Unter dem Display

Galaxy Note 9: Schafft Samsung den Fingerabducksensor im Display?

Was bei den Modellen Galaxy S8 (Plus) und Galaxy Note 8 noch kritisiert wurde, soll mit dem Galaxy Note 9 Geschichte sein: Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, seitlich neben der Kamera. Er soll unter das Display wandern, heißt es.
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Samsung Galaxy Note 9Fingerabdrucksensor: Samsung will beim Galaxy Note 9 ins Display Mit dem Galaxy S8 (Plus) hatte Samsung nicht nur eine neue Design­sprache mit dem Infinity-Display eingeführt, sondern auch den Fingerabdruck­sensor auf der Rückseite direkt neben der Kamera verbaut. Das sorgte für heftige Kritik, die mit dem Galaxy Note 8 nur bedingt umgesetzt wurde. Nun mehren sich die Gerüchte, dass sich die Lage erst mit dem Samsung Galaxy Note 9 ändert.

Samsung Note 9

Denn nachdem schon der vor allem für seine Apple-Vorhersagen bekannte KGI-Securites-Analyst Ming-Chi Kuo prophezeite, dass Samsung im Galaxy Note 9 den Fingerabdruck­sensor im Display verbaut, stimmt nun auch der Business Insider in die Gerüchte ein. In einem Beitrag wird erklärt, dass das Magazin Einblicke in die Dokumente von KGI Securities hatte, wo auch verzeichnet ist, Samsung mit entsprechenden Komponenten zu beliefern. Dem Bericht zufolge sollen sich drei Zulieferer um den Zuschlag bemühen.

Da die Vorstellung des Galaxy Note 9 erst in etwa einem Jahr stattfindet, sind jetzige Gerüchte rund um die technische Ausstattung jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Biometrie mit Ultraschall

Synaptics werden als einem der Öffentlichkeit am bekanntesten der drei Unternehmen wenig Chancen eingeräumt, was auf den technischen Anforderungen von Samsung basiert. Das OLED-Display für das Galaxy Note 9 soll immerhin auch als Licht­quelle für den Fingerabdruck­sensor dienen, was Synaptics Angebot anscheinend nicht berücksichtigt.

Am ehesten Hoffnungen auf den Auftrag können sich die südkoreanische Firma BeyondEyes und Samsungs Tochter­unternehmen Samsung LSI machen. Letztere haben dem Bericht zufolge sogar schon erste Samples an Samsung Electronics geschickt, heißt es in dem Beitrag. Es ist aber auch von einem möglichen vierten Zulieferer die Rede: Egis, die sich derzeit für die Fingerabdruck­sensoren in den Modellen Galaxy S8 (Plus) und Galaxy Note 8 verantwortlich zeichnen.

Welches der drei - oder vier - Unternehmen den Zuschlag erhält, ist derzeit noch nicht absehbar. Ursprünglich waren schon die aktuellen Top-Modelle für die Technologie vorgesehen, die jedoch technisch noch nicht ausgereift genug war für den Massen­markt. Unter anderem hieß es zuletzt, dass das Display im normalen Betrieb nicht gleichmäßig genug ausgeleuchtet sei, sobald ein Fingerabdruck­sensor im Display verbaut ist.

Zuletzt zeigten auf dem Mobile World Congress Shanghai die Unternehmen Qualcomm und Vivo in Kooperation einen Smartphone-Prototypen, welcher mit dieser Technologie ausgestattet ist. Was ihn für den Massen­markt disqualifiziert ist die sehr träge Erkennung des Fingerabdrucks vor Ort.

Apple ist führend in der Gesichtserkennung

Auch wenn Samsung bereits Gesichtserkennung in seinen aktuellen Top-Smartphones implementiert hat, sieht Analyst Ming-Chi Kuo Apple weit voraus. Dem im kalifornischen Cupertino ansässigen Konzern bescheinigt Kuo einen technologischen Vorsprung von 18 bis 30 Monaten zur Konkurrenz mit Face ID. Daher wird Samsung wohl versuchen, im Bereich der Fingerabdruck­sensoren unter dem Display eine führende Rolle einzunehmen.

Dennoch sieht Kuo die Zukunft der biometrischen Sicherheit im Smartphone dort, wo Apple mit Face ID hingeht. Ungeachtet dessen, dass südkoreanische Zulieferer für Fingerabdruck­sensoren derzeit noch den Großteil der biometrischen Technologie für den mobilen Gebrauch ausmachen.

Dass nicht schon das Galaxy S9 und Galaxy S9 Plus einen Fingerabdruck­sensor im Display besitzen, begründet Samsung damit, dass ein Technologie­wechsel sehr teuer sei. Das ist auch mit ein Grund, warum das Galaxy Note 8 den Fingerabdruck­sensor an derselben Stelle neben der Kamera besitzt.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, welche Arten von Fingerabdruck­sensoren es gibt und wie sie funktionieren.

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