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Samsung macht Galaxy Note 7 endgültig unbrauchbar

Samsung hat für Kanada und die USA drastische Maßnahmen angekündigt, um das Galaxy Note 7 endgültig lahmzulegen. Ab Mitte Dezember lassen sich die Phablets nicht mehr nutzen.

Samsung macht Galaxy Note 7 praktisch unbrauchbar Samsung macht Galaxy Note 7 praktisch unbrauchbar
Foto: teltarif.de
Die technischen Probleme mit dem Samsung Galaxy Note 7 sind seit Monaten bekannt. Der Hersteller hat das Phablet vom Markt genommen und im Umlauf befindliche Geräte zurückgerufen. Dennoch gibt es offenbar noch immer Zeitgenossen, die das Smartphone weiter verwenden - und das trotz der Gefahr, dass der Akku sich entzündet. Daran hat offenbar auch die Begrenzung der Akkukapazität auf 60 Prozent, die die Geräte öfter als normalerweise üblich ans Ladekabel zwingt, nichts geändert. In Kanada und den USA will der Hersteller das Samsung Galaxy Note 7 nun endgültig unbrauchbar machen, so dass betroffenen Kunden nur noch die Rückgabe bleibt. So will Samsung in Kanada am 15. Dezember ein Software-Update veröffentlichen, das dafür sorgt, dass sich die Phablets nicht mehr in die Mobilfunknetze einbuchen können. Darüber informiert der Elektronikkonzern auf seiner Webseite. Zu einer ähnlichen Maßnahme hatte Samsung in Neuseeland bereits vor rund vier Wochen gegriffen.

Samsung Note 7

Andere Schnittstellen wie WLAN und Bluetooth will Samsung bereits ab 12. Dezember lahmlegen. Dazu soll die Akkukapazität noch weiter begrenzt werden. So will der Konzern die letzten verbliebenen Nutzer zur Rückgabe der Handys bewegen. Für unbelehrbare Nutzer, die damit möglicherweise bis zur Abschaltung der Mobilfunk-Schnittstelle am 15. Dezember warten, könnte es indes zu spät sein. Just an diesem Tag endet nämlich nach aktuellem Stand das Rückgabeprogramm, das auch eine Kostenerstattung für die Käufer vorsieht.

USA: Update soll Aufladen des Akkus verhindern

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In den USA geht Samsung einem Bericht von The Verge zufolge einen anderen Weg. So hat beispielsweise der Provider US Cellular per Push-Benachrichtigung betroffene Kunden darüber informiert, dass ebenfalls am 15. Dezember ein Firmware-Update für das Samsung Galaxy Note 7 dafür sorgen wird, dass sich der Akku des Mobiltelefons nicht mehr aufladen lässt. Eine offizielle Bestätigung durch Samsung gibt es für diese Maßnahme zwar nicht. Die Veröffentlichung der Kunden-Information von US Cellular dürfte aber mit dem Hersteller des betroffenen Geräts abgestimmt sein.

Für Deutschland wurden bisher keine vergleichbaren drastischen Maßnahmen angekündigt, mit denen Samsung die noch im Umlauf befindlichen Exemplare des Galaxy Note 7 unbrauchbar machen würde. Das könnte allerdings auch damit zusammenhängen, dass hierzulande annähernd 100 Prozent der verkauften Geräte längst zurückgegeben wurden. In Kanada liegt der Anteil der retournierten Exemplare des Samsung Galaxy Note 7 laut Medienberichten aktuell bei 90 Prozent.

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