Smartphone-Test

Nur noch Display: Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G im Test

Das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G hat uns in der Redak­tion besucht und sich nicht ange­stellt, eine ausgie­bige Unter­su­chung an sich vornehmen zu lassen. Bei uns lesen Sie, ob das Phablet mit dem Einga­be­stift etwas taugt.

Samsungs neue Note-20-Serie ist noch taufrisch. Die Südko­reaner präsen­tierten Galaxy Note 20 und Galaxy Note 20 Ultra 5G vergan­gene Woche der Öffent­lich­keit. Offi­ziell verfügbar werden die beiden Einga­be­stift-Wirte ab dem 21. August sein.

Das zwei­fellos inter­es­san­tere Ultra-Modell klopfte bereits an unserer Redak­ti­onstür und wollte getestet werden. So Technik-offen wir sind, haben wir das 1266 Euro teure mit 256 GB internem Spei­cher ausge­stat­tete Modell in "Mystic Black" hinein­ge­lassen. Wie sich das Phablet geschlagen hat, lesen Sie im nach­fol­genden Test­be­richt. Alle Spezi­fi­ka­tionen zum Gerät finden Sie im Daten­blatt.

Schickes und vor allem helles 6,9-Zoll-Display Schickes und vor allem helles 6,9-Zoll-Display
Bild: teltarif.de
Übri­gens: Wer das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G noch bis zum 21. August bestellt, kann sich über eine Zugabe ohne Aufpreis erfreuen, beispiels­weise die eben­falls neu vorge­stellten kabel­losen Ohrste­cker Galaxy Buds Live mit aktiver Geräusch­un­ter­drü­ckung, die regulär 184 Euro kosten.

Design und Display

Das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G mit seinem 6,9-Zoll-Display ist groß, äußerst groß. Inter­es­sant ist, dass es trotz der üppigen Abmes­sungen 164,8 mm mal 77,2 mm mal 8,1 mm und dem Gewicht von 208 Gramm komfor­tabel leicht in der Hand liegt. Das betrifft auch die einhän­dige Haltung mit einer Hand, wenn mit der anderen der Einga­be­stift (im folgenden "S Pen) genutzt wird.

Samsung Note 20 Ultra

Die Fläche, die das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G für die Stift­nut­zung bereit­stellt, ist damit ausge­zeichnet. Wir hatten im Test das Gefühl, wir haben nur ein Display in der Hand. Das liegt grund­sätz­lich an den schönen schmalen Display­rän­dern, dem sehr kleinen, mittigen Punch Hole für die Inte­gra­tion der Selfie­ka­mera in die Front und die abge­run­deten Display­seiten im Edge-Design. Dieses Display­format ist ideal zum Video­strea­ming und zum mobilen Zocken. Die Blickwinkelstabilität des Displays Die Blickwinkelstabilität des Displays
Bild: teltarif.de
Als Schutz dient das Corning Gorilla Glass Victus, der Nach­folger von Gorilla Glass 6. Es ist löblich, dass Samsung die neue Version gleich verbaut. "Victus" soll die Wider­stands­fä­hig­keit gegen Stürze und vor Krat­zern erhöhen. Darüber hinaus verfügt das Gehäuse des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G über ein IP68-Zerti­fikat, das den Schutz vor dem Eindringen vor Staub und Wasser beschei­nigt.

Im Gegen­satz zum Galaxy Note 20 hat das Ultra-Display eine höhere Bild­wie­der­hol­rate von 120 Hz. Diese kann manuell auf 60 Hz ("Stan­dard") im Anzeigen-Menü herun­ter­ge­re­gelt werden. "Adaptiv" bezieht sich auf die Darstel­lung mit 120 Hz, aller­dings "bis zu", was letzt­lich soviel bedeutet, dass die Wieder­hol­rate je nach Bedarf nach oben geschraubt wird. Das hat vermut­lich den Grund, gegen­über einer dauer­haft erhöhten Bild­wie­der­hol­rate den Akku nicht zu stark zu belasten. Die adap­tive Einstel­lung ist nur in HD+- und Full-HD+-Auflö­sung möglich, nur die Stan­dard-Vari­ante mit 60 Hz kann zusätz­lich in WQHD+ einge­stellt werden. Die Rückseite des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G Die Rückseite des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G
Bild: teltarif.de
Der Display­hel­lig­keits­test von Samsung-Smart­phones ist immer span­nend, weil die Geräte des Herstel­lers zu den besten in dieser Diszi­plin gehören. Wir ermit­telten in unserem Test einen sagen­haften Wert von 887 cd/m². Damit kann es sich knapp vor das Oppo Find X2 Pro auf den ersten Platz unserer Besten­liste der Smart­phones mit den hellsten Displays 2020 setzen. Wir werden das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G dort zeitnah aufnehmen und die Listen­plätze entspre­chend anpassen.

