Smartphone-Reparatur

Samsung Galaxy Note 9 zeigt sich ungnädig bei der Reparatur

Samsung-Smartphones sind meist nicht einfach zu reparieren, das hat sich auch beim Galaxy Note 9 nicht geändert. Der exzessive Einsatz von Klebstoff wird zur Hürde für Hobby-Bastler.
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Das Galaxy Note 9 musste sich im Handy-Operationssaal von iFixit unter das Messer legen. Dabei kam eine Wertung der Reparierbarkeit von 4 von 10 Punkten heraus. Somit ist das Samsung-Phablet ähnlich schwer instand zu setzen, wie seine beiden direkten Vorgänger. Abermals wird Hobby-Bastlern der übermäßige Einsatz von Klebstoff im Inneren des Smartphones und bei der Fixierung der beiden Glasabdeckungen zum Verhängnis. Ein kleines Lob gibt es dennoch: das Galaxy Note 9 sei modularer als die älteren Modelle aufgebaut, so lässt sich beispielsweise der USB-Typ-C-Port leicht tauschen.

Galaxy Note 9 zeigt sich widerspenstig bei der Reparatur

Akku im Klebstoff-Sumpf: Galaxy Note 9
Akku im Klebstoff-Sumpf: Galaxy Note 9
Ein anderes Smartphone, die gleiche Wertung. Mit 4 von 10 Punkten gewinnt das Galaxy Note 9 keinen Blumentopf, wenn man Schäden selbst beheben möchte. Seit Ende letzter Woche ist das Phablet in Deutschland verfügbar, im Preisvergleich geht es ab 965 Euro los. Ein solch teures Highend-Telefon möchten manche Nutzer sicherlich länger als zwei Jahre benutzen, nach Ablauf der Garantiezeit muss sich der Käufer jedoch selbst um das Beheben etwaiger Schäden kümmern. Das kann eine Handywerkstatt oder der Anwender persönlich übernehmen, wobei selbst die Profi-Bastler von iFixit gefordert werden.
Alle Einzelteile des Samsung Galaxy Note 9
Alle Einzelteile des Samsung Galaxy Note 9
Im Teardown des Galaxy Note 9 beschweren sie sich, dass sie gerne direkt mit dem Zerlegen des Telefons starten wollten, aber auf einen sehr hartnäckigen Klebstoff trafen. Klebrig wird es auch bei der Entnahme des Akkus. „Der Akku sitzt immer noch in einem trübsinnigen klebrigen Sumpf, aber das Note 8 ist nicht explodiert, also ist das Design gerechtfertigt, nicht wahr, Samsung?“, kommentieren die Schrauber diesen Umstand humorvoll.

Interessante Entdeckungen im Inneren des Samsung-Phablets

So sieht der S-Pen ohne seine Hülle aus
So sieht der S-Pen ohne seine Hülle aus
Apropos aufladbare Batterie: jene des Galaxy Note 9 weist 15,4 Wh auf, die Kapazität liegt bekanntermaßen bei 4000 mAh. Mit 54,7 g macht der Akku über ein Viertel des Smartphone-Gewichts von 201 g aus. Die Heatpipe, welche für eine bessere Wärmeableitung des Mobilgeräts unter Last sorgt, wurde im Vergleich zum 2017er Samsung-Phablet deutlich vergrößert. „Wegen Fortnite“, witzelt iFixit. Manche Komponenten lassen sich nun besser austauschen, da sie modularer konstruiert sind. Dazu zählen der USB-Typ-C-Port, die Kopfhörerbuchse und die Schnittstelle des S-Pen. Besagten Stylus nahm die Webseite ebenfalls auseinander. Dort wurde unter anderem ein K8373 Superkondensator von Seiko entdeckt.
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