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Samsung Gear S3 am iPhone 7 Plus ausprobiert

Wir berichten über unsere Erfahrungen bei Einrichtung und Nutzung der Samsung Gear S3 in Verbindung mit dem Apple iPhone 7 Plus. Dabei zeigen wir auch Vorteile und Nachteile gegenüber der Apple Watch auf.
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Seit einem Jahr will Samsung seine Smartwatches mit dem Apple iPhone kompatibel machen. Zum zehnten iPhone-Geburtstag am 9. Januar war es schließlich soweit und die Samsung-Gear-S-App wurde im AppStore von Apple veröffentlicht. Wir haben die Samsung Gear S3 Classic am iPhone 7 Plus getestet.

Nach Installation der App mussten wir zunächst die Bluetooth-Schnittstelle des iPhone einschalten, um die Verbindung zwischen Handy und Uhr herzustellen. Über die App wurde die Smartwatch sofort gefunden, so dass die Verknüpfung zwischen beiden Geräten schnell hergestellt war.

Während der Ersteinrichtung der Samsung Gear S3 am Apple iPhone 7 Plus forderte die Smartwatch-App noch Zugriff auf den Standort, die Kontakte, den Kalender und die Fotos an. Diese Zugriffe sind für die Nutzung verschiedener Dienste erforderlich. So lässt sich kaum die Außen-Temperatur für den eigenen Standort anzeigen, wenn der Zugriff auf den Aufenthaltsort verwehrt wird. Termine können auf der Uhr nicht dargestellt werden, wenn der Zugriff auf den Kalender nicht möglich ist.

Zweite Bluetooth-Verbindung für Telefonie erforderlich

Samsung Gear S3 Classic am iPhone 7 Plus getestetSamsung Gear S3 Classic am iPhone 7 Plus getestet Nutzer, die auch Telefonate über die Handy-Uhr führen möchten, müssen die Gear S3 ein zweites Mal mit dem iPhone pairen. Darauf werden die Nutzer im Rahmen des Installationsvorgangs hingewiesen. Hintergrund: Die Erstverbindung erfolgt nur im Bluetooth-Low-Energy-Modus, der zwar beispielsweise für die Übertragung von Benachrichtigungen, nicht aber für Telefonate geeignet ist.

Telefongespräche, die am iPhone eingingen, konnten wir im Test in der Tat auch an der Samsung Gear S3 annehmen. Zudem funktionierte die Weiterleitung von Benachrichtigungen vom iPhone zur Smartwatch tadellos. Dabei hat uns das gegenüber der Apple Watch deutlich größere Display gut gefallen, das für eine sehr gute Darstellung der auf die Uhr gepushten Informationen sorgt. Antworten kann man auf eingehende Mitteilungen allerdings von der Smartwatch aus nicht.

Nachteile gegenüber der Apple Watch

Anders als bei der Apple Watch erfolgt die akustische Signalisierung für WhatsApp-Nachrichten, iMessages oder Tagesschau-Eilmeldungen aber nicht ebenfalls auf der Uhr, sondern weiterhin am iPhone. Zwar ist auch für die Gear S3 ein Ton-Modus vorgesehen. Dieser schaltet aber die Benachrichtigungstöne am iPhone nicht ab.

Samsung-Gear-S-App für iOSSamsung-Gear-S-App für iOS Nicht synchronisiert werden Features wie die "Nicht-stören"-Funktion. Wer also beispielsweise nachts nicht durch eingehende Chat-Botschaften oder Sportergebnisse gestört werden möchte, muss das Leistungsmerkmal am Smartphone und an der Smartwatch gleichermaßen einschalten.

Anders als bei Android-Wear-Smartwatches in Verbindung mit dem iPhone lassen sich auch Apps auf der Samsung Gear S3 installieren, wobei die Auswahl derzeit noch stark begrenzt ist. Die Akkulaufzeit war im Test mit der Apple Watch Series 2 vergleichbar. Bei durchschnittlicher Nutzung kommt man durchaus zwei bis drei Tage ohne Ladegerät aus.

Alternative zur Apple Watch

Wer mit den genannten Einschränkungen leben kann, findet in der Samsung Gear S3 eine interessante Alternative zur Apple Watch, die zudem im freien Handel zu Preisen ab etwa 350 Euro zu bekommen ist. Gerade für Interessenten, die eine Smartwatch suchen, die wie eine "echte" Armbanduhr aussieht, könnte sich ein Blick auf das Samsung-Produkt lohnen.

In einem eigenen Betrag finden Sie unseren ausführlichen Testbericht zur Samsung Gear S3.

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