Begleiter

Erfahrungsbericht: Ein Wochenende mit dem Galaxy Z Flip 3

Das Galaxy Z Flip 3 will ein Foldable für alle sein. Wir haben uns ein Wochen­ende von dem Falter begleiten lassen. Unsere Eindrücke lesen Sie im Erfah­rungs­bericht.

Das Samsung Galaxy Z Flip 3 5G wird am kommenden Freitag offi­ziell erscheinen. Das Foldable dürfte für eine größere Nutzer­gruppe inter­essant sein als der bezie­hungs­weise die Vorgänger. Denn: Es schwebt nicht mehr als eigene Kate­gorie über den an sich schon als Flagg­schiffen oder Premium-Smart­phones dimen­sio­nierten regu­lären Modellen. Das Galaxy Z Flip 3 5G möchte massen­taug­lich werden, sich einfügen, mehr User von sich über­zeugen. Und das hat nicht nur etwas mit dem im Vergleich zum Galaxy Z Flip 5G geschmä­lerten Preis zu tun.

Wir hatten bereits die Möglich­keit, das klas­sische Klapp­handy-imitie­rende Foldable näher zu begut­achten und erste Erfah­rungen damit zu sammeln.

Heran­tasten und Einrichten

Samsung Galaxy Z Flip 3 5G zusammengeklappt und auseinandergefaltet Samsung Galaxy Z Flip 3 5G zusammengeklappt und auseinandergefaltet
Bild: teltarif.de

Samsung Z Flip3 5G

Wir hatten das Galaxy Z Flip 3 5G bereits auf dem Vorab-Event in Augen­schein genommen. Zu diesem Zeit­punkt war schon klar, wo Samsung mit dem Klapp­handy-Foldable hin will: Den Nutzern die Vorzüge des Designs weiter schmack­haft machen. Moderne Smart­phones sind groß, viele Möglich­keiten, das zu redu­zieren und trotzdem eine komfor­table Nutzungs­fläche zu bieten, gibt es nicht. Mit der Möglich­keit, das Display in der Mitte zu falten, erhält man ein sehr kompaktes und leichtes Gerät, das sich komplett anders anfühlt als ein Phablet. Gleich­zeitig muss man aber auf die Eigen­schaften eines regu­lären Smart­phones nicht verzichten, weil die Display­fläche des Galaxy Z Flip 3 5G ausein­ander­gefaltet 6,7 Zoll bietet.

Das Display-Format an sich ist mit 22:9 sehr schlank. Im Vergleich mit brei­teren Modellen wie Samsung Galaxy S10+ und iPhone 11 Pro Max werden die Unter­schiede in der Nutzung spürbar. Wer ein breites Display gewöhnt ist und auf das Galaxy Z Flip 3 5G umsteigt, wird sich vermut­lich erstmal umge­wöhnen müssen. Wir hatten uns beim Schreiben der ersten WhatsApp-Nach­richten auf dem Display des Flip 3 mehr­fach vertippt. Im Laufe des Wochen­endes wurde das aber besser. Das Flip 3 lässt sich aufstellen Das Flip 3 lässt sich aufstellen
Bild: teltarif.de
Die Einrich­tung des Galaxy Z Flip 3 5G war wie bei mitt­ler­weile jedem anderen Smart­phone selbst­erklä­rend. Mit Hilfe von Smart Switch kopierten wir unsere Dateien, Fotos und Co. vom Galaxy S10+ auf das Flip 3. Das dauerte etwas, sorgte aber für einen gerin­geren Aufwand und weiterhin dafür, dass alle Daten auto­matisch auf das Foldable wanderten. Einzig die Zugangs­daten unseres Samsung-Accounts mussten wir manuell eingeben.

