Abschied

Samsung stellt Verkauf von Laptops und Chromebooks in Europa ein

Samsung hat angekündigt, künftig keine Laptops oder Chromebooks mehr in Europa verkaufen zu wollen. Zu schlecht laufe derzeit der PC-Markt. Fraglich bleibt zu diesem Zeitpunkt, inwieweit der Verkaufsstopp Auswirkungen für die Angestellten haben wird.
Von mit Material von dpa
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Samsung: Verkauf von Laptops und Chromebooks in Europa wird eingestelltSamsung gibt Abschied vom PC-Markt bekannt Anfang Februar dieses Jahres gab Sony bekannt, sich aus dem PC-Markt zurückziehen zu wollen. Die Marke Vaio gab der Hersteller in diesem Zuge ab. Nun muss sich auch Samsung dem Druck im Geschäft mit Laptops beugen und kündigte an, in Europa künftig keine Laptops oder Chromebooks mehr verkaufen zu wollen. Man passe sich damit an "aktuelle Marktbedürfnisse und Anforderungen" an, erklärte das Unternehmen heute auf Anfrage der dpa. Die Entscheidung betreffe neben Laptops mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows auch die Chromebooks mit Googles Chrome-Software.

Den Kollegen von PC Advisor bestätigte Samsung derartige Pläne ebenfalls und nannte explizit auch die Ativ-Reihe als künftig nicht mehr verkaufte Serie. Den Namen Ativ erhielten neben Windows Phones vor allem auch die Ultrabooks von Samsung, allen voran den neuesten Modellen Ativ Book 9 Plus und Ativ Book 9 Lite, die im Juni 2013 vorgestellt worden sind. Laut des zitierten Samsung-Sprechers soll der Verkauf von Laptops in Europa vorerst eingestellt werden. Ob sich das südkoreanische Unternehmen mit dieser Einschränkung die Hintertür für einen Wiedereintritt in den europäischen PC-Markt offenhalten möchte, kann derzeit nur vermutet werden.

Die Ursache und mögliche Folgen für die Mitarbeiter

Fraglich bleibt zu diesem Zeitpunkt ebenfalls, inwieweit der Verkaufsstopp Auswirkungen für die Angestellten haben wird. Sony gab mit seiner Rückzugsmeldung im Februar bekannt, nicht alle Mitarbeiter übernehmen oder in andere Sparten transferieren zu können. Die Folge war, dass viele Angestellte ihren Job verloren.

Das PC-Geschäft war in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten. Auslöser war der Erfolg von Smartphones und Tablets. Im vergangenen Jahr schrumpfte der der weltweite PC-Absatz um rund zehn Prozent. Zuletzt gab es allerdings eine deutliche Erholung, unter anderem nachdem Microsoft die Unterstützung seines alten Betriebssystems Windows XP einstellte. Einige Anbieter wie Lenovo, Hewlett-Packard (HP) oder Acer profitierten davon in Europa aber stärker als andere.

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