Begleiter

Erfahrungsbericht: Ein Wochenende mit dem Galaxy Z Flip 3

Das Galaxy Z Flip 3 will ein Foldable für alle sein. Wir haben uns ein Wochen­ende von dem Falter begleiten lassen. Unsere Eindrücke lesen Sie im Erfah­rungs­bericht.

Vorteile des Außen­dis­plays

Das Außen­dis­play ist größer als das des Vorgän­gers. 1,9 Zoll sind ausrei­chend, um damit deut­lich mehr machen zu können als mit dem kleinen Gucker des Galaxy Z Flip 5G. Die Always-on-Funk­tion haben wir zur Anzeige von Uhrzeit, Datum, und Akku­stand genutzt.

Einge­hende Nach­richten, wie beispiels­weise über den WhatsApp-Messenger, können auch auf dem Außen­dis­play ange­zeigt und gelesen werden. Um darauf zu antworten, muss aber das Haupt­dis­play akti­viert werden, indem das Flip 3 geöffnet wird. Prak­tisch ist auch die Steue­rung von Musik­strea­ming-Apps wie Spotify. Alben oder Play­lists, bei denen man nur zwischen Songs hin- und herwech­seln möchte, lassen sich so gut über das Außen­dis­play steuern. Weitere mögliche Widgets sind aktu­elle Termine, Alarme, Samsung Health, Diktier­gerät und Timer.

Außerdem ist es möglich, über das Außen­dis­play Tele­fonate entge­gen­zunehmen und abzu­lehnen. Ein aktiver Anruf wird dann über die Frei­sprech­funk­tion geführt.

Leider etwas unschön ist die Tatsache, dass das Außen­dis­play recht schnell verschmiert ist. Das ist aber grund­sätz­lich bei den meisten Touch­panels der Fall.

Akku

Außendisplay mit eigenem Hintergrund-Bild Außendisplay mit eigenem Hintergrund-Bild
Bild: teltarif.de
Der Akku des Galaxy Z Flip 3 5G geriet schon vor dem Erscheinen von Test­berichten in die Kritik. Mit 3300 mAh ist der Strom­spei­cher genauso groß wie der des Vorgän­gers, die höheren Bild­wie­der­hol­raten und das größere Außen­dis­play des Galaxy Z Flip 3 5G brau­chen aber schät­zungs­weise mehr Strom.

Wir werden im Rahmen dieses Erfah­rungs­berichts auch auf die Akku­lauf­zeit eingehen, halten uns aber mit einer abschlie­ßenden Bewer­tung aufgrund der kurzen Test­zeit zurück.

Am ersten Tag saugte die Einrich­tung mit Smart Switch und Co. natür­lich am Akku. Hinzu kamen das vermehrte Herum­spielen mit dem Gerät. Nach besagter Einrich­tung, Surfen auf teltarif.de, diversen anderen Seiten, Insta­gram, Twitter, Abspielen von Musik über Spotify und einem über Blue­tooth verbun­denen Speaker vom Typ Bose Mini II SoundLink zeigte die Lauf­zeit des Smart­phones knapp sechs Stunden (nicht aktive Bild­schirm­zeit) an. Die Anzeige ist nach einge­schal­tetem Smart­phone fort­lau­fend und im Einstel­lungs­menü unter "Tele­fon­info" und "Status­infor­mationen" zu finden. Der Akku zeigte einen Stand von 42 Prozent an. Das Außendisplay mit Schnellzugriff auf Musik am Beispiel von Spotify Das Außendisplay mit Schnellzugriff auf Musik am Beispiel von Spotify
Bild: teltarif.de
Anschlie­ßend streamten wir über 60 Minuten einen Film über Netflix (Abo: maximal Full-HD). Die Bild­wie­der­hol­rate ließen wir auf adaptiv stehen, sprich bis zu 120 Hz. Die regu­lären 60 Hz können eben­falls im Menü des Fold­ables manuell ausge­wählt werden. Das Galaxy Z Flip 3 5G war weiterhin über WLAN und mit der Blue­tooth-Box verbunden, die Netflix-interne Hellig­keit regu­lierten wir auf etwa zwei Drittel. Nach einer Stunde stand der Akku noch auf 33 Prozent.