Das Haupt­dis­play und seine Falte

Anschlie­ßend konnten wir auch gleich loslegen. Das Haupt­dis­play unter­stützt im Gegen­satz zum Vorgänger Bild­wie­der­hol­raten von bis zu 120 Hz, was man beim Scrollen durch Samsungs Benut­zer­ober­fläche auf Webseiten und Co. auch merkt. Das Display erschien wie vom Hersteller gewohnt auch ausrei­chend hell. Das Wetter war an dem Wochen­ende eher bewölkt, aber auch bei vermehrtem Sonnen­schein dürfte sich der Display-Inhalt noch vergleichs­weise gut ablesen lassen. Surfen auf dem 6,7-Zoll-Display, 120 Hz Surfen auf dem 6,7-Zoll-Display, 120 Hz
Bild: teltarif.de
In der Mitte des Displays gibt es eine Falte. Man sieht sie, man kann sie fühlen, sie ist da. Aber wirk­lich gestört hat sie bislang nicht. Wir lehnen uns mal weit aus dem Fenster und behaupten, dass sich die meisten Nutzer schnell daran gewöhnen, zumal die Falte auch nicht immer sichtbar ist. Blickt man bei einem bunten, über­ladenen Home­screen frontal auf das Display, sieht man sie in der Regel gar nicht.

Auch beim Video­strea­ming konnten wir sie teil­weise nur sehen, wenn wir den Blick­winkel änderten. Sichtbar war sie auch bei beson­ders dunklen Film-Szenen, aber sobald die Szenen heller wurden, verschwand die Falte wieder wie von Geis­ter­hand. Aber selbst wenn man sie dann mal sieht, uns hat sie jeden­falls nicht gestört. Grund­sätz­lich empfehlen wir aber, dass Galaxy Z Flip 3 5G vor dem Kauf - sofern möglich - einmal in die Hand zu nehmen und die Nutzung zu simu­lieren, ob das Foldable auch wirk­lich gefällt. Vollständig genutzte Fläche am Beispiel eines Netflix-Streams Vollständig genutzte Fläche am Beispiel eines Netflix-Streams
Bild: teltarif.de
Video­strea­ming über Netflix machte Spaß. Die Front­kamera ist als Punch Hole ins Display inte­griert, das Bild umschließt aber das Design und wird nicht unter­halb der Linse abge­schnitten. Das breite Display­format des Galaxy Z Flip 3 5G wird gänz­lich genutzt, Nach­teile wie abge­schnit­tene Bild­bereiche konnten wir nicht fest­stellen.

Prak­tisch ist die Möglich­keit, das Display leicht zu knicken und das Foldable so ohne Zubehör aufzu­stellen. Das ist aber nur bedingt geeignet, weil je nach Sitz­posi­tion die Anzeige zu statisch ist und man das Gefühl hat, von oben­drauf zu schauen.

Außen­dis­play, Akku & Sound

Vorteile des Außen­dis­plays

Das Außen­dis­play ist größer als das des Vorgän­gers. 1,9 Zoll sind ausrei­chend, um damit deut­lich mehr machen zu können als mit dem kleinen Gucker des Galaxy Z Flip 5G. Die Always-on-Funk­tion haben wir zur Anzeige von Uhrzeit, Datum, und Akku­stand genutzt.

Einge­hende Nach­richten, wie beispiels­weise über den WhatsApp-Messenger, können auch auf dem Außen­dis­play ange­zeigt und gelesen werden. Um darauf zu antworten, muss aber das Haupt­dis­play akti­viert werden, indem das Flip 3 geöffnet wird. Prak­tisch ist auch die Steue­rung von Musik­strea­ming-Apps wie Spotify. Alben oder Play­lists, bei denen man nur zwischen Songs hin- und herwech­seln möchte, lassen sich so gut über das Außen­dis­play steuern. Weitere mögliche Widgets sind aktu­elle Termine, Alarme, Samsung Health, Diktier­gerät und Timer.

Außerdem ist es möglich, über das Außen­dis­play Tele­fonate entge­gen­zunehmen und abzu­lehnen. Ein aktiver Anruf wird dann über die Frei­sprech­funk­tion geführt.

Leider etwas unschön ist die Tatsache, dass das Außen­dis­play recht schnell verschmiert ist. Das ist aber grund­sätz­lich bei den meisten Touch­panels der Fall.

Akku

Außendisplay mit eigenem Hintergrund-Bild Außendisplay mit eigenem Hintergrund-Bild
Bild: teltarif.de
Der Akku des Galaxy Z Flip 3 5G geriet schon vor dem Erscheinen von Test­berichten in die Kritik. Mit 3300 mAh ist der Strom­spei­cher genauso groß wie der des Vorgän­gers, die höheren Bild­wie­der­hol­raten und das größere Außen­dis­play des Galaxy Z Flip 3 5G brau­chen aber schät­zungs­weise mehr Strom.

Wir werden im Rahmen dieses Erfah­rungs­berichts auch auf die Akku­lauf­zeit eingehen, halten uns aber mit einer abschlie­ßenden Bewer­tung aufgrund der kurzen Test­zeit zurück.

Am ersten Tag saugte die Einrich­tung mit Smart Switch und Co. natür­lich am Akku. Hinzu kamen das vermehrte Herum­spielen mit dem Gerät. Nach besagter Einrich­tung, Surfen auf teltarif.de, diversen anderen Seiten, Insta­gram, Twitter, Abspielen von Musik über Spotify und einem über Blue­tooth verbun­denen Speaker vom Typ Bose Mini II SoundLink zeigte die Lauf­zeit des Smart­phones knapp sechs Stunden (nicht aktive Bild­schirm­zeit) an. Die Anzeige ist nach einge­schal­tetem Smart­phone fort­lau­fend und im Einstel­lungs­menü unter "Tele­fon­info" und "Status­infor­mationen" zu finden. Der Akku zeigte einen Stand von 42 Prozent an. Das Außendisplay mit Schnellzugriff auf Musik am Beispiel von Spotify Das Außendisplay mit Schnellzugriff auf Musik am Beispiel von Spotify
Bild: teltarif.de
Anschlie­ßend streamten wir über 60 Minuten einen Film über Netflix (Abo: maximal Full-HD). Die Bild­wie­der­hol­rate ließen wir auf adaptiv stehen, sprich bis zu 120 Hz. Die regu­lären 60 Hz können eben­falls im Menü des Fold­ables manuell ausge­wählt werden. Das Galaxy Z Flip 3 5G war weiterhin über WLAN und mit der Blue­tooth-Box verbunden, die Netflix-interne Hellig­keit regu­lierten wir auf etwa zwei Drittel. Nach einer Stunde stand der Akku noch auf 33 Prozent.

Anschlie­ßend belas­teten wir den Akku noch mit einem Tele­fonat, das 1 Stunde und 25 Minuten dauerte. Dabei war WLAN-Call akti­viert, das Haupt­dis­play ausge­schaltet und Tele­fonie über den Laut­spre­cher akti­viert. Nach dem Tele­fonat redu­zierte sich die Akku­anzeige auf 21 Prozent. Unser Gesprächs­partner nutzte ein OnePlus 9 Pro. Das Tele­fonat verbrauchte bei ausge­schal­tetem Display über die interne Hörmu­schel etwa zehn Prozent Energie.

Aufladen

Zusammengefaltet ist die Dicke des Flip 3 noch im Rahmen Zusammengefaltet ist die Dicke des Flip 3 noch im Rahmen
Bild: teltarif.de
Der Akku des Galaxy Z Flip 3 5G kann mit 15 W kabel­gebunden wieder aufge­laden werden, kabellos mit 10 W. Ein Netz­teil ist im Liefer­umfang nicht enthalten, nur ein USB-C-Kabel. Um 22.28 Uhr zeigte der Akku noch einen Stand von sechs Prozent an. Wir stöp­selten das Galaxy Z Flip 3 5G an ein Netz­teil, das im Liefer­umfang des iPad Pro 12.9 (2020) enthalten war. Nach 15 Minuten Lade­zeit war der Akku bereits auf 28 Prozent geladen. In dieser Zeit kann man die Reste vom TV-Abend besei­tigen und die Zähne putzen. Dann hat man anschlie­ßend im Bett genug Power - um den Film mit dem Foldable zu Ende zu schauen.

Um 22.59 Uhr stand der Akku auf 25 Prozent. Wir luden uns ein paar Songs von Spotify herunter und versetzten das Foldable in den Flug­modus. Die Songs ließen wir die Nacht über durch­laufen. Irgend­wann ging die Musik aus, der Akku hielt aber noch etwa sieben Stunden durch, bis das passierte.

Am nächsten Morgen war das Smart­phone ausge­schaltet, der Akku entspre­chend bei 0 Prozent Ladung. Dieses Mal nutzten wir zur Aufla­dung ein USB-A-zu-USB-C-Kabel und einen Travel-Adapter, der beim Galaxy S10+ vor rund zwei­ein­halb Jahren im Liefer­umfang enthalten war. Nach knapp acht Minuten war der Akku auf zwölf Prozent aufge­laden, nach 15 Minuten auf 25 Prozent. 100 Prozent wurden nach 1 Stunde und 24 Minuten erreicht.

Für das, was wir am ersten Tag mit dem Galaxy Z Flip 3 5G ange­stellt hatten, empfanden wir die Akku­lauf­zeit als okay. Die Möglich­keit, nach kurzer Lade­zeit noch einige Zeit an Nutzung gene­rieren zu können - wie wir am zweiten Tag fest­stellten -, ist hervor­zuheben. Das könnte sich als vorteil­haft erweisen, sollte sich nach weiteren Tests heraus­stellen, dass man mit dem Akku des Fold­ables bei durch­schnitt­licher Nutzung nicht über den Tag kommt.

Sound und Tele­fonie

Splitscreen-Modus: oben Spotify, unten Chrome Splitscreen-Modus: oben Spotify, unten Chrome
Bild: teltarif.de
Wir haben verschie­dene Möglich­keiten genutzt, um Medien auf dem Flip 3 abzu­spielen. Die erste mit der Blue­tooth-Box hatten wir schon erwähnt. Als zweites verwen­deten wir die neuen "Buds Pro" von OnePlus. Diese werden per Blue­tooth verbunden und verfügen über eine aktive Geräusch­unter­drü­ckung. Die Buds Pro machten übri­gens im Test bei Songs und einem Podcast einen guten Eindruck. Sie saßen gut in unseren Ohren und unter­drückten auch Neben­geräu­sche so, dass sie nicht weiter störten.

Die externen Stereo-Laut­spre­cher des Flip 3 hören sich erstaun­lich gut an. Die Bass­leis­tung ist voll und auch auf hoher Laut­stärke produ­zierte das Flip 3 einen guten, raum­fül­lenden Klang. Hier schep­perte bei auf etwa drei Viertel aufge­drehter Laut­stärke nichts und es hörte sich auch nicht blechern an.

Die Tele­fonie­qua­litäten sind sehr gut. In einem Fall führten wir ein Tele­fonat über den HD-Voice-Stan­dard, was für eine klare Über­tra­gung sorgte.

Kamera, 5G & Fazit

Nutzung unter­wegs

Das kompakte Format und das leichte Gewicht begüns­tigen eine komfor­table Nutzung auch unter­wegs. Das Foldable ist zusam­men­geklappt zwar dicker als die meisten anderen Smart­phones, dafür ist es aber nur halb so groß. Außerdem war das zusam­men­geklappte Flip 3 im direkten Vergleich nicht sehr viel dicker als ein iPhone 11 Pro Max mit Schutz­case. Das zugeklappte Flip 3 ist nicht viel dicker als ein iPhone 11 Pro Max mit Case Das zugeklappte Flip 3 ist nicht viel dicker als ein iPhone 11 Pro Max mit Case
Bild: teltarif.de
Über ein eigenes Case für das Flip 3 könnte man nun disku­tieren. Wir hatten auf dem Vorab-Event eine von Samsung vertrie­bene Schutz­hülle für das Flip 3 gesehen. Das war schon in Ordnung und wird sicher­lich wie viele andere Cases den Dienst verrichten und das Smart­phone besser schützen als ohne. Aller­dings ist gerade die Kompakt­heit des Flip 3, die eben nur "nackt" ihre vollen Vorteile entfaltet, hervor­zuheben. Mit Case besteht die Gefahr, dass das Flip 3 etwas von dieser Eigen­schaft einbüßt, weil es dadurch dicker wird.

Funk­tions­tasten und Soft­ware

Das Galaxy Z Flip 3 verfügt an der rechten Gehäus­eseite über eine Laut­stär­kewippe und einen Power­button, der gleich­zeitig als Finger­abdruck­sensor fungiert. Diese Möglich­keit der Entsper­rung hat uns aufgrund der Schnel­lig­keit im Test besser gefallen als die Entsper­rung per Gesichts­erken­nung mit der Front­kamera, die teil­weise mehrere Versuche und das Verän­dern des Abstands zum Gesicht erfor­derte.

Der Power­button mit Sensor könnte aufgrund des läng­lichen Formats des Flip 3 nied­riger ange­bracht sein, dann wäre er besser zu errei­chen. Die vom Hersteller gewählte Posi­tion hat aber vermut­lich Design-Gründe.