Die in der Ecke plat­zierte Haupt­ka­mera auf der Rück­seite ist optisch ein wahrer Klotz, ist aber mit dem großen Objektiv-Design schön anzu­sehen. Proble­ma­tisch wird die Größe des Setups, wenn das Smart­phone auf einer ebenen Fläche liegt. Aufgrund der ausgestülpten Kamera steht das Smartphone auf einer ebenen Fläche liegend sichtbar ab Aufgrund der ausgestülpten Kamera steht das Smartphone auf einer ebenen Fläche liegend sichtbar ab
Bild: teltarif.de
Nicht nur, dass das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G absteht, sondern die Bedie­nung wird auf diese Weise wacklig. Während es in der rechten, oberen Ecke noch stabil ist, wippt es in Rich­tung linke Ecke ganz schön hin und her. Das stört vor allem beim Schreiben oder Malen mit dem S Pen.

Wir wollen an dieser Stelle nicht weiter darauf herum­reiten, moderne Smart­phone-Kameras, die mit neuester Technik auf exzel­lente Aufnahmen speku­lieren, brau­chen Platz. Ein passendes Schutz­case sollte das Wackel-Problem lösen und ist bei einem so teuren Gerät ohnehin obli­ga­to­risch.

Perfor­mance, Akku und 5G

Perfor­mance, Spei­cher und Akku

Wie auch in der S20-Serie aus dem laufenden Jahr setzt Samsung beim Note 20 Ultra 5G auf den haus­ei­genen Exynos-990-Chip. Mit der Galaxy-S20-Serie kann das Note 20 Ultra 5G auf dem Papier nicht ganz mithalten. Zum Vergleich: Beim Galaxy S20 Ultra 5G ermit­telten wir einen AnTuTu-Gesamt­wert von 511 770 Punkten, in unserem eigenen Brow­ser­bench­mark 174 Punkte. Beim neuen Note-Modell ermit­telten wir nur 449 346 Punkte bezie­hungs­weise 152 Punkte. Mit solchen Werten hinkt das Galaxy Note 20 Ultra 5G auch einigen anderen Android-Smart­phones hinterher, in denen Qual­comms Snap­dragon 865 werkelt. Die veränderte Position der Funktionstasten Die veränderte Position der Funktionstasten
Bild: teltarif.de
12 GB Arbeits­spei­cher stehen dem System zur Verfü­gung. Käufer können sich entweder für eine Version mit nomi­nell 256 GB internem Spei­cher oder mit 512 GB interner Spei­cher­ka­pa­zität entscheiden.

Der Akku fasst 4500 mAh. Aufge­laden werden kann der Strom­spei­cher mit bis zu 45 Watt - das entspre­chende Netz­teil ist leider nicht im Liefer­um­fang enthalten und muss separat gekauft werden. Statt­dessen ist in der Box ein Adapter enthalten, der den Akku mit bis zu 25 Watt wieder auflädt, kabel­loses Laden ist mit bis zu 15 Watt möglich. Mit dem Reverse-Char­ging-Feature können beispiels­weise die Galaxy Buds Live auf den Gehäu­se­rü­cken des Note 20 Ultra 5G gelegt kabellos wieder aufge­laden werden. Die veränderte Position des S-Pen-Schafts Die veränderte Position des S-Pen-Schafts
Bild: teltarif.de
Bei der Akku­lauf­zeit ermit­telten wir eine Lauf­zeit von 8 Stunden und 51 Minuten mit der adap­tiven Anzeige-Einstel­lung, sprich bis 120 Hz Bild­wie­der­hol­rate.

Funk­ti­ons­tasten, Konnek­ti­vität und 5G-Test

Die Funk­ti­ons­tasten Power­button und Laut­stär­ke­wippe sind im Gegen­satz zur Vorgänger-Genera­tion (Note 10 und Note 10+) auf die rechte Gehäus­e­seite gewan­dert. Wir finden: eine gute Entschei­dung. Trotz der Größe des Phablets lassen sich die Funk­ti­ons­tasten sehr gut mit dem Daumen der rechten Hand auch einhändig errei­chen. 5G-Test mit der App "NetMonster" 5G-Test mit der App "NetMonster"
Bild: NