Hochleistungs-Tablet

Samsung Galaxy TabPro 12.2 im Test: Flotter Tablet-Riese mit scharfem Display

Kann ein Tablet die Aufgaben eines Computers übernehmen? Mit 12,2-Zoll-Display und 8-Core-Prozessor will das Samsung Galaxy TabPro 12.2 es wagen - wir verraten im Test, was das außergewöhnliche Tablet noch beherrscht.

Auf unserem Testgerät waren unter Android 4.4.2 vier Homescreens angelegt. Auf dem ersten befanden sich einige wichtige Icons sowie das Wetter-Widget, auf dem zweiten waren eher nicht so wichtige Icons sowie die Widgets von Twitter und der New York Times vorinstalliert. Der dritte und vierte Homescreen bot die mittlerweile üblichen magazinartigen Ansichten für Nachrichten, Kalender, Mailprogramm und Flipboard.

Samsung TabPRO 12.2

In den letzten Jahren haben sich Samsung-Nutzer vermehrt darüber beschwert, dass neu ausgelieferte Smartphones und Tablets oft mit zwangsweise vorinstallierten Apps vollgemüllt sind, vor allem wenn sich diese nicht deinstalieren lassen. Beim Galaxy TabPro 12.2 mit seinen 32 GB Speicher ist dies nicht so relevant, da für den Nutzer immer noch knapp 25 GB Speicherplatz zur Verfügung stehen.

Magazinartiger Homescreen Magazinartiger Homescreen
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck
Mittlerweile verfolgt Samsung - wie auch schon beim Galaxy Note Pro 12.2 zu sehen - eine andere Strategie: Sinnvolle Apps und zum Teil auch werbliche Anwendungen sind zwar auf dem Tablet vorinstalliert, der Nutzer kann sie allerdings erst nutzen, wenn er den Lizenzbedingungen zugestimmt hat. Alternativ lassen sich einige der Apps auch deinstallieren - allerdings nicht alle. Das hat den Vorteil, dass der Nutzer weiteren Speicherplatz freischaufeln kann, aber den Nachteil, dass er beim Einrichten des Geräts erst einmal einer Masse an Lizenzvereinbarungen zustimmen muss.

Kamera-Modul mit Blitz Kamera-Modul mit Blitz
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck
Außer den üblichen Google- und Samsung Apps befanden sich Nachrichten-Anwendungen für das Handelsblatt, die New York Times und Businessweekauf dem Testgerät. Die bereits vom Galaxy Note Pro 12.2 bekannten Anwendungen S Note und SketchBook zum freihändigen Schreiben und Malen fanden wir auch auf diesem Tablet-Modell, allerdings muss hier in Ermangelung eines Eingabestifts die Fingerspitze als Schreibgerät reichen. Samsung geht bei gewissen Anwendungen wie Remote PC für die Fernsteuerung, dies über einen Samsung-Account zu realisieren - an diesem führt also kein Weg vorbei. Hancom Office ist ein Dateibetrachter für Microsoft-Office-Dokumente. Die Ausrichtung auf die Business-Kundschaft zeigt sich auch bei Cisco WebEx und Samsung e-Meeting - beides Anwendungen für Webkonferenzen. Außerdem waren die Apps von Dropbox, Twitter, Evernote, Cewe Smartphoto, HRS Hotels und Kaufda vorinstalliert.

Leistung, Sound, Netzwerk und Akku

Das 12,2-Zoll-Tablet ist mit seiner Leistung ein echtes Arbeitstier Das 12,2-Zoll-Tablet ist mit seiner Leistung ein echtes Arbeitstier
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck
Der Octacore-Prozessor im Samsung Galaxy TabPro 12.2 erbrachte in unserem Test eine außerordentlich hohe Leistung. Rein technisch betrachtet besteht er aus zwei Quad-Core-Einheiten, wovon eine mit 1,9 GHz und die andere mit 1,3 GHz getaktet ist. Auch die 3 GB Arbeitsspeicher tragen ihren Teil zur hohen Leistungsfähigkeit des Tablets bei.

Im Test mit dem 3D-Mark-Benchmark konnten wir erleben, dass das Tablet stets flüssig arbeitete. Selbst im anspruchsvollen Ice-Storm-Unlimited-Test, bei dem Dual-und Quad-Core-Tablets regelmäßig zu ruckeln beginnen, konnte das Tablet mit einer sauberen Leistung glänzen.Die Bildrate lag durchschnittlich zwischen 50 und 60 Bildern pro Sekunde, nur bei Feuer- und Raucheffekten, brach der Wert auf 30 bis 40 Bilder pro Sekunde ein, was das menschliche Auge aber immer noch als flüssig wahrnimmt. Alle von uns abgespielten Full-HD-Videos liefen sauber, ruckelfrei und mit brillanten Bildübergängen. Das Galaxy TabPro 12.2 ist also nicht nur ein Business-Arbeitspferd, sondern auch ein leistungsfähiger Multimedia-Begleiter.

Die seitlichen Lautsprecher haben einen überdurchschnittlich guten Klang Die seitlichen Lautsprecher haben einen überdurchschnittlich guten Klang
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck
Ebenfalls überdurchschnittlich gut ist die Qualität der beiden Lautsprecher, die auf der rechten und linken Schmalseite des Tablets sitzen. Musik und Sounds gaben sie für Tablet-Lautsprecher vergleichsweise natürlich wieder, wobei natürlich - wie bei jedem Tablet - die Bässe fehlten. Beim Surfen im Internet konnten wir beim Galaxy TabPro 12.2 keine Probleme feststellen, mit allen von uns bereitgestellten WLAN-Netzwerken nahm es in Sekundenschnelle Kontakt auf. Das Modul funkt dabei im 2,4-GHz- und 5-GHz-Band.

Infrarot-Schnittstelle an der oberen Schmalseite Infrarot-Schnittstelle an der oberen Schmalseite
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck
Eine echte Kraftmaschine ist auch der nicht wechselbare 9 500-mAh-Akku, der in unserem Test bei normaler Nutzung (Surfen, Messaging, E-Mail) locker anderthalb bis zwei Tage durchhielt. Lediglich beim Anschauen von Videos ist natürlich früher Schluss. Samsung selbst gibt 12 Stunden WLAN-Surfen an, was wir - mit kurzen Pausen - für durchaus realistisch erachten. Die versprochene Videowiedergabezeit von bis zu 11 Stunden Dauer dürfte allerdings etwas hoch gegriffen sein.

Fazit: Leistungsfähiger Tablet-Riese für Heim und Büro

Die Einzelnoten im Tablet-Test:
  • Technische Ausstattung: 1,3
  • Material / Verarbeitung: 1,5
  • Bedienung / Handling: 1,5
  • Betriebssystem / Apps: 1,4
  • Einschätzung des Redakteurs: 1,5
  • Gesamtnote: 1,4
Das Samsung Galaxy TabPro 12.2 kann im Test als leistungsfähiges Arbeitsgerät glänzen. Die Leistung reicht für deutlich mehr als Full-HD-Videowiedergabe: Auch anspruchsvollere Spiele, Bild- und Videobearbeitung oder kleinere Rendering-Aufgaben beherrscht das Tablet. Wer das auf einem Tablet bisher für abwegig hielt, bekommt hier immerhin ein 12,2-Zoll-Display, auch diverse Business-Software ist auf dem Gerät vorinstalliert. Ein echter mobiler Begleiter ist das Galaxy TabPro 12.2 aufgrund des hohen Gewichts und des stark spiegelnden Displays allerdings nicht, zuhause und im Büro macht es aber eine gute Figur.

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