Erster Test

Samsung Galaxy Note 8 im Vorab-Test

Samsung hat mit dem Galaxy Note 8 sein neues Premium-Smartphone offiziell vorgestellt, das sich vor allem an professionelle Nutzer richtet. teltarif.de konnte das Gerät bereits einem ersten kurzen Test unterziehen.
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Über drei Jahre mussten Fans der Galaxy-Note-Reihe auf ein neues Modell mit dem Stylus warten. Offiziell ist das Galaxy Note 4 von 2014 das letzte Note-Modell in Deutschland, da das Galaxy Note 5 hierzulande nicht veröffentlicht wurde und das Galaxy Note 7 bekanntermaßen wortwörtlich abgebrannt war. Umso mehr muss Samsung nun bemühen, mit dem Galaxy Note 8 das Vertrauen der Kunden wieder zurückgewinnen, die laut Konzern-internen Statistiken die loyalsten Kunden überhaupt sind.

Erhältlich wird das Galaxy Note 8 in Midnight Black und Maple Gold sein, weitere Farben wie Deep Blue und Orchid Grey kommen vorerst nicht nach Deutschland. Preislich bewegt sich Samsung in Deutschland bei 999 Euro unverbindlicher Preisempfehlung, und zwar für beide Modelle, Single-SIM wie auch Dual-SIM. Im Unterschied zum Galaxy S8+ Duos, das erst später als das zugehörige Single-SIM-Modell nach Deutschland kam, soll das Galaxy Note 8 Duos gleichzeitig mit dem Galaxy Note 8 ab Marktstart am 15. September über Samsungs Online-Shop verfügbar sein.

Wir hatten schon vor der offiziellen Vorstellung des Galaxy Note 8 von Samsung die Gelegenheit erhalten, uns das Gerät kurz anzuschauen. Bitte beachten Sie, dass die in der Folge getroffenen Aussagen und Bewertungen auf diesem kurzen Eindruck beruhen. Den ausführlichen Testbericht werden wir Ihnen natürlich nachreichen, sobald wir das Gerät entsprechend lange testen konnten.

Eckiger mit tollem Display

Samsung Galaxy Note 8
Handlich und dennoch groß: Das Galaxy Note 8
Beim Vergleich des neuen Note-Modells mit dem Galaxy S8+ fällt das Design auf. Es fällt kantiger aus und auch die Ecken des Display-Panels sind weniger stark abgerundet, verglichen zum ansonsten in vielen Aspekten baugleichen S8. Die Display-Diagonale ist mit 6,3 Zoll aber noch etwas größer. Trotzdem liegt das Note 8 sehr angenehm in der Hand, was nicht zuletzt der abgerundeten Rückseite geschuldet ist. Das Edge-Display ist außerdem weniger stark gebogen als beim S8. Laut Samsung ist dies dem S-Pen geschuldet, um dessen Nutzung für Notizen zu vereinfachen.

Nach wie vor ist der Rahmen aus Aluminium gefertigt, während die Rückseite aus Glas besteht. Erneut setzt Samsung auf Gorilla Glass 5 von Corning, was insbesondere bei Stürzen deutlich widerstandsfähiger sein soll als vorhergehende Generationen. Auch wenn sich manche Note-Nutzer eine Rückseite aus Metall oder dem Kunstleder-Imitat des Galaxy Note 4 wünschen würden, ermöglicht die Glasrückseite induktives Laden des verbauten Akkus ab Werk. Auch fühlt sich das Gerät mit der Glasrückseite sehr hochwertig an. Nachteil ist wiederum, dass die Rückseite ein regelrechter Magnet für Fingerabdrücke ist. Wie resistent das Glas gegen Kratzer ist, wird sich erst im längeren Einsatz zeigen.

