Schizophren

Samsung Knox: Arbeit und Privates auf einem Gerät

Abtrennung von Inhalten und Funktionen kommt mit dem Galaxy S4
Aus Hannover berichtet Steffen Herget
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Samsung KnoxSamsung Knox Samsung zeigt auf der CeBIT nur wenige Produkte aus dem Endkunden-Bereich, sondern widmet sich - wie viele andere Unternehmen mittlerweile auch - vor allem dem Business-Segment. Dazu gehört mit Samsung Knox eine interessante Funktion für Smartphones. So soll Knox dafür sorgen, dass sich aus einem einzigen Android-Handy quasi zwei Geräte machen lassen - eines für den privaten und eines für den beruflichen Bereich.

Mit Samsung Knox lassen sich Daten und Kontakte in zwei voneinander abgeschottete Bereiche trennen. In dem zusätzlich zur normalen Android-Oberfläche einzurichtenden Teil des Handys stehen nur die Apps zur Verfügung, die der Administrator, der Chef oder man selbst dort zulässt. Gleiches gilt für die Daten - Bilder der Kamera etwa werden getrennt abgespeichert. Die Trennung geht dabei so weit, dass die Daten extra verschlüsselt werden, um den gegenseitigen Zugriff nicht zu ermöglichen. Eine solche strikte Trennung macht durchaus Sinn, wenn etwa kein Firmenhandy als Zweit-Gerät herumgeschleppt werden soll.

Auch als Kinder-Ecke nutzbar

Der Zugang zum Arbeits-Bereich von Samsung Knox kann auf mehrere Arten erfolgen. So lässt sich über ein Icon auf dem Display manuell zwischen beiden Segmenten hin- und herwechseln, den Schutz übernimmt ein Passwort. So kann der Anwender auch auf der Arbeit etwa in den privaten Bereich und zurück wechseln. Samsung Knox lässt sich dahingehend sichern, dass etwa die Daten auf dem Handy automatisch gelöscht werden, wenn dreimal das falsche Passwort eingegeben wird. Es lässt sich aber auch ein automatisches Umschalten je nach Standort des Handys einrichten, um beispielsweise automatisch die Kamera zu deaktivieren, wenn das Smartphone auf das Firmengelände gelangt. Bei dieser Variante hat der Nutzer weniger Einfluss darauf, welche Dienste er tatsächlich nutzen kann - ein Vorteil bei Einsatz­szenarien, die mehr Geheimhaltung erfordern.

Neben dem Business-Einsatz kann Samsung Knox allerdings auch im privaten Umfeld eingesetzt werden. So ist denkbar, die Zweit-Umgebung auf dem Smartphone als virtuelle Kinder-Ecke einzurichten, in der die "lieben Kleinen" nur auf die Daten, Funktionen und Apps Zugriff haben, die die Eltern als geeignet erachten. Eine ähnliche Funktion hat beispielsweise Windows Phone 8 mit der sogenannten Kid's Corner zu bieten.

Start mit dem Samsung Galaxy S4

Das erste Smartphone, das mit Samsung Knox an Bord ausgeliefert werden soll, wird kommende Woche vorgestellt. Wie uns der Experte eines Kooperations­partners der Koreaner sagte, werde Knox zuerst auf dem Samsung Galaxy S4 vorinstalliert sein. Ob es auch möglich sein wird, die sichere Zweit-Umgebung nachträglich auf bestehenden Samsung-Handy zu installieren, ist offenbar noch nicht geklärt.

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