Mit zwei Kameras

Galaxy Note 8 im Test: Samsungs 1000-Euro-Smartphone

Samsung hat mit dem Galaxy Note 8 nach einem Jahr Zwangs­pause die Smart­phone-Reihe mit dem Stift fort­geführt. Im Test von teltarif.de zeigt das Gerät, dass es auch abseits des S-Pen fast auf ganzer Linie über­zeugen kann.
Von Stefan Kirchner

Über drei Jahre mussten Fans der Galaxy-Note-Reihe auf ein neues Modell mit dem Stylus warten, um das Galaxy Note 4 von 2014 zu beerben. Umso mehr muss sich Samsung nun bemühen, mit dem Galaxy Note 8 das Vertrauen der Kunden nach dem Note-7-Debakel wieder zurück­gewinnen, die laut Konzern-internen Statis­tiken die loyalsten Kunden über­haupt sind.

Samsung Note 8

Nachdem wir schon vor der offi­ziellen Vorstel­lung des Galaxy Note 8 von Samsung die Gele­gen­heit hatten, uns das Gerät kurz anzu­schauen, folgt nun der ausführ­liche Test. Wie teltarif.de testet, können Sie an dieser Stelle nach­lesen.

Design und Verar­bei­tung: Eckiger mit Bixby-Taste

Samsung Galaxy Note 8 Handlich und dennoch groß: Das Galaxy Note 8
Foto: teltarif.de
Im direkten Vergleich zum Galaxy S8 Plus fällt das kantiger wirkende Design auf. Auch die Ecken des Displays sind weniger stark abge­rundet, vergli­chen zur ansonsten in vielen Aspekten bauglei­chen Galaxy-S8-Familie. Mit 162,5 mal 74,8 Milli­meter ist das neue Note minimal größer, mit 8,6 Milli­meter sogar etwas dicker und mit 195 Gramm natür­lich schwerer. Die Display-Diago­nale ist mit 6,3 Zoll zwar noch etwas größer - trotzdem liegt das Galaxy Note 8 ange­nehm in der Hand. Das Edge-Display ist zudem weniger stark gebogen vergli­chen zum Galaxy S8, was laut Samsung dem S-Pen geschuldet ist, um Notizen einfa­cher zu erstellen. Der Rahmen ist aus Alumi­nium gefer­tigt, während die Rück­seite aus Glas besteht. Erneut setzt Samsung auf Gorilla Glass 5, was insbe­son­dere bei Stürzen deut­lich widerstands­fähiger sein soll. Auch wenn sich manche Note-Nutzer eine Rück­seite aus Metall oder dem Kunst­leder-Imitat des Galaxy Note 4 wünschen würden, ermög­licht die Glas­rückseite induk­tives Laden des verbauten Akkus ab Werk. Auch fühlt sich das Gerät mit der Glas­rückseite sehr hoch­wertig an. Nach­teil ist, dass die Rück­seite ein Magnet für Finger­abdrücke ist.

Seit­lich sind die Hard­ware-Tasten verbaut: Rechts die Power-Taste und links die Laut­stärke-Wippe mit darunter­liegender Bixby-Taste. Den Sprach­assis­tenten von Samsung hat teltarif.de an dieser Stelle getestet. Der Druck­punkt ist knackig und direkt mit leichtem Spiel im Rahmen. Als störend empfunden haben wir in unserem Test die Bixby-Taste, aber nur zu Beginn. Schließ­lich hat Samsung mitt­ler­weile ein Update für Bixby veröf­fent­licht, welches das Deak­tivieren der Taste ermög­licht. Außerdem ist der Über­gang zwischen Glas und Metall­rahmen stärker ausge­prägt, vergli­chen zum Galaxy S8. Ande­rer­seits wirkt sich die fühl­bare Kante auch positiv aus: Das Galaxy Note 8 ist ein Stück weit grif­figer als ein "rund­gelutschtes" Galaxy S8. Samsung Galaxy Note 8 Die Display-Auflösung lässt sich verändern
Foto: teltarif.de
Auf der Stirn­seite befindet sich der SIM-Karten-Slot, der eine Nano-SIM plus microSD-Spei­cher­karte aufnehmen kann. Im Dual-SIM-Modell Galaxy Note 8 DUOS ist es ein Hybrid-Slot, der übri­gens nicht im Single-SIM-Modell funk­tio­niert. Mecha­nisch passt der Dual-SIM-Schlitten zwar, aber die zweite SIM wird nicht vom Gerät erkannt, wie teltarif.de im Test mit beiden Modell­varianten über­prüft hat. Weiter geht es auf der Unter­seite, wo mittig eine Buchse für USB-Typ-C sitzt (Aufladen und USB-OTG-fähig), links die 3,5-Milli­meter-Klin­ken­buchse für Kopf­hörer und rechts von USB-Port der Mono-Laut­spre­cher nebst Schacht für den S-Pen. Störend ist jedoch, dass der S-Pen beim Heraus­nehmen anfangs etwas im Schacht hakt, auch wenn es sich mit zuneh­mender Benut­zung spürbar bessert. Vermut­lich ist dies dem Klick-Mecha­nismus geschuldet, wie man ihn von Kugel­schreibern her kennt.

Die Rück­seite ist von der nur gering­fügig heraus­ragenden Kamera mit Biome­trie-Sensoren und Finger­abdrucksensor domi­niert. Letz­terer ist nicht mehr direkt neben der Kame­ralinse plat­ziert, dadurch verschmiert die Linse zwar nicht mehr ganz so schnell, optimal geht aber trotzdem anders. Die Erken­nung ist im Test leicht besser vergli­chen mit dem Galaxy S8.

Infi­nity-Display: Kräftig mit perfektem Schwarz

Samsung Galaxy Note 8 Blickwinkelstabil ist das Infinity-Display des Galaxy Note 8 erfreulich gut
Foto: teltarif.de
Gelungen ist Samsung im Galaxy Note 8 das Infi­nity-Display mit WQHD+, was eine Auflö­sung von 1440 mal 2960 Pixel mit einer Pixel­dichte von 503 ppi entspricht. Ab Werk arbeitet das Super-AMOLED-Display im Modus FHD+, was eine Darstel­lung von 1080 mal 2220 Pixel bedeutet. Subjektiv gesehen reicht die Auflö­sung voll­kommen aus - ein Unter­schied zu WQHD+ ist bei knapp 30 Zenti­meter Abstand schwer zu erkennen. Auf Berüh­rungen reagiert das Panel ohne Verzö­gerungen, hat jedoch mit dem S-Pen wider Erwarten ab und zu leichte Probleme. Streitbar ist die Farb­kalibrierung mit ihrer kräf­tigen Farb­wiedergabe. OLED-Gegner werden sie nicht mögen und werden vom Delta-E-Wert mit 10,12 bekräf­tigt. Dieser ist sogar noch schlechter vergli­chen zum Galaxy S8 Plus, denn je nied­riger der Delta-E-Wert ist, umso natür­licher ist die Farb­wiedergabe eines Displays. Neu ist, dass der Nutzer den Anteil von Rot, Grün und Blau sowie die Farb­temperatur ein wenig beein­flussen kann über den Display-Modus "Anpas­sungs­fähige Anzeige". Für das Streamen von Filmen bei Netflix und Co. unter­stützt das Galaxy Note 8 Mobile HDR Premium.

AMOLED-typisch fällt der Kontrast nicht mehr messbar aus und auch der Schwarz­wert ist tech­nisch bedingt perfekt. Hinter­grund ist, dass bei OLED jedes Pixel einzeln beleuchtet ist. Soll Schwarz darge­stellt werden, leuchten die einzelnen Pixel ganz einfach nicht, weswegen schwarze Inhalte ohne leichten Grau­schleier wie bei IPS auskommen. Durch den tech­nischen Kniff sinkt der Energie­verbrauch des Display-Panels signi­fikant, was Samsung sich mit dem Always-On-Display zunutze macht. Die Display­helligkeit mit 358 cd/m² ist nicht allzu kräftig, obwohl das Display im Freien und Sonnen­licht gut ablesbar ist. Samsung Galaxy Note 8 Das Galaxy Note 8 ist sehr weit weg von der optimalen Farbdarstellung
Bild: teltarif.de

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