Kamera-App, Standard, 16:9 Kamera-App, Standard, 16:9
Bild: teltarif.de
Auf dem von uns genutzten Galaxy Z Flip ist zum Stand jetzt noch Android 11 mit dem Juli-Sicher­heits­patch instal­liert. Das Foldable sollte aber demnächst ein Update auf den August-Patch erhalten. Die Verfüg­bar­keit des Flip 3 ist auch erst für den 27. August ange­setzt. Nach dem offi­ziellen Release dürfte also auch mit Updates zu rechnen sein.

Kamera

Standard-Modus, 16:9 Standard-Modus, 16:9
Bild: teltarif.de
Weitwinkel-Modus Weitwinkel-Modus
Bild: teltarif.de
Zehnfacher Zoom-Modus Zehnfacher Zoom-Modus
Bild: teltarif.de
Bei der Kamera hat Samsung im Vergleich zu anderen Flagg­schiff-Modellen gespart. Es gibt zwei 12 Mega­pixel-Kameras, von denen die Haupt­kamera eine f/1.8er-Blende und die Weit­win­kel­kamera eine Blende mit f/2.2 hat. Ein Tele­objektiv gibt es nicht.

Aufnahmen, die wir im Stan­dard-Modus und im Weit­winkel-Modus gemacht haben, sind sehr gut. Zoom­stufen werden bis zu 10-fach unter­stützt. Die Qualität der Aufnahme auf höchster Zoom­stufe ist aller­dings nicht mit der einiger anderer Smart­phone-Kameras vergleichbar.

5G, Dual-SIM & eSIM

Wir hatten in den Karten­slot des Flip 3 eine Nano-SIM-Karte von Voda­fone einge­legt. Im LTE-Netz im Berliner Südwesten ermit­telten wir in einem Fall mit der Speed­test-App von Ookla 157 MBit/s im Down­load (Ping: 20 ms) und 8,75 MBit/s im Upload.

Der von uns genutzte Tarif ist 5G-fähig. Eben­falls im Südwesten buchte sich das Flip 3 ins 5G-Netz von Voda­fone ein. In einem Fall ermit­telten wir Über­tra­gungs­geschwin­dig­keiten von 239 MBit/s im Down­load (Ping: 18 ms) und 29,3 MBit/s im Upload. Dual-SIM: Nano-SIM (Vodafone) und eSIM (o2) Dual-SIM: Nano-SIM (Vodafone) und eSIM (o2)
Bild: teltarif.de
Smart­phones, wie das OnePlus 9 Pro, die wie auch das Flip 3 über den Snap­dragon 888 von Qual­comm verfügen, erreichten in einem von uns durch­geführten Netz­test in einem 5G-Hotspot im Netz der Telekom Giga­bit­geschwin­dig­keiten. Es ist davon auszu­gehen, dass auch das Flip 3 mit den entspre­chenden Voraus­set­zungen dazu in der Lage ist. Die gerin­geren Geschwin­dig­keiten trotz 5G-Netz sind auf die von den Netz­betrei­bern verwen­dete DSS-Netz­kon­figu­ration zurück­zuführen.

Im Karten­slot des Flip 3 ist nur Platz für eine Nano-SIM-Karte. Dual-SIM ist nur mit der zusätz­lichen Instal­lation eines eSIM-Profils möglich. Das haben wir am Beispiel einer o2-Multisim auspro­biert. Dazu haben wir uns ein eSIM-Profil bestellt. Über einen QR-Code kann das eSIM-Profil auf dem Galaxy Z Flip 3 gespei­chert werden.

Im Einstel­lungs­menü des Flip 3 findet man das rich­tige Menü über "Verbin­dungen", "SIM-Karten-Verwal­tung" und unter "eSIMs" und "Mobil­tarif hinzu­fügen". Anschlie­ßend kann der QR-Code gescannt werden. Nach kurzer Lade­dauer konnten wir die zweite SIM-Karte alias eSIM verwalten.

Der interne Spei­cher des Flip 3 kann nicht per MicroSD-Karte erwei­tert werden. Zwei Modelle stehen zur Auswahl, eines mit 128 GB Spei­cher (1049 Euro) und eines mit 256 GB (1099 Euro).

Stabi­lität

Das Galaxy Z Flip ist insgesamt ein robust wirkendes Smartphone Das Galaxy Z Flip ist insgesamt ein robust wirkendes Smartphone
Bild: teltarif.de
Das Galaxy Z Flip 3 macht grund­sätz­lich einen robusten Eindruck. Die Verar­bei­tung von Gehäuse, Funk­tions­tasten und Co. ist tadellos. Beim Display spürt man aller­dings, dass es deut­lich dünner ist als das von herkömm­lichen Glas-Panels. Allein aufgrund seiner Konzep­tion erscheint das Foldable anfäl­liger für Verlet­zungen.

Samsung spen­diert dem Flip 3 eine IPX8-Zerti­fizie­rung, die die empfind­liche Tech­nologie vor dem Eindringen vor Wasser schützen soll. Wer also beispiels­weise im leichten Regen mal kurz tele­foniert oder verse­hent­lich ein Glas Wasser verschüttet, sollte in der Regel keine Probleme haben. Ausreizen sollten man das jedoch nicht. Ein Zerti­fikat, das den Schutz vor dem Eindringen von Staub beschei­nigt, gibt es übri­gens nicht. Die Zeit muss zeigen, wie robust das Flip 3 tatsäch­lich ist. Wir würden es jeden­falls nicht unbe­darft in den Ruck­sack werfen. Das Austau­schen des Displays ist nämlich kein Schnäpp­chen, wie wir in einem sepa­raten Artikel berich­teten.

Fazit

In unserem Zwei-Tage-Test machte das Samsung Galaxy Z Flip 3 5G einen sehr guten Eindruck. Gerade die Kompakt­heit aus schlankem Design und geringem Gewicht über­zeugte. Das Display ist Samsung-gewohnt gut, hell und die höheren Bild­wie­der­hol­raten von bis zu 120 Hz sind ein modernes und gern gese­henes Feature.

Das Foldable ist sehr flott, bei der Kamera ist aber Luft nach oben. Vorteile liegen beim Außen­dis­play, das Aktionen wie ein Always-on besitzt, Uhrzeit, Datum, Wetter und Co. anzeigen kann und auch das Annehmen und Ablehnen von Anrufen erlaubt ohne das Flip 3 ausein­ander­falten zu müssen. Musik­strea­ming-Apps wie Spotify lassen sich auch (einge­schränkt) ohne Haupt­dis­play bedienen. Das ist vor allem prak­tisch, wenn man unter­wegs ist und sich so das Ausein­ander­falten spart.

Die Akku­lauf­zeit schätzen wir zunächst als in Ordnung ein. Eine abschlie­ßende Bewer­tung ist aber noch nicht möglich. Dafür müssen wir das Samsung Galaxy Z Flip 3 5G erst über einen längeren Zeit­raum nutzen. Galaxy Z Flip 3: Blick auf das Außendisplay und das Hauptdisplay (r.) Galaxy Z Flip 3: Blick auf das Außendisplay und das Hauptdisplay (r.)
Bild: teltarif.de
Wer ein kompaktes Smart­phone sucht, auf die Vorteile eines Phablets nicht verzichten will, könnte sich das Galaxy Z Flip 3 5G zum Start­preis von 1049 Euro einmal anschauen. Aller­dings sind Smart­phones wie das Galaxy S21 mit besserer Kame­raaus­stat­tung und vergleichs­weise kompaktem 6,2 Zoll schon für rund 780 Euro zu bekommen. Das kleinste Galaxy der S-Serie bietet zudem auch den Schutz vor Staub nach IP68.

Die Möglich­keit, das Flip 3 zuklappen zu können, macht es beson­ders. Das kompakte Design dürfte mit großer Wahr­schein­lich­keit nicht wenigen Nutzern gefallen. Aufge­klappt ist das Display sehr schlank, was je nach Geschmack wieder für das Foldable spricht. Aber es hat natür­lich niemand gesagt, dass man das Flip 3 ständig zuklappen muss. Zuhause, auf dem Sofa sitzend, wenn man ständig zum Smart­phone greift und Nach­richten beant­wortet oder surft, ist ein Szenario, bei dem man das Flip 3 auch aufge­klappt neben sich liegen haben kann.

Das Gerät schreit nicht danach, ständig zuge­klappt werden zu müssen. Ausein­ander­gefaltet hat der Nutzer ein großes Phablet, das auch so benutzt werden kann. Hier wackelt oder kippt nichts, weil das Schar­nier stabil genug ist.

Das Samsung Galaxy Z Fold 3 5G konnten wir uns bereits in einem Hands-on anschauen.

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