Neuvorstellung

Galaxy S5 im Hands-on: Samsung hat auf Kundenwünsche gehört

Samsung hat auf dem MWC sein neues Smartphone vorgestellt. Dabei geht der Hersteller mit seinem Samsung Galaxy S5 besonders auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden ein. Wie unser erster Eindruck von dem Gerät ist, sagen wir Ihnen in unserem Hands-on.
Vom MWC in Barcelona berichtet
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Das Samsung Galaxy S5 ist da und es wird Zeit für eine erste Be­ur­teilung des Geräts. Nach dem Riesen-Event, auf dem Samsung das neue Spitzen-Smartphone erstmals zusammen mit den beiden neuen Galaxy-Gear-Smartwatches präsentiert hat, hatten wir ausführlich Gelegenheit, das Gerät einem ersten Test zu unterziehen. Dabei stellten wir fest, dass der neueste Vertreter der Galaxy-Reihe viele Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern zu bieten hat. Die ganz große Revolution bei der Benutzeroberfläche TouchWiz, die von einigen Analysten vorab prognostiziert wurde, ist allerdings ausgeblieben.

Galaxy-Smartphones hatten lange Zeit das Image, die neueste Technik und eine hohe Leistung in einem billigen Plastik-Gehäuse zu transportieren - der Begriff "Plastikbomber" ist dafür sprichwörtlich geworden. Eines der ersten Samsung-Geräte, das dieses Image durchbrochen hat, war das Galaxy Note 3 mit seiner lederartigen Oberfläche, und auch das neue Galaxy S5 hat das Plastik-Image endgültig abgelegt.

Edles Design, gute Verarbeitung und griffige Oberfläche

Das Galaxy S5 ist dünn und dennoch robustDas Galaxy S5 ist dünn und dennoch robust Das Smartphone steckt in einem metallisch-silbern glänzenden Rahmen, der sehr dünn ist, dadurch wirkt das ganze Smartphone sehr filigran und elegant. Der Rahmen hat eine Rille, damit das Smartphone nicht so leicht aus der Hand rutscht. Dabei hilft auch die völlig neu gestaltete, matte Rückseite, die durch vertiefte Punkte sehr griffig ist und in verschiedenen Farben ausgeliefert wird. Zusammen mit der Spritzwasser- und Staubschutz-Zertifizierung nach IP67 können wir dem Galaxy S5 bescheinigen, dass es robuster ist als seine Vorgänger.

An der Leistung des Samsung Galaxy S5 gab es in unserem ersten Kurztest nichts auszusetzen. Das Smartphone reagierte prompt auf jede unserer Eingaben und erledigte alle Anforderungen flüssig. Näheres zur Leistung muss ein ausführlicher Test bringen - entscheidende Neuerungen gibt es aber im System.

Ganz besonders gespannt sind wir auf den so genannten Download Booster. Dieser erlaubt es, das WLAN-ac-Modul und das LTE-Modem miteinander zu kombinieren. Der Download großer Dateien soll - beispielsweise bei einem schwachen Hotel-WLAN - deutlich schneller möglich sein, wenn das mobile Datennetz mitmacht. Unnötig zu erwähnen ist, dass hierbei natürlich zusätzlich Volumen der mobilen Datenflat verbraucht wird, auch wenn der Nutzer ins WLAN eingebucht ist.

Android 4.4.2 mit neu gestaltetem Einstellungsmenü

Das Einstellungs-Menü hat einen  neuen Look bekommenDas Einstellungs-Menü hat einen neuen Look bekommen Auf dem von uns getesteten Modell lief die Android-Version 4.4.2, der Homescreen hat sich nicht verändert. Wischt man aber vom Homescreen aus nach links, erscheint die Übersicht "My Magazine". Dort findet der Nutzer in einer magazinartigen Ansicht Kacheln mit Nachrichten und Updates aus sozialen Netzwerken. Über einen Einstellungs-Button kann der Nutzer konfigurieren, aus welchen Themenbereichen und aus welchen Netzwerken er informiert werden will. Der ganze Bildschirm erinnert etwas an die Android-App Flipboard.

Eine grundlegende Erneuerung erfahren hat das Einstellungsmenü unter Android. Dieses war bisher in Listenform angelegt und hat jetzt bunte Icons bekommen. Gegliedert ist es nach wie vor in verschiedene Bereiche wie Schnellzugriff auf dei wichtigsten Funktionen, Netzwerkeinstellungen, Sound und Display, Bewegung und Sensoren, Systemkonfiguration und Apps. Der Zugriff klappt damit schneller als das Durchhangeln durch Textmenüs.

Nichts geändert hat sich am regulären App-Menü. Interessant, aber wohl eher eine Spielerei, ist der Kids Mode. Auf einer einfach gestalteten Oberfläche könne Kinder hier Icons ohne Textbeschriftung antippen. Beim Verlassen fragt das System eine fünfstellige, von den Eltern festgelegte PIN ab, erst dann kann das Telefon wieder im regulären Modus genutzt werden.

Die Kamera-App bietet verschieden Modi zum Fotografieren und FilmenDie Kamera-App bietet verschieden Modi zum Fotografieren und Filmen Ein kurzer Blick auf die Kamera und ihre Optionen ergab, dass diese nicht ganz so ausgefeilte Funktionen bietet wie die aktuellen Vertreter der Lumia-Reihe. Auf einer breiten Leiste am unteren Bildschirmrand konnten wir Modi für Landschaft, Panorama, Portraitfotografie und den Dual-Kamera-Modus auswählen.

Neu im App-Menü tauchen zwei Anwendungen auf, die sich um die Synchronisation mit der Galaxy Gear 2 oder der Galaxy Fit kümmern. Hier werden beispielsweise die von den Sensoren der Smartwatches erfassten Pulswerte des Nutzers archiviert und in Übersichten zusammengefasst.

Fazit: Keine Revolution, aber Samsung nimmt seine Nutzer ernst

In einem späteren Test wird sich zeigen, wie die Leistungen des Galaxy S5 wirklich sindIn einem späteren Test wird sich zeigen, wie die Leistungen des Galaxy S5 wirklich sind Eine ganz große Revolution ist das Samsung Galaxy S5 zwar nicht, aber es nur als "Modellpflege" abzutun, wäre auch ungerecht. Denn die Verbesserungen, die Samsung vorgenommen hat, liegen nicht in irgendwelchen Features, mit denen sich leicht auf einem Datenblatt protzen lässt - wie Prozessorleistung oder Megapixelanzahl der Kamera.

Es ist Samsung vielmehr hoch anzurechnen, dass sich das Unternehmen beim Galaxy S5 darauf konzentriert hat, auf seine Nutzer zu hören und deren Wünsche nach mehr Robustheit und einfacherer Bedienung umzusetzen. Ob der Kinder-Modus notwendig ist, bleibt fraglich, aber die Fitness-Features werden - in Kombination mit den verbesserten Gear-Smartwatches - sicherlich Freunde finden.

Video: Samsung Galaxy S5 im Hands-On

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