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Samsung Galaxy Tab im Tablet-Test (mit Video)

Samsung-Tablet unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom Apple iPad
Von Björn Brodersen

Der Musikplayer des Samsung Galaxy Tab bietet einen manuelle Equalizer und voreingestellte Klangprofile. Besseren Musikklang über die externen Lautsprecher erhält man, wenn das Tablet auf einer weichen Unterlage liegt. Als Ersatzplayer eignet sich das Galaxy Tab jedoch nur unterwegs, beispielsweise im Urlaub in der Ferienwohnung. Zu Hause bereitet die Stereoanlage befriedigenderen Sound. Per Bluetooth 3.0 mit Unterstützung des A2DP-Profils wird Musik in Stereo-Qualität auf ein gekoppeltes Headset übertragen. Auch die an der Rückseite des Gehäuses platzierte 3,2-Megapixel-Kamera eignet sich höchstens für Schnappschüsse, wenn gerade keine herkömmliche Digitalkamera greifbar ist.

Zum Austausch von Fotos, Videos oder Songs zwischen Tablet und PC dient die PC-Software Kies. Es geht aber auch ohne, da das Galaxy Tab auch als Massenspeicher eingesetzt werden kann. Die auf Speicherkarte abgelegten Bilder und Musiktitel werden automatisch von den entsprechenden Abspiel-Anwendungen des Tablets erkannt. Über die Funkschnittstellen lassen sich auch Daten aus den Google-Diensten Google Mail, Kalender, Kontakte und Picasa synchronisieren. Vorsicht: Auch für andere Nutzer gesperrte Fotoalben aus Picasa werden bei einer Synchronisation auf das Tablet übertragen, Fotos daraus können nicht einzeln gelöscht werden.

Die auf dem Tablet installierte AllShare-Software spürt im Heimnetzwerk DLNA-kompatible Massenspeicher und Wiedergabegeräte auf, so dass selbst aufgenommene oder auf dem Gerät gespeicherte Fotos und Videos auf einem Fernsehgerät anderen präsentiert werden können.

Performance und Akku-Leistung des Samsung Galaxy Tab

Das Samsung Galaxy Tab unterstützt Multitasking, so dass mehrere Funktionen im Hintergrund geöffnet bleiben bzw. weiterlaufen können. So kann der Nutzer beispielsweise mit dem Tablet Musik hören, während er über den Browser im Internet surft. Durch längeres Drücken der Home-Taste öffnet sich der Task Manager, der einen Überblick über aktive Programme anbietet und in dem diese einzeln oder alle auf einmal schnell beendet werden können. Sobald viele Anwendungen geöffnet sind, warnt der Task Manager auf dem Startbildschirm mit roter Signalfarbe vor einer möglichen Überlastung des Prozessors. In der Regel starten die Programme auf dem Samsung-Tablet schnell und die Bedienung kann flüssig erfolgen.

Im Samsung Galaxy Tab ist ein Cortex-A8-Prozessor mit einer Taktrate von 1 GHz verbaut, der Arbeitsspeicher ist 512 MB groß. Im Test gab sich die CPU des Galaxy Tab keine Blöße, auch nicht beim Abspielen von Videos in HD-Qualität (720p). 1,9 GB Speicherplatz stehen für Programme zur Verfügung, 81 MB für persönliche Informationen sowie 12,7 GB auf der internen SD-Karte für weitere Daten.

Als Stromquelle hat Samsung einen 4 000 mAh starken Akku fest eingebaut, der bis zu acht Stunden lang Videos oder über 40 Stunden lang Musik am Stück abspielen soll. Im Test schaffte die Batterie knapp fünf Stunden Video-Playback ohne Unterbrechung - das reicht zumindest für längere Reisen, danach sind die Augen vom Starren auf den Bildschirm ohnehin erschöpft und brauchen eine Ruhepause.

Samsung Galaxy Tab ist weder Handy- noch Notebook-Ersatz

Die Einzelnoten im Handy-Test:
  • Technische Ausstattung: 2
  • Bedienung, Handling, Software: 2
  • Hardware, Verarbeitung, Material: 3
  • Basis-Feature des Handys: 3
  • Einschätzung des Redakteurs: 2
  • Gesamtnote: 2,4
Ein vollwertiger Laptop-Ersatz ist das Samsung Galaxy Tab nicht, auch kann es nicht ein handlicheres Handy ersetzen. Die Größe des Displays zeigt schon deutlich: Das Galaxy Tab füllt die Lücke zwischen Handy und Laptop. Vielmehr eignet sich das Samsung-Tablet sowie andere Geräte dieser Kategorie als Abspielgerät für Musik, Fotos, Videos und E-Books sowie zum mobilen Surfen im Internet, entweder zu Hause auf dem Sofa oder unterwegs in der Bahn, im Flugzeug, im Cafe oder bei Freunden. Das Samsung Galaxy Tab ist kleiner und leichter als das iPad, bietet aber mehr Funktionen als das Apple-Tablet. Auf einige davon hätte der Hersteller aber auch getrost verzichten können. Größter Knackpunkt bei der Kaufentscheidung dürfte neben der persönlichen Präferenz bei der Dispay-Größe der Kaufpreis sein: Mit Preisen ab etwa 630 Euro ohne Vertrag ist das Samsung Galaxy Tab etwas teurer als das Apple iPad WiFi + 3G mit 16 GB Speicherkapazität.

Video: Test und Eindrücke vom Samsung Galaxy Tab

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