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sipgate Satellite macht Handynummer von der SIM-Karte unabhängig

sipgate bietet die SatelliteApp für das iPhone ab sofort kostenlos im AppStore an. Eine Android-Version soll folgen. Wir fassen die Features der Handynummer ohne SIM-Karte zusammen.
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SatelliteApp startet offiziellSatelliteApp startet offiziell sipgate macht die Mobilfunknummer unabhängig von der verwendeten SIM-Karte. Tests für die SatelliteApp, wie sich das neue Angebot nennt, starteten bereits im Frühjahr 2017. Ab sofort wird der Dienst in den Regelbetrieb überführt. Die App steht zum kostenlosen Download im AppStore von Apple bereit und kann demnach mit dem iPhone genutzt werden, sofern auf dem Smartphone iOS 10 oder eine höhere Version des Betriebssystems installiert ist.

Der Basistarif der SatelliteApp ist kostenlos. Die Kunden bekommen eine Handynummer aus dem Bestand von sipgate und jeden Monat 100 Freiminuten, die für Telefonate in alle Fest- und Mobilfunknetze innerhalb der Europäischen Union genutzt werden können. Für die Zukunft geplant ist noch eine Option namens Satellite Plus. Damit bekommen die Kunden eine Telefonie-Flatrate für Anrufe in die Netze innerhalb der EU-Staaten.

Paralleleinwahl mit mehreren Geräten

Die SatelliteApp kann parallel mit mehreren Endgeräten genutzt werden. Ist auf den Smartphones der gleiche Account eingerichtet, so werden eingehende Anrufe auf allen Handys parallel signalisiert. Die Gespräche werden über Internet vermittelt. Dabei spielt es keine Rolle, welche SIM-Karte sich im Smartphone befindet. So ändert sich auch dann die Rufnummer nicht, wenn beispielsweise im Urlaub in Australien, in den USA oder auf Curacao die deutsche Vertragskarte durch eine lokale Prepaid-SIM ersetzt wird.

Es handelt sich demnach um einen klassischen VoIP-Dienst. Allerdings lässt sich die Anwendung recht tief im Betriebssystem verankern, was einen möglichst zuverlässigen Betrieb gewährleisten soll. Im Laufe des Jahres will sipgate die SatelliteApp auch für Android-Smartphones auf den Markt bringen. Zudem ist eine Web-Anwendung geplant, die über den Internet-Browser am PC oder Mac genutzt werden kann.

Bis zu 130 MB Datenverbrauch pro Stunde

Zu beachten ist, dass durch die VoIP-Nutzung Daten übertragen werden. Genaue Angaben zum Verbrauch konnte sipgate nicht machen. Die Faustregel von 30 bis 130 MB pro Stunde ist doch recht ungenau. Zudem gilt es zu beachten, dass nach wie vor nicht alle Mobilfunktarife die VoIP-Nutzung zulassen. Bei älteren Telekom-Verträgen wird die Internet-Telefonie sogar aktiv blockiert. Ferner funktioniert der Dienst nur über UMTS und LTE sowie über WLAN-Verbindungen wirklich zuverlässig. Wer an seinem Aufenthaltsort nur eine GPRS- oder EDGE-Verbindung zur Verfügung hat, muss zumindest mit Aussetzern oder schlechter Sprachqualität rechnen.

In Zukunft sollen die Kunden auch ihre angestammte Handynummer zur SatelliteApp portieren können. Zudem ist der SMS-Empfang speziell für Verifizierungs-Nachrichten (Mobile-TAN von Banken, Anmeldung bei WhatsApp etc.) geplant. Den SMS-Versand will die SatelliteApp vorerst noch nicht anbieten. Eine Mailbox steht automatisch zur Verfügung. Allerdings ist es derzeit noch nicht möglich, einen eigenen Ansagetext einzurichten.

Zum Start der Testphase im Juni vergangenen Jahres haben wir die SatelliteApp bereits ausführlich unter die Lupe genommen. In einer weiteren Meldung lesen Sie, welche Erfahrungen wir dabei gemacht haben.

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