Galaxy S8 Plus

Galaxy S8 Plus: 128 GB doch für Europa?

Kurz nach der Vorstellung des Samsung Galaxy S8 Plus wurde bekannt, dass in Asien ein besseres Modell mit deutlich mehr Speicher verkauft werden soll. Dieses Jahr scheint diese Premium-Version auch nach Europa zu kommen.
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Samsung Galaxy S8Samsung Galaxy S8 Laut einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap News wird das Samsung Galaxy S8 Plus in der Premiumvariante mit 6 GB RAM und 128 GB internem Speicher eines der teuersten Samsung-Smartphones überhaupt werden. 1,15 Millionen südkoreanische Won, umgerechnet um die 955 Euro, soll es ohne Vertrag kosten. Verkauft wird es im Gegensatz zu den normalen Modellen ausschließlich in Schwarz.

Was jedoch an der Meldung aufhorchen lässt ist der kleine Satz, dass Samsung diesmal auch einen Verkauf außerhalb Südkoreas in Erwägung zieht. Entscheidend für einen Verkauf in anderen Märkten ist laut den Angaben von Samsung die Nachfrage nach einem solchen Modell. Das bedeutet, dass eventuell auch in Deutschland das Spitzenmodell des Samsung Galaxy S8 Plus mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher regulär zu erwerben ist.

In Südkorea jedenfalls ist die Nachfrage nach dem Premiummodell bedeutend größer als von Samsung erwartet. Laut einem Bericht von Hankyung ist das Modell nach vier Tagen bereits restlos ausverkauft. Ursprünglich rechnete der Konzern mit gerade mal 150 000 Einheiten für Vorbesteller.

Markt zweiter Klasse

Erst kürzlich berichteten wir über exakt dieses Modell, welches lediglich für den asiatischen Markt angekündigt wurde. In dem Artikel ging es unter anderem darum, dass sich europäische Kunden in gewisser Weise als Kunden zweiter Klasse fühlen könnten, wenn das Top-Modell nur asiatischen Märkten vorbehalten bleibt. Dasselbe gilt auch für das Dual-SIM-fähige Modell des Samsung Galaxy S8 (Plus). Letzteres lässt sich zumindest mit ein wenig Aufwand auch mit deutschen Netzbetreibern in deutscher Sprache nutzen.

Erklärungen für die Strategie der besser ausgestatteten Smartphone-Modelle in China oder Südkorea werden meistens darauf zurückgeführt, dass asiatische Kunden mehr Wert auf Spitzentechnik legen als anderswo in der Welt. Eine Strategie die auch LG mit seinem LG G6 und den drei verschiedenen Ausstattungsvarianten für verschiedene Märkte verfolgt. So unterstützt das US-amerikanische G6 das drahtlose Aufladen, während das asiatische Modell einen Quad-DAC (Digital-Analog-Converter) für besonders gute Audioqualitäten besitzt.

Technisch vom Feinsten

Abgesehen vom verbauten Speicher unterscheidet sich das europäische Galaxy S8 kaum von seinem asiatischen Zwilling. So haben alle Modelle dasselbe 5,8 Zoll große Display mit 1 440 mal 2 960 Pixel (im Plus-Modell sind es 6,2 Zoll), eine 12 Megapixel auflösende Kamera, einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, NFC, einen Iris-Scanner auf der Vorderseite und ein nach den IP68-Spezifikationen wasserdichtes Gehäuse aus Metall und Glas. Lediglich der Prozessor ist mit dem Snapdragon 835 ein anderer. In Europa wird das Samsung Galaxy S8 (Plus) mit einem Exynos 8895 verkauft, dessen Leistung auf gleichem Niveau zu seinem Qualcomm-Pendant liegen soll.

Mit 799 Euro und 899 Euro ist das neue Flaggschiff-Duo allerdings auch recht teuer, verglichen mit den Vorgänger-Modellen. Dennoch konnte Samsung bereits die ersten Rekorde in der Vorbestellphase erzielen. Selbst die Nachricht, dass der Sprachassistent Bixby zum Start in den USA und in Europa noch nicht komplett ist, schreckt Interessierte kaum ab.

Dass man aber auch etwas für sein Geld bekommt, können Sie in unserem Unboxing des Plus-Modells sehen.

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