Fertigungs-Schwierigkeiten

Probleme mit Fingerabdruck-Sensor: Samsung Galaxy S5 könnte später kommen

Samsung hat offenbar Probleme, die nötige Stückzahl der Finger­abdruck-Sensoren für das Galaxy S5 recht­zeitig fertig zu bekommen. Der welt­weite Verkaufs­start des Smartphones am 11. April könnte sich daher verschieben. Samsung verhandelt aber bereits mit Zulieferern.
Von Rita Deutschbein
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Das Galaxy S5 von Samsung ist seit seiner Vorstellung am 24. Februar auf dem MWC in Barcelona eines der meist gefeierten Smartphones. Doch ist das neue Flagg­schiff der Südkoreaner, das das Galaxy S4 ablösen soll, noch nicht einmal auf dem Markt. Der für den 11. April geplante weltweite Verkaufs­start könnte sich nun aber verzögern. Denn Samsung hat offenbar Probleme bei der Fertigung des Finger­abdruck-Sensors, der zu einem der Highlights des neuen Smartphones gehört.

Probleme mit Fingerabdruck-Sensor: Samsung Galaxy S5 könnte später kommenSamsung Galaxy S5 könnte sich verzögern Wie der Blog Sammobile unter Berufung auf die koreanische Webseite daum.net berichtet, hat Samsung offenbar Schwierig­keiten, die Finger­abdruck-Sensoren in der Menge herzustellen, die für die Masse an Smartphones benötigt wird. Damit ist genau das Szenario eingetreten, das Samsung ursprünglich vermeiden wollte. Denn der Hersteller hatte sich explizit dazu entschieden, die Produktion der Fingerabdruck-Sensoren in die eigenen Hände zu nehmen und diese nicht an eine Dritt-Firma auszu­lagern. Als Begründung für diese Entscheidung gab Samsung an, dass die Dritt-Hersteller vermutlich nicht in der Lage sein werden, die Sensoren in der riesigen Stückzahl herzu­stellen, die für ein Gerät wie das Galaxy S5 notwendig ist.

Samsung will Verkaufstermin durch Kooperation einhalten

Trotz des Problems hält Samsung vorerst an dem genannten Termin für den Verkaufs­start im April für mehr als 150 Länder fest. Stimmen die Berichte, befindet sich der Hersteller bereits in Verhandlungen mit einem Unternehmen namens Crucialtec. Dieses hat sich auf die Fertigung von Trackpads und auch Finger­abdruck-Sensoren spezialisiert und ist wie Samsung in Südkorea ansässig. Viel Zeit für eine Einigung mit Crucialtec bleibt Samsung allerdings nicht, denn in gut einem Monat sollen die ersten Chargen des Galaxy S5 sowohl in den Elektronik-Läden als auch den Netz­betreibern verfügbar sein. Insgesamt rechnet Samsung mit einem Absatz in Millionen-Höhe.

Der Fingerabdruck-Sensor ist über dem Home-Button des Galaxy S5 im unteren Touchscreen-Bereich untergebracht und soll unter anderem das Entsperren des Smartphones durch den Scann des Fingerabdrucks ermöglichen sowie Nutzern die Möglichkeit geben, Bezahlungen beispiels­weise über PayPal zu verifizieren. Der eigentliche Sensor befindet sich in einem schmalen, vertikalen Streifen unter dem Glas. Bis zu drei Fingerabdrücke können registriert werden und öffnen jeweils individuell festgelegte Profile. So ist beispiels­weise die Einrichtung einer speziellen Oberfläche für Kinder möglich. Einen ersten Eindruck vom Samsung Galaxy S5 haben wir in unserem Hands-On beschrieben.

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