht (Unstructured Supplementary Service Data) auf einen Server beim Provider übertragen und dort abgespeichert. Dr. Klaus Vedder, Leiter der Division Telekommunikation bei G&D betont, dass bei diesem Übermittlungsvorgang besonders streng auf die Datenschutzbestimmungen geachtet und die Auswertungen der gesammelten Daten stets anonymisiert durchgeführt werde. Auch die Belastungen für die Akkus der Mobilfunkgeräte würden so gering wie möglich gehalten.

Mit "sceme" soll das Verhalten von Endgeräten für Telefonie- und Datenlösungen sowie für M2M-Anwendungen direkt in ihrem Einsatzumfeld analysiert werden. Durch die gewonnenen Daten kann der Netzbetreiber schneller auf Leistungseinschränkungen in seinem Mobilfunknetz reagieren und die Netzqualität dadurch optimieren.

Laut Herstellerangaben kann das Programm jederzeit per Funk an- und ausgeschaltet sowie deaktiviert werden. Bei Aufenthalten im Ausland kann die Software zudem stillgelegt werden, um teure Roaming-Kosten zu vermeiden.

Teilen

Weitere Meldungen vom Mobile World Congress 2010