Handy als Warenscanner

Münchner Supermarkt: Einkauf selbst Scannen mit dem Smartphone

Das Münchner Startup-Unternehmen Scansation hat eine App ausgetüftelt, mit der sich das Smartphone in einen Warenscanner für Supermärkte verwandelt. In einem Geschäft der bayerischen Landeshauptstadt ist der Service nun verfügbar.
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Wirklich durchgesetzt hat sich das Bezahlen via Smartphone in deutschen Supermärkten noch nicht, ein neues Konzept könnte allerdings für einen Umschwung sorgen. In einem Münchner Geschäft haben Kunden nun die Möglichkeit, erstmals bei einem Einkauf die Ware mit ihrem Handy einzuscannen und somit auch die Zahlung an der Kasse zu beschleunigen. Scansation nennt sich das bayerische Startup-Unternehmen, das das Verfahren ausgeklügelt hat. Die notwendige App ist bereits in Google Play und im Apple App Store verfügbar.

Neue Smartphone-Bezahlmethode startet in München

Scansation soll das Einkaufen erleichternScansation soll das Einkaufen erleichtern Der Bayerische Rundfunk teilt auf seiner Internetpräsenz mit, dass in der Landeshauptstadt München der erste Supermarkt mit dem neuen Bezahlsystem von Scansation kompatibel ist. Die bayerischen Newcomer haben eine App entwickelt, mit deren Hilfe sich die Barcodes von Produkten in einem Supermarkt einscannen lassen. So lässt sich die Ware vor dem Gang zur Kasse via Smartphone registrieren, was deutlich an Zeit spart. Der Kunde muss lediglich sein Handy mit der geöffneten App dem Kassierer vorzeigen und anschließend die Zahlung tätigen. Diese erfolgt auf dem traditionellen Weg, also etwa mittels einer Geldkarte oder Bargeld.

Weiterführende Informationen zu Scansation

Um zu verhindern, dass manche Ware, bewusst oder unbewusst, nicht registriert wird, muss der Käufer ein Foto des Einkaufs anfertigen. Eine Registrierung bei der App ist nicht notwendig, die Identität des Verbrauchers bleibt also geschützt. Scansation ist sowohl für iOS- wie auch für Android-Mobilgeräte verfügbar. Demnächst wird eine Einkaufszettel-Funktion als Feature der App integriert werden. Bislang ist der Praxisnutzen aber überschaubar, da nur ein einziger Supermarkt unterstützt wird. Weder der Bayerische Rundfunk im entsprechenden Artikel, noch die Entwickler teilen ihrer Webseite mit, um welchen Laden in München es sich genau handelt. Scansation riet uns in einer E-Mail vorsichtig zu sein und den Markennamen ebenfalls nicht öffentlich zu kommunizieren. Eigene Vorschläge für einen Shop können aber von Besuchern des Internetauftritts der Entwickler eingereicht werden.

Besser Smartphone als traditioneller Selbstscanner?

Dass Kunden selbst ihre Ware registrieren können, ist keine Neuheit mehr, beispielsweise das Möbelhaus Ikea bietet diese Lösung schon seit einigen Jahren an. Für die Gerätschaften müssen die Unternehmen aber selbstredend Anschaffungs- und Stromkosten einkalkulieren. Mit dem Scannen über das Smartphone bräuchten Kunden keine Eingewöhnung mehr und hätten stets einen Überblick über den Einkauf. Bei den Geschäften würden hingegen die zusätzlichen Ausgaben für die entsprechenden Automaten entfallen.

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