Sperre

Regionale SIM-Sperre bei Samsung offenbar doch dauerhaft

Betroffen ist auch die Nutzung in beliebten deutschen Reiseländern
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Seit der vergangenen Woche gibt es immer wieder Diskussionen um den regionalen SIM-Lock bei Samsung-Smartphones, die seit Ende Juli produziert wurden. So entdeckten zuerst Besitzer des neuen Samsung Galaxy Note 3 einen Aufkleber auf der Verpackung ihres Geräts, der besagt, dass sich das Handy nur mit SIM-Karten europäischer Mobilfunkprovider aktivieren lasse.

Samsung reagierte auf Nutzerbeschwerden und erklärte, der Aufkleber beziehe sich lediglich auf die erste Inbetriebnahme entsprechend gekennzeichneter Smartphones. Neben dem Galaxy Note 3 seien auch andere Modelle betroffen, sofern es sich um Geräte handelt, die seit Ende Juli produziert wurden. Im Vorfeld wies Samsung nicht auf diese Änderung hin.

Dual-SIM-Smartphones: Import wird schwieriger

Samsung Galaxy Note 3 doch nicht in allen Ländern nutzbar?Samsung Galaxy Note 3 doch nicht in allen Ländern nutzbar? Zwar erklärte der Hersteller, es sei möglich, über den jeweils regionalen Samsung-Service die Sperre aufheben zu lassen. Das bedeutet jedoch vor allem eines: zusätzlichen administrativen Aufwand für die Nutzer. Zudem stellt sich die Frage, inwieweit der Samsung-Service zur Kooperation bereit ist, wenn der Kunde ein Gerät entsperrt haben möchte, das für sein "Nutzungsland" offiziell gar nicht angeboten wird.

Samsung produziert beispielsweise viele Dual-SIM-Smartphones, die offiziell nur in Asien verkauft werden. Es gibt aber auch Händler, die solche Geräte in der Vergangenheit importiert und in Europa verkauft haben. Dies wäre mit der Neuregelung nur noch schwer möglich, da die Smartphones zunächst in dem Land aktiviert werden müssen, für das sie ursprünglich gedacht waren.

Samsung-Smartphones dauerhaft nicht in allen Ländern nutzbar?

Im Forum der Xda-Developers wird darüber hinaus diskutiert, dass die in Westeuropa gekauften Samsung-Galaxy-Smartphones auch nach der Aktivierung mit einer westeuropäischen SIM-Karten nicht weltweit funktionieren. So sollen sich Betreiberkarten aus Ländern wie Ägypten, China, der Dominikanischen Republik, Russland und der Ukraine auch dauerhaft nicht nutzen lassen. Mit US-amerikanischen oder südafrikanischen SIM-Karten sei der Betrieb dagegen kein Problem, nachdem die Erstaktivierung mit einer europäischen SIM erfolgt ist.

Auch türkische SIM-Karten wären von der dauerhaften Einschränkung betroffen, für die es von Samsung noch keine offizielle Bestätigung gibt. Allerdings schränkt die Türkei ohnehin die Verwendung heimischer SIM-Karten mit aus dem Ausland mitgebrachten Handys ein. Wer sein Handy nicht vor Ort unter Vorlage des Kaufbelegs registrieren lässt, riskiert die Sperre der IMEI-Nummer zur Nutzung im türkischen Mobilfunknetz.

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