Tablet

Samsung Galaxy Tab 10.1v im Tablet-Test

Neues Tablet mit Android Honeycomb wird in Vodafone-Shops verkauft
Von Björn Brodersen
AAA
Teilen

Ein Buchstabe in der Produktbezeichnung kann viel ausmachen. Beim neuen Tablet Galaxy Tab 10.1v (GT-P7100) von Samsung steht der letzte Buchstabe im Namenszug einerseits für den Vermarktungspartner Vodafone, gleichzeitig aber auch für technische Features wie eine 8,1-Megapixel-Kamera und eine Gehäusedicke von 10,9 Millimetern. Das für Ende Juni angekündigte Samsung Galaxy Tab 10.1 ist dagegen 8,6 Millimeter flach, verfügt über eine 3-Megapixel-Kamera und bietet vielleicht schon im Auslieferungszustand die Samsung-eigene Benutzeroberfläche TouchWiz mit dem App-Store Samsung Apps kommen (wir berichteten). Wir haben das bereits verfügbare Vodafone-Modell im Tablet-Test auf die Probe gestellt.

Pures Android Honeycomb und zunächst wenig Zusatzanwendungen

Samsung Galaxy Tab 10.1v im Tablet-TestHauptmenü Bei einem Gewicht von 589 Gramm - das ist leichter als das Apple iPad und iPad 2 sowie als das Motorola Xoom - und Maßen von 24,6 mal 17 mal 1,1 Zentimetern lässt sich das Samsung Galaxy Tab 10.1v auch bequem nur mit einer Hand halten, die Finger finden Halt an den zwei Griffflächen des rauen Kunststoffrückens des Tablets. Bedient wird das Tablet über einen kapazitiven TFT-Touchscreen mit 16,7 Millionen Farben und 1 280 mal 800 Pixel Auflösung bei 25,7 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Der berührungsempfindliche Bildschirm ist ausreichend hell und scharf, eingebaute Sensoren sorgen dafür, dass sich die Display-Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht anpasst und die Bildschirm-Anzeige je nach Haltung des Geräts schnell in das richtige Format kippt - auch bei einer 180-Grad-Drehung des Tablets.

Angetrieben wird das Tablet von einem 1-GHz-Dual-Core-Prozessor (Nvidia Tegra 2), als Betriebssystem kommt die Android-Version 3.0.1 (Honeycomb) zum Einsatz. Da Samsung beim Galaxy Tab 10.1v auf seine selbstentwickelte TouchWiz-Benutzeroberfläche sowie die Social- und Redaer-Hubs verzichtet hat und auf dem ausgelieferten Gerät kaum Zusatzanwendungen installiert sind, wirkt das Hauptmenü mit seinen wenigen Anwendungs-Icons fast ein wenig verloren auf dem großen Bildschirm. Neben den auf Android-Geräten erwarteten Anwendungen Google Suche, Google Talk, Google Mail, Google Maps, Google Latitude, YouTube, einem Webkit-Browser und dem Zugang zum App-Store Android Market ist zumindest das Office-Programm QuickOffice installiert. Widgets, App-Verknüpfungen und Ordner kann der Nutzer für den Schnellzugriff auf den fünf Homescreens des Samsung Galaxy Tab 10.1v platzieren. Auf Wunsch werden WLAN-Profile und andere persönliche Einstellungen auf dem Tablet gespeichert und bei einer Neuanmeldung auf einem Honeycomb-Gerät automatisch wiederhergestellt.

Die Performance des Samsung Galaxy Tab 10.1v fällt nicht spürbar ab gegenüber der des Apple iPad 2 oder der des Motorola Xoom. Beispielsweise gelingt Scrollen durch die lange Kontaktliste flüssig, Anwendungen starten prompt, Kartenausschnitte in Google Maps vergrößern sich sofort beim Auseinanderführen der Finger, und selbst aufgenommene Videos laufen ruckelfrei. Der Touchscreen des Tablets reagiert zuverlässig schnell und liefert dem Benutzer haptisches Feedback auf seine Eingaben.

Ordentliche Bildqualität der 8,1-Megapixel-Kamera

Samsung Galaxy Tab 10.1v im Tablet-TestGriffflächen für die Finger Wie andere Tablets auch eignet sich das Samsung Galaxy Tab 10.1v zum Surfen im Internet sowie für Video-Sessions zu Hause auf dem Sofa oder unterwegs, beispielsweise in der Ferienwohnung oder auf längeren Bahnfahrten. Das Galaxy Tab 10.1v dient auch noch als passabler Ersatz, wenn gerade keine herkömmliche Digitalkamera zur Hand ist, denn die Bildqualität der 8,1-Megapixel-Kamera ist vergleichsweise ordentlich und das Fotomenü bietet zahlreiche Bildeinstellungsmöglichkeiten. Fürs stetige Fotografieren oder gar fürs Aufnehmen von Videoclips in HD-Qualität (1080p) ist das Tablet aber doch zu unhandlich, zudem fehlt ein externer Auslöseknopf für die Tablet-Knipse. Die Frontkamera für Videotelefonate löst 2 Megapixel auf.

Der Web-Browser stellt in der Regel herkömmliche Webseiten dar, in manchen Fällen - im Test beispielsweise bei Aufrufen der Seite www.ebay.de - wird er jedoch als Browser eines mobilen Endgeräts identifiziert und der Nutzer bekommt wie bei einem Handy oder Smartphone die angepasste Mobilportal-Seite zu sehen. Abstellen lässt sich dieses Feature im Browser des Samsung Galaxy Tab 10.1v, indem man in der URL-Leiste "about:debug" und im sich darauf öffnenden Menü "Desktop" beim Punkt "UA String" eingibt. Fort an wird der Browser als Desktop-Browser angesehen und stellt die Webseiten wie auf dem PC dar. Diese Umgehung funktioniert auf vielen Android-Geräten, allerdings nicht auf dem Smartphone Samsung Galaxy S II. Außerdem richtet der Browser Webseiten beim Vergrößern per Doppel-Tippen nicht immer genau am Seitenrand aus.

Für mobile Datenübertragungen unterstützt das Samsung Galaxy Tab 10.1v HSPA+ mit einer Rate von bis zu 21 MBit/s im Downstream. Dank WLAN-n-Unterstützung können die Nutzer des Tablets auch an Hotspots eine möglicherweise kostenfreie Internetverbindung herstellen. Der Nutzer kann im Menüpunkt "Mobile Netzwerke" Datenübertragungen über das Mobilfunknetz separat abschalten und so Kosten sparen bzw. das Kontingent an ungedrosseltem Datenvolumen in seinem Zugangstarif schonen - das ist erfreulicherweise inzwischen Standard bei Android-Geräten.

Auf der zweiten Seite unseres Testberichts zum Samsung Galaxy Tab 10.1v lesen Sie mehr über die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten des Geräts - ein wichtiger Aspekt eines Multimedia-Tablets.

1 2 letzte Seite
Teilen