Drahtloses Aufladen

Samsung-Patent umschreibt das Aufladen via Induktion und Resonanz

Samsung will mehr Flexibilität in den Dschungel des drahtlosen Aufladens bringen und hat ein Pad in Entwicklung, das sowohl mit Induktion wie auch mit magnetischer Resonanz die Endgeräte mit Strom versorgt.
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Vor knapp anderthalb Monaten stellte Apple neben seinen neuen Smartphones iPhone 8 (Plus) und iPhone X auch das AirPower getaufte Lade-Pad vor. Samsung arbeitet indes daran, sein hauseigenes Multi Wireless Charging Pad zu verbessern, wie ein jüngst aufgetauchtes Patent bescheinigt. Wie bei der bereits erhältlichen Variante soll auch bei der kommenden Lösung des südkoreanischen Konzerns das drahtlose Befüllen der Akkus mehrere Endgeräte möglich sein. Dabei wird jedoch erstmalig sowohl auf das Verfahren der magnetischen Resonanz, wie auch auf die induktive Aufladung zugleich gesetzt.

Samsung strebt flexibleres kabelloses Laden an

Eine Skizze des neuen Samsung-LadepadsEine Skizze des neuen Samsung-Ladepads Dank des etablierten Qi-Standards gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Smartphones, die sich ohne an ein Netzteil gebunden zu sein mit Strom betanken lassen. Hat man mehrerer solcher Endgeräte zu Hause, mussten diese bislang auch die passende Übertragungstechnik für die jeweilige Ladestation unterstützen. So arbeiten Endgeräte, die drahtlos über Induktion geladen werden, nicht mit Stationen zusammen, die das Verfahren der magnetischen Resonanz nutzen und umgekehrt. Samsung hat sich Gedanken um diese Eigenheit bei der Alltagsanwendung des drahtlosen Ladens gemacht, was man an einem im April 2016 eingereichten Patent erkennen kann. Dieses ist mit "Ladegerät- und Methode für das Kontrollieren des kabellosen Ladens" betitelt. Die US-amerikanische Patentbehörde USPTO veröffentlichte das Dokument am 19. Oktober 2017. Entdeckt haben wir den Eintrag durch PatentlyMobile.

Samsungs Lade-Pad im Detail

Samsungs Ansatz ist die gleichzeitige Nutzung von Induktion und magnetischer Resonanz in einer einzigen Ladestation. Dazu passend ist dem Patent zu entnehmen, dass der Hersteller an entsprechend kompatiblen Ladespulen für seine Endgeräte arbeitet, die beide Qi-Übertragungen unterstützen. Das auf dem Pad befindliche Smartphone oder Wearable wird dann über eine dieser Methoden aufgeladen. Auf der Skizze des Samsung-Patents sind drei Spulen erkennbar, zwei davon übertragen Energie via Induktion, eine andere hingegen über magnetische Resonanz. Es ist gut vorstellbar, dass der Konzern seine neue Ladestation zusammen mit der nächsten Smartphone-Generation vorstellen wird, so wie es Apple mit seiner AirPower Basis vorgemacht hat.

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