XXL-Smartphone

Samsung Galaxy Note 3 zeigt sich im Test als Ausstattungswunder

Mehrere neue Samsung-Tricksereien trüben aber den Gesamteindruck
Von Hans-Georg Kluge
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5,7 Zoll. 2 073 600 Pixel auf dem Full-HD-Display. 3 221 225 472 Byte Arbeitsspeicher. Im Samsung Galaxy Note 3 stecken allerhand Superlative. Wir haben das XXL-Smartphone einem intensiven Test unterzogen und zeigen, ob es den Erwartungen gerecht werden kann.

Haptik und Bedienung

Samsung Galaxy Note 3

Das Galaxy Note 3 mit StiftDas Galaxy Note 3 mit Stift Die Rückseite des Galaxy Note 3 besteht aus Plastik, allerdings ist sie nicht flach und rutschig, sondern lederartig rau. So liegt das Smartphone gut in der Hand, obwohl es sehr groß ist. Es lässt sich zwar einhändig halten - auch Bücher oder Webseite lassen sich so gut lesen - aber zur Bedienung wird die zweite Hand doch gebraucht. Das Samsung Galaxy Note 3 passt kaum mehr in eine Hosentasche - Jackentaschen sind aber meist groß genug. Insgesamt ist das Galaxy Note 3 gut verarbeitet.

Diverse Sensoren helfen dabei, das Gerät zu kontrollieren. Längst ist die Funktion zum Standard avanciert, die das Display angeschaltet lässt, so lange der Nutzer drauf schaut (im Samsung-Jargon: Smart Stay). Optional halten Videos an, wenn der Nutzer die Augen abwendet. Im Systembrowser können Anwender auch mit ihren Augen scrollen - wirklich zuverlässig hat das im Test aber nur Kopfschmerzen verursacht.

Das Display misst 5,7 Zoll und hat die Full-HD-Auflösung von 1 080 mal 1 920 Pixel. Samsung setzt im Note 3 auf einen Bildschirm mit einer PenTile-Matrix - dank der hohen Pixeldichte von 441 Pixel pro Zoll sind die Nachteile der Technik aber kaum wahrzunehmen - Schrift- oder Linienkanten sind scharf. Allerdings scheint das Display um einen schwarzen Kreis herum farbig zu schimmern.

Das Samsung Galaxy Note 3 ist schnell - superschnell

Der Akku ist austauschbar.Der Akku ist austauschbar. Zu den Leistungswerten müssen wir keine großen Worte verlieren: Der Qualcomm Snapdragon 800 treibt das Smartphone zu neuen Spitzenwerten in den Benchmarks - 35 678 Punkte bei Antutu sehen wir nicht alle Tage. Und das hat auch seinen Grund: Samsung erkennt die Benchmark-Software (sowie einige andere auch) und lässt dann alle Kerne des Prozessors auf vollen Touren laufen. Eine angepasste Version des Benchmarks ergibt nur einen Wert von 33 095 - das ist dann auf dem Niveau des LG G2. Diese Trickserei hätte Samsung eigentlich gar nicht nötig, denn in Spielen oder anderen Apps wirkt dieser Leistungsbeschleuniger sowieso nicht.

In der Praxis ruckelt nichts, Apps starten schnell und unverzüglich. Auch leistungshungrige Apps oder Spiele zwingen das Note 3 nicht in die Knie. Beim Arbeitsspeicher gibt Samsung an, 3 GB verbaut zu haben. Real verfügbar sind davon aber nur rund 2,4 GB. Der Rest wird für andere Zwecke - möglicherweise für den Grafikchip - verwendet. Der Unterschied zu manchem 2-GB-Smartphone ist da nicht allzu groß.

Auf Stereo-Lautsprecher verzichtet Samsung. Der einzige Lautsprecher ist nach unten bzw. zur Seite gerichtet - hat aber eine ganz passable Qualität. Die Ausrichtung hat aber zur Folge, dass die Schallwellen nicht direkt auf den Nutzer zielen - das reduziert Lautstärke und Bass-Intensität.

Software-Zugaben: Ein bisschen Samsung, nicht viel mehr

Auf diesem Display ist richtig viel Platz.Auf diesem Display ist richtig viel Platz. Samsung spendiert dem Galaxy Note 3 die aktuelle Android-Version 4.3. Umfangreiche Software-Zugaben wie eine vorinstallierte mobile Office-Suite finden wir nicht - Polaris Office kann aber gratis aus dem Samsung-App-Store geladen werden. An Bord sind die üblichen Samsung-Apps, zum Beispiel ein Musik-Player, die Kalender-App S Planner oder das Notizbuch S Note. Daneben finden sich einige Zwangs-Apps wie KaufDa, die HRS Hotelsuche oder Lieferheld. Bei Bedarf lassen sich diese deaktivieren oder deinstallieren. Allzu viel Platz verbrauchen sie nicht - davon ist auch genug vorhanden: Unser Modell hat 32 GB Speicher, davon sind rund 25 GB frei - zur Not findet auch eine microSD-Karte Platz.

Als einer der letzten Hersteller setzt Samsung weiterhin auf Tasten außerhalb des Displays. Die Zurück- und Optionstasten sind als kapazitive Buttons ausgeführt, der Home-Button ist ein mechanischer Knopf. Vorteilhaft ist an dieser Konstruktion, dass kein Platz auf dem Bildschirm verloren geht. Die Touchwiz-Oberfläche ist Geschmackssache. Sie scheint auf kleinere Displays optimiert zu sein. Wir hätten uns gewünscht, auf den Homescreens mehr Apps ablegen zu können. Nutzer können aber einen eigenen Launcher installieren.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie sich das Samsung Galaxy Note 3 in puncto Akku, Gesprächsqualität und Stiftbedienung schlägt.

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