Verkaufsstart

Galaxy Note 7R: Start im Juni

Dass Samsung eine wiederaufbereitete Version des Galaxy Note 7 in den Verkauf schicken will, ist bereits bekannt. Nun sind das mögliche Startdatum für den Verkauf und der mögliche Verkaufspreis bekannt geworden.
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Einem Bericht der südkoreanischen Publikation The Investor zufolge wird Samsung im Juni mit dem Verkauf des Samsung Galaxy Note 7R beginnen. Zuvor will der Konzern für das Android-Smartphone bei der südkoreanischen National Radio Research Agency die Sicherheits-Zertifizierung beantragen. Sollte der Vorgang schnell abgeschlossen werden, ist ein Verkauf noch im Mai denkbar. The Investor zufolge kann die Zertifizierung aber bis zu einem Monat dauern, deshalb ist ein Verkaufsbeginn Ende Mai wohl eher unrealistisch.

Interessanter ist der Preis, den der Bericht in Aussicht stellt. Samsung hatte bereits angekündigt, dass der offizielle Verkaufspreis für das Refurbished-Modell Galaxy Note 7R niedriger liegen werde, als der Verkaufspreis des originalen Galaxy Note 7 vom letzten Jahr.

So ist die Rede von einem 50 Prozent niedrigeren Preis, was etwa 700 000 südkoreanische Won oder umgerechnet gut 570 Euro entspricht. Das Galaxy Note 7 wurde für 988 900 südkoreanische Won verkauft. In Deutschland betrug die unverbindliche Preisempfehlung 799 Euro, bevor Samsung den Verkauf vorzeitig einstellen musste.

Kleinerer Akku, Rest bleibt gleich

Samsung Galaxy Note 7Im Juni geht es los für das Samsung Galaxy Note 7R Bei der technischen Ausstattung des Samsung Galaxy Note 7R gibt es keine Überraschungen. Lediglich der Akku ist mit 3200 mAh kleiner gefasst, ansonsten kommt exakt dieselbe Technik des Galaxy Note 7 zum Einsatz. Dies umfasst neben einem 5,7 Zoll großen AMOLED-Display mit 1440 mal 2560 Pixel einen Samsung Exynos 8890 Prozessor, 4 GB RAM und 64 GB interner UFS-2.0-Speicher. Die Hauptkamera auf der Rückseite nimmt Fotos mit 12 Megapixel und DualPixel-Technologie auf, was für eine bessere Lichtempfindlichkeit und damit mehr Details sorgt. Als Betriebssystem soll Android 7.0 Nougat mit der neuen Experience UI des Samsung Galaxy S8 vorinstalliert sein.

Zum größten Merkmal der Note-Reihe hat sich der S Pen getaufte Stylus entwickelt, womit Samsung quasi konkurrenzlos auf dem Markt dasteht. Bisher hat keiner der Konkurrenten versucht, ein vergleichbares Gesamtkonzept bestehend aus Stylus und darauf ausgerichteter Software zu entwickeln. LG ist zwar mit den Stylus-Modellen und Alcatel mit dem One Touch Hero gegen die Note-Reihe angetreten. Im Unterschied zu Samsung haben die genannten Modelle jedoch für kapazitive Touchscreens ausgelegte Styli, die sich nicht mit der von Samsung verwendeten Wacom-Technologie vergleichen lassen. Der Note-Stylus von Samsung ist mit bis zu 4096 Druckstufen sehr empfindlich und zudem sehr präzise.

Hinzu kommt, dass Samsung die Oberfläche auf die Bedienung per Stylus erweitert hat. Dazu gehören Samsung Notes für handschriftliche Notizen, eine Handschrifterkennung für die Texteingabe oder die Funktion, bei Entfernen des S Pen direkt eine handschriftliche Notiz anlegen zu können. Weiterhin lässt sich über eine separate Taste am S Pen ein Menü aufrufen, über welches sich ein Screenshot oder Notiz zum aktuellen Inhalt anfertigen lässt.

Rückkehr nach Europa?

Zuletzt machte die Neuauflage dahingehend von sich Reden, dass die drei südkoreanischen Modelle erfolgreich die Zertifizierung der US-amerikanischen Telekommunikationsbehörde FCC (Federal Communications Commission) durchlaufen haben. Dies stellt einen wichtigen Punkt für einen möglichen Verkauf in den USA und dem Rest der Welt dar. Ob allerdings Samsung Deutschland das Galaxy Note 7R anbieten wird, ist nach wie vor unklar. Denkbar ist, dass sich Samsung in Europa auf das Galaxy Note 8 konzentriert. Samsung USA und Kanada haben einem Verkauf jedenfalls bereits eine Absage erteilt.

Unklar ist zudem, ob Samsung ein eigenes Unpacked-Event wie bei den Modellen Galaxy Note 5 und Galaxy Note 7 veranstaltet, oder ob der Konzern dem Wunsch des IFA-Chefs Jens Heitecker nachkommt. In jedem Fall hat Samsung mit einem gehörigen Image-Schaden zu kämpfen, was sich in den letzten Quartalsergebnissen wider Erwarten nicht bemerkbar gemacht hat. Trotzdem sind die Meinungen sehr unterschiedlich, was auch unsere Redaktion in einem "Pro & Kontra"-Artikel zum Ausdruck bringt.

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