Gelungen ist Samsung im Galaxy Note 8 wieder einmal das Display auf Basis der Super-AMOLED-Technologie. Einmal mehr kommt das Infinity-Display mit WQHD+ zum Einsatz, was eine Auflösung von 1440 mal 2960 Pixel bedeutet. Ab Werk arbeitet das Display allerdings im Modus FHD+, was 1080 mal 2220 bedeutet. Zum einen reicht subjektiv gesehen die Auflösung vollkommen aus - ein Unterschied zu WQHD+ ist bei knapp 30 cm Abstand schwer zu erkennen - und zum anderen ist dies eine Möglichkeit, um etwas Energie bei der Berechnung des Displayinhalts zu sparen. Auf Berührungen reagiert das Panel ohne Verzögerungen, selbst wenn Dutzende Apps im Hintergrund noch aktiv sind.

Samsung Galaxy Note 8
Die Display-Auflösung lässt sich verändern
Gut ist, dass Samsungs Techniker die Farbdarstellung mit einer kräftigen und natürlich wirkenden Farbwiedergabe kalibriert haben. Gegner der AMOLED-Technologie werden wieder die Meinung vertreten, dass das Displaypanel Farben prinzipiell zu kräftig darstellt. Tiefgreifende Möglichkeiten zur Anpassung bietet Samsung auch weiterhin nicht. Lediglich zwischen vier Modi lässt sich wählen, wobei sich im Modus "Anpassungsfähige Anzeige" die Farbtemperatur beeinflussen lässt.

Dual-Kamera mit kleinen Raffinessen

Samsung Galaxy Note 8
Auch Samsung setzt jetzt auf Dual-Kamera, allerdings mit Dual-OIS
Neu für Samsung ist der Einsatz einer Dual-Kamera, wobei diese in ihren technischen Daten bemerkenswert ausfällt. Nicht nur, dass die beiden 12-Megapixel-Sensoren mit der DualPixel-Technologie mehr Licht aufnehmen können als vergleichbare Sensoren, nein sie haben sogar beide jeweils einen optischen Bildstabilisator. Damit ist das Galaxy Note 8 das erste Smartphone überhaupt, bei dem diese Eigenschaft kommuniziert wird.

Im Gegensatz zu Huawei und Nokia, die bei ihren Dual-Kameras jeweils einen Farb- und einen Schwarz-Weiß-Sensor kombinieren, nimmt sich Samsung das Dual-Kamera-Prinzip des iPhone 7 Plus als Vorbild. So ist Sensor Nummer 1 mit einer f/1.7 Blende und einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet, während Sensor Nummer 2 eine Blende von f/2.4 und ein Teleobjektiv besitzt. Unter anderem lässt sich damit ein zweifacher optischer Zoom ohne größeren Qualitätsverlust umsetzen, sowie die üblichen Spielereien mit Tiefenunschärfe. Unserem ersten Eindruck nach hat sich die Mühe gelohnt und die Fotos werden sehr scharf und detailreich aus. Der Farbeindruck ist sehr natürlich. Der Autofokus, als auch der Auslöser arbeiten sehr zügig, einschließlich dem Auslöser für eine Serienbildaufnahme.

Das folgende Foto haben wir bei trüben Lichtverhältnissen auf die Schnelle aufgenommen:

Samsung Galaxy Note 8
Ein erstes schnelles Testfoto der Note-8-Kamera
Auch bei der Frontkamera legt Samsung im Galaxy Note 8 eine Schippe drauf und spendiert dieser eine lichtstarke Blende mit f/1.7 und 8 Megapixel Auflösung. Auf einen separaten LED-Blitz für Selfies verzichtet Samsung auch weiterhin und vertraut auf ein kurz aufflackerndes Display als Blitzlicht-Ersatz. Bei unseren ersten Gehversuchen konnten Selfies mit einem guten Ergebnis überzeugen: Schärfe und Farbwiedergabe sind ebenfalls sehr natürlich. Auf der zweiten Seite lesen Sie, was der S-Pen drauf hat.
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