Handy-Test

Samsung Wave II im Test: Ritt auf der Smartphone-Welle

Ein bezahlbares Touchscreen-Smartphone für die Masse
Von Björn Brodersen

Wie eine größere Version des ersten Samsung-Wave-Modells sieht das Samsung Wave II S8530 aus, das jetzt für Preise ab etwas mehr 300 Euro ohne Vertrag im freien Handel erhältlich ist. Und das ist auch gut so: Schon das Samsung Wave S8500 beeindruckte mit einem brillanten Super-AMOLED-Touchscreen, leistungsfähiger Hardware und einem edel anmutenden Metall-Gehäuse - viel mehr geht zurzeit gar nicht. So gilt das Samsung Wave II auch weniger als Nachfolgemodell sondern vielmehr als weitere Spielart des Serienbegründers. In welchen Eigenschaften sich die beiden Wave-Smartphones unterscheiden und ob diese Unterschiede dem Nutzer zugute kommen oder nicht, erfahren Sie in unserem Testbericht.

Schwachstellen des Samsung Wave S8500 behoben

Samsung Wave II im Test: Ritt auf der perfekten Welle Samsung Wave II im Test
Bild: Samsung / teltarif.de
Einzige Schwachstellen des Wave-Erstlings waren die vergleichsweise geringe Größe des berührungsempfindlichen Displays und das geringe Angebot an Zusatzanwendungen im Samsung-eigenen App-Store Samsung Apps. Die Zahl an Apps für die unter dem Handy-Betriebssystem Bada laufenden Smartphones ist inzwischen deutlich angewachsen, auch der Bildschirm mit kratzfester Glasoberfläche ist beim Samsung Wave II auf 9,4 Zentimeter in der Diagonalen (gegenüber 8,4 Zentimeter beim Samsung Wave S8500) angewachsen.

Dafür hat Samsung beim Wave II keinen Super-AMOLED-Touchscreen verbaut sondern ein auf der sogenannten Super-Clear-LCD-Technologie basierendes Display. Diese Display-Technologie kommt auch beim ebenfalls von Samsung gefertigten Google Nexus S zum Zug. Für die Darstellung der Inhalte auf dem Handy macht dies keinen merklichen Unterschied: Fotos, Videos und Webseiten werden auf dem Bildschirm des Samsung Wave II ebenso farbkräftig, kontrastreich und scharf angezeigt wie beim Samsung Wave. Nur bei genauem Hinsehen fällt auf, dass der Blickradius kleiner ausfällt - nur, wer schaut schon andauernd aus schrägem Blickwinkel auf das Handy-Display? Ein stromsparendes Super-AMOLED-Screen hätte möglicherweise für eine längere Betriebszeit des Handys sorgen können. Samsung Wave II im Test: Ritt auf der perfekten Welle Samsung Wave II von vorne, hinten und der Seite
Bild: Samsung / teltarif.de

Der kapazitive Touchscreen unterstützt Multitouch-Gesten und Doppeltippen zum Vergrößern oder Verkleinern von Inhalten - allerdings ohne automatisches Anpassen des Contents an die Bildschirmbreite - und reagiert sehr sensibel auf Fingereingaben. Nichts dagegen passiert, wenn der Finger länger auf der Display-Oberfläche verweilt - auf Android-Smartphones würde sich beispielsweise dadurch ein passendes Menü öffnen. Zum Schreiben von SMS-Nachrichten oder E-Mails bietet die virtuelle QWERTZ-Tastatur den Eingabemodus t9 Trace an, bei dem der Nutzer wie bei Swype für Android zum Schreiben eines Wortes nicht mehr den Finger von der Display-Oberfläche abheben muss.

Neue Bada-Version und erweitertes Angebot im Samsung-Apps-Store

Samsung Wave II S8530

Das Samsung Wave II läuft unter der aktuellen Bada-Version 1.2, die der Hersteller in Kürze auch für das Samsung Wave S8500 bereitstellen will, mit der von Android-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S bekannten Benutzeroberfläche TouchWiz 3.0, die Widgets, bis zu zehn Homescreens und andere Personalisierungsmöglichkeiten bietet. Firmware-Updates erfolgen beim Samsung Wave II "over the Air". Das Menü ist übersichtlich, aufgrund der verschiebbaren Icons leicht verständlich und lässt sich auch von Einsteigern leicht bedienen.

Zum Surfen im Internet ist der Browser Dolfin v2.2 auf dem Samsung Wave II installiert, der auf der Grafik-Bibliothek Webkit beruht. Für den mobilen E-Mail-Versand und -Abruf werden SMTP, POP3 und IMAP sowie Exchange ActiveSync unterstützt. Neue E-Mail-Konten lassen sich auf dem Handy einfach und zügig einrichten, da viele Informationen für den Mail-Abruf und -Versand über bekannte Freemail-Dienste schon im System hinterlegt sind.

Zur weiteren Software-Ausstattung zählen unter anderem der Social Hub, der Mitteilungen und Bilder aus Social-Media-Diensten wie Facebook und Twitter zusammenführt, der Instant Messenger Palringo, ein FM-Radio, ein Musikplayer mit Coverflow-Ansicht und voreingestellten Klang-Profilen, ein Videoplayer für auf dem Handy gespeicherte Clips sowie ein YouTube-Client. Zum Musikhören besitzt das Smartphone einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für handelsübliche Kopfhörer und unterstützt Bluetooth 3.0 mit Stereo-Streaming (A2DP).

Auf der folgenden Seite unseres Tests zum Samsung Wave II lesen Sie mehr über die Telefon- und Daten-Funktionen des Bada-Smartphones. Außerdem finden Sie ein Video mit weiteren Infos und Eindrücken zum Wave II.

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