Zahlen

Quartals-Prognose bei Samsung: Hersteller übertrifft die Markt­erwartungen

Samsung hat 2014 zusehends Markt­anteile bei Smartphones an Apple und die stark auf­holenden chine­sischen Hersteller verloren. Doch zu Anfang dieses Jahres gibt es Anzeichen einer möglichen Trend­wende.
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Nach erheblichen Schwierigkeiten im vergangenen Jahr ist es für den langjährige Smartphone-Marktführer Samsung im ersten Quartal dieses Jahres offensichtlich besser gelaufen. Unter dem Druck des verschärften Wettbewerbs erwartet der Apple-Konkurrent aus Südkorea für die Monate Januar bis März zwar eine Verringerung des operativen Gewinns um mehr als 30 Prozent im Jahresvergleich. Trotzdem liegt der Ergebnisausblick deutlich über den Markterwartungen.

Quartals-Prognose bei Samsung: Hersteller übertrifft die Markt­erwartungenQuartals-Prognose bei Samsung Der operative Gewinn werde auf 5,9 Billionen Won (etwa fünf Milliarden Euro) geschätzt, teilte Samsung heute mit. Im Vergleich zum Vorquartal wäre das ein Plus um 11,5 Prozent. Der Umsatz wird auf 47 Billionen Won geschätzt, nach 53,7 Billionen Won im ersten Quartal 2014. Samsung legt traditionell gegen Ende April seine genauen Geschäftszahlen vor.

Die Umfrage der nationalen Finanznachrichtenagentur Yonhap Infomax unter 21 Marktanalysten zum Ergebnisausblick bei Samsung hatte einen Mittelwert von 5,47 Billionen Won ergeben. Dass die Schätzung von Samsung über diesem Wert liegt, könne unter anderem auch auf einen leichten Anstieg beim durchschnittlichen Verkaufspreis bei Smartphones zurückzuführen sein, hieß es.

Hoffnungsträger Galaxy S6 und S6 Edge

Samsung setzt seine Hoffnung vor allem auf seine neuen Flaggschiff-Modelle Galaxy S6 und S6 Edge, deren Verkauf am Freitag starten soll. Mehr zu den neuen Geräten erfahren Sie im Test des Galaxy S6 und im Test des Galaxy S6 Edge. In der großen Masse soll das Smartphone-Portfolio aber deutlich ausgedünnt werden, so die Pläne von Samsung Ende des vergangenen Jahres. Die Reduzierung des Angebots soll auf lange Sicht die Kosten des Herstellers senken. Von einer Modell-Ausdünnung um 25 bis 30 Prozent ist die Rede. Daneben dürfte der weltweit größte Produzent von Speicherchips und Fernsehern im ersten Quartal auch von einer steigenden Nachfrage nach Chips und Displays profitiert haben.

Im Smartphone-Markt tobt sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten einer harter Preiskampf. In Asien machten im vergangenen Jahr besonders lokale Hersteller in China und Indien den Südkoreanern ihre Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig. Im Oberklasse-Segment verzeichnete vor allem Apple große Absatzerfolge. Samsung selbst nennt keine Verkaufszahlen.

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