Smartwatch-Hybride

Samsung-Patent zeigt flexible Symbiose aus Handy und Smartwatch

Samsung scheint sich Gedanken über die nächste Evolutionsstufe der Smartwatches zu machen, wie ein jüngst aufgetauchtes Patent zeigt. Es wird über einen flexiblen Hybriden nachgedacht.
Von Andre Reinhardt
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Skizzen des Samsung-HybridenSkizzen des Samsung-Hybriden Ein neu aufgetauchtes Samsung-Patent veranschaulicht, wie flexible Smartphones zukünftig in unseren Alltag integriert werden könnten. Die Illustrationen des Dokuments zeigen einen Hybriden, der gleichzeitig ein Smartphone und eine Smartwatch ist. Es handelt sich um ein Produkt, dessen Armband zum Großteil aus einem flexiblen Display besteht. Dabei kann die Smartphone-Uhr-Kombination sowohl am Handgelenk getragen wie auch im arretierten Zustand als normales Mobiltelefon eingesetzt werden. Aufgrund des länglichen Designs weicht der Formfaktor des Bildschirms deutlich von der Smartphone-Norm ab.

Flexibles Smartphone-Armband als Wearable-Heilsbringer?

Unbeliebt sind Smartwatches definitiv nicht, vor allem das Portfolio aus dem Hause Apple in Form der Watch und die Samsung-Produktlinie Gear kommen bei den Konsumenten gut an. Dennoch ist die Verbreitung der cleveren Zeitmesser erheblich geringer als jene der Smartphones. Manche Kunden sehen nicht genug Mehrwert in einem solchen Accessoire, um die Anschaffungs­kosten zu recht­fertigen. Samsungs jüngstes Patent zeigt eine Vision des Herstellers, wie die Smartwatch-Revolution aussehen könnte. Anstatt zwei Mobil­geräte mit sich herumzutragen, wird bei diesem Konzept nur noch eines benötigt. Eine Symbiose aus Smartphone und Smartwatch, eingefasst in einem flexiblen Gehäuse. Somit könnte der Nutzer stets das Gerät in Verwendung haben, was er zum jeweiligen Zeitpunkt braucht.

Das Samsung-Patent im Detail

Weitere Zeichnungen zum flexiblen WearableWeitere Zeichnungen zum flexiblen Wearable Das besagte Dokument stöberten wir auf der Seite Android Authority auf, welche wiederum bei der Plattform Patently Mobile fündig wurde. Es werden drei Grafiken zur Schau gestellt, welche jeweils verschiedene Anwendungen des Samsung-Hybriden demonstrieren. So gewähren die Skizzen beispiels­weise einen Blick auf die Telefonie-Funktion - und das im zusammen­gerollten oder arretierten Zustand des Geräts. Auch Anwendungen wie Google Maps können in beiden Zuständen verwendet werden. Samsung beschreibt zudem, dass es verschiedene Benutzer­oberflächen für den Smartphone-Modus und die Smartwatch-Funktion gibt.

Die Idee ist nicht neu

Das flexible Samsung-Wearable als TelefonDas flexible Samsung-Wearable als Telefon Bereits vor rund drei Jahren stellte ein Startup-Unternehmen namens Arubixs ein flexibles Smartphone namens Portal vor, das sich ebenfalls am Handgelenk tragen lässt. Das Konzept ist allerdings etwas anders umgesetzt, da das Display mit einem den Smartphones ähnlichen Formfaktor gestaltet ist. Eine Markt­einführung gab es für das Arubixs Portal allerdings bis heute nicht, aktuell sucht das Unternehmen immer noch nach Investoren.

Zuletzt hieß es Anfang Februar 2016 noch, dass das Arubixs-Smartphone von einem Snapdragon-Prozessor angetrieben wird. Finanziert werden sollte das Projekt mittels Crowdfunding, verfehlte das Ziel von 50 000 US-Dollar aber, nachdem das Unternehmen von IndieGoGo wegen Urheberrechts­streitigkeiten gesperrt wurde.

Lesen Sie in einer weiteren Meldung, wie sehr Smartwatch-Besitzer mit ihrer smarten Uhr zufrieden sind.

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