Anschlie­ßend belas­teten wir den Akku noch mit einem Tele­fonat, das 1 Stunde und 25 Minuten dauerte. Dabei war WLAN-Call akti­viert, das Haupt­dis­play ausge­schaltet und Tele­fonie über den Laut­spre­cher akti­viert. Nach dem Tele­fonat redu­zierte sich die Akku­anzeige auf 21 Prozent. Unser Gesprächs­partner nutzte ein OnePlus 9 Pro. Das Tele­fonat verbrauchte bei ausge­schal­tetem Display über die interne Hörmu­schel etwa zehn Prozent Energie.

Aufladen

Zusammengefaltet ist die Dicke des Flip 3 noch im Rahmen Zusammengefaltet ist die Dicke des Flip 3 noch im Rahmen
Bild: teltarif.de
Der Akku des Galaxy Z Flip 3 5G kann mit 15 W kabel­gebunden wieder aufge­laden werden, kabellos mit 10 W. Ein Netz­teil ist im Liefer­umfang nicht enthalten, nur ein USB-C-Kabel. Um 22.28 Uhr zeigte der Akku noch einen Stand von sechs Prozent an. Wir stöp­selten das Galaxy Z Flip 3 5G an ein Netz­teil, das im Liefer­umfang des iPad Pro 12.9 (2020) enthalten war. Nach 15 Minuten Lade­zeit war der Akku bereits auf 28 Prozent geladen. In dieser Zeit kann man die Reste vom TV-Abend besei­tigen und die Zähne putzen. Dann hat man anschlie­ßend im Bett genug Power - um den Film mit dem Foldable zu Ende zu schauen.

Um 22.59 Uhr stand der Akku auf 25 Prozent. Wir luden uns ein paar Songs von Spotify herunter und versetzten das Foldable in den Flug­modus. Die Songs ließen wir die Nacht über durch­laufen. Irgend­wann ging die Musik aus, der Akku hielt aber noch etwa sieben Stunden durch, bis das passierte.

Am nächsten Morgen war das Smart­phone ausge­schaltet, der Akku entspre­chend bei 0 Prozent Ladung. Dieses Mal nutzten wir zur Aufla­dung ein USB-A-zu-USB-C-Kabel und einen Travel-Adapter, der beim Galaxy S10+ vor rund zwei­ein­halb Jahren im Liefer­umfang enthalten war. Nach knapp acht Minuten war der Akku auf zwölf Prozent aufge­laden, nach 15 Minuten auf 25 Prozent. 100 Prozent wurden nach 1 Stunde und 24 Minuten erreicht.

Für das, was wir am ersten Tag mit dem Galaxy Z Flip 3 5G ange­stellt hatten, empfanden wir die Akku­lauf­zeit als okay. Die Möglich­keit, nach kurzer Lade­zeit noch einige Zeit an Nutzung gene­rieren zu können - wie wir am zweiten Tag fest­stellten -, ist hervor­zuheben. Das könnte sich als vorteil­haft erweisen, sollte sich nach weiteren Tests heraus­stellen, dass man mit dem Akku des Fold­ables bei durch­schnitt­licher Nutzung nicht über den Tag kommt.

Sound und Tele­fonie

Splitscreen-Modus: oben Spotify, unten Chrome Splitscreen-Modus: oben Spotify, unten Chrome
Bild: teltarif.de
Wir haben verschie­dene Möglich­keiten genutzt, um Medien auf dem Flip 3 abzu­spielen. Die erste mit der Blue­tooth-Box hatten wir schon erwähnt. Als zweites verwen­deten wir die neuen "Buds Pro" von OnePlus. Diese werden per Blue­tooth verbunden und verfügen über eine aktive Geräusch­unter­drü­ckung. Die Buds Pro machten übri­gens im Test bei Songs und einem Podcast einen guten Eindruck. Sie saßen gut in unseren Ohren und unter­drückten auch Neben­geräu­sche so, dass sie nicht weiter störten.

Die externen Stereo-Laut­spre­cher des Flip 3 hören sich erstaun­lich gut an. Die Bass­leis­tung ist voll und auch auf hoher Laut­stärke produ­zierte das Flip 3 einen guten, raum­fül­lenden Klang. Hier schep­perte bei auf etwa drei Viertel aufge­drehter Laut­stärke nichts und es hörte sich auch nicht blechern an.

Die Tele­fonie­qua­litäten sind sehr gut. In einem Fall führten wir ein Tele­fonat über den HD-Voice-Stan­dard, was für eine klare Über­tra­gung sorgte.

Auf der nächsten Seite beschäf­tigen wir uns unter anderem mit der Kamera und 5G. Außerdem lesen Sie ein Fazit.

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