Recycling

Samsung recycelt defekte Galaxy Note 7

Das Galaxy Note 7 lebt weiter - zumindest manche Komponenten davon als Ersatzteile in anderen Mobilgeräten. Samsung recycelt das Phablet, um Edelmetalle gewinnen und Komponenten wiederverwerten.
Von Andre Reinhardt
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Das Galaxy Note 7 wird recyceltDas Galaxy Note 7 wird recycelt Das Galaxy Note 7 wurde aufgrund des fehlerhaften Akkus zurückgerufen, doch was passiert mit den bei Samsung eingegangenen Geräten? Wie der Hersteller nun mitteilt, werden Materialien und Komponenten recycelt. Insgesamt 157 Tonnen an Edelmetallen wie Gold, Silber, Cobalt und Kupfer sollen aus den Überresten des defekten Phablets gewonnen werden. Des Weiteren nutzt Samsung die Bauteile des Galaxy Note 7 zur Reparatur anderer Smartphones und für den Verkauf. Auf diese Weise kann das Unternehmen das finanzielle Fiasko wenigstens ein kleines Stück weit kompensieren.

Galaxy Note 7 wird wiederverwertet

Samsung Note 7
Samsung schont die Umwelt und bessert zugleich die Firmenkasse mit dem Recycling des Note 7 auf. Der Hersteller teilt auf seinem südkoreanischen Internetauftritt mit, was mit den Überbleibseln der zurückgerufenen Phablets geschehen soll. Rund 157 Tonnen an Edelmetallen wie Gold, Silber, Cobalt und Kupfer möchte der Konzern aus den Mobiltelefonen gewinnen. Damit dieser Vorgang möglichst effizient von­statten­geht, arbeitet Samsung für die Extraktion mit koreanischen und internationalen Firmen zusammen. Außerdem sollen Komponenten wie die OLED-Bildschirme, die Kameramodule, die Chipsätze und die Speicherbausteine als Ersatzteile für defekte Smartphones herhalten. Doch nicht nur eine Reparatur hat Samsung mit den Bauteilen im Sinn, manche Komponenten werden auch verkauft. Eines gilt wohl als sicher: zu den wiederverwertbaren Modulen zählt der Akku des Galaxy Note 7 nicht.

Samsungs Mission: Wiedergutmachung

Das Reycling-Projekt wurde bereits im Vorfeld angekündigt. Abseits der wirtschaftlichen und umweltschonenden Hintergründe poliert das Unternehmen damit auch sein Image wieder etwas auf. Die Veröffentlichung der Galaxy Note FE getauften Neuauflage des Galaxy Note 7 dient ebenfalls als Wiedergutmachung für das vorangegangene Debakel. Den finanziellen Verlust kann Samsung mit dem fehlerbereinigten Modell nur bedingt kompensieren. Aktuell sind 400 000 Einheiten des Note FE angedacht, was weniger als zehn Prozent der zurückgerufenen Note 7 entspricht. Es sollen insgesamt 4,3 Millionen defekte Phablets von den Käufern an Samsung versandt worden sein. Bereits im August wird die Vorstellung des Galaxy Note 8 erwartet. Aufgrund der verbesserten Qualitätskontrolle des Herstellers sollte ein erneuter Skandal ausbleiben.

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