KI-Analyse für 5G-Trafic

5G-Optimierung: Samsung kauft Netzwerk-Analyse-StartUp

Die künstliche Intelligenz spielt nicht nur bei mobilen Endgeräten und im Smart Home eine große Rolle, das 5G-Netz kann ebenfalls davon profitieren. Samsung übernahm aus diesem Grund das Start-up Zhilabs.
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Zwanzig Milliarden US-Dollar – diese Summe plant Samsung in zukunftsträchtige Technologien wie die künstliche Intelligenz, das autonome Fahren und 5G zu investieren. Einen Teil dieses Budgets nutzte das Unternehmen nun, um die Firma Zhilabs zu erwerben. Zhilabs ist ein Start-up-Unternehmen, das sich auf die Analyse von Netzwerken spezialisiert hat. Mit dem Know-how der Analysten möchte Samsung Feinschliff bei der Benutzererfahrung von 5G betreiben. KI-unterstützte Automatisierung soll beim fünften  Mobilfunkstandard eine entscheidende Rolle spielen. Zhilabs arbeitete in der Vergangenheit bereits mit Netzbetreibern wie Vodafone und Telefónica zusammen.

Samsung rüstet sich für das nächste Mobilfunk-Zeitalter

Zhilabs setzt bei seinen Analysen auf KI
Zhilabs setzt bei seinen Analysen auf KI
Der südkoreanische Hersteller informiert in einer Pressemitteilung über seine jüngste geschäftliche Aktivität. Mit dem Kauf des in Barcelona, Spanien, ansässigen Netzwerk-Analysten Zhilabs holt sich Samsung weiteres Fachwissen ins Boot, um den Übergang zu 5G möglichst reibungslos zu gestalten. Die bei den Netzwerkanalysen zum Einsatz kommende künstliche Intelligenz hebt der Galaxy-Schöpfer dabei besonders hervor. „KI-basierte Automatisierung wird eine zentrale Rolle in der Einführung neuer Services in der 5G-Ära, wie etwa das industrielle Internet der Dinge (IoT) und vernetzte Fahrzeuge, spielen, da die Mobilfunk­unternehmen automatisierte Lösungen und Netzwerkanalysen benötigen, die über das hinausgehen, was in den vorherigen Generationen möglich war.“, so ein Statement Samsungs. Der Datenverkehr der Nutzer könne dadurch analysiert, die Art der Anwendung klassifiziert und die allgemeine Service-Qualität verbessert werden.

Zhilabs bleibt unabhängig

Zwar hat Samsung Zhilabs vollständig aufgekauft, an der Geschäftsführung soll sich jedoch nichts ändern. Die Netzwerk-Experten sollen weiterhin unter ihrem eigenen Management unabhängig agieren. Mit der Übernahme von Zhilabs verspricht sich Samsung, den Anforderungen von 5G gerecht zu werden. Dazu würden „beispiellose Dienste“ gehören, „die auf die Erzeugung von exponentiellem Datenverkehr zurückzuführen sind.“ Joan Raventós, seines Zeichens CEO bei Zhilabs, ist angetan von der Übernahme. „Wir freuen uns, der Samsung-Electronics-Familie beizutreten und mit unseren Software-Produkten und Technologien einen Beitrag zu den bestehenden Ende-zu-Ende-Lösungen zu liefern, die der Konzern den Kunden offeriert.“ 5G würde die Kommunikationslandschaft aufwerten, „aber nur, wenn die Qualität der Netzwerke gemessen und verbessert werden kann.“, so Raventós. Samsungs erstes 5G-Smartphone wird höchstwahrscheinlich das Galaxy S10 werden.

Welche Summe der Hersteller für die Übernahme von Zhilabs ausgab, ist bislang nicht bekannt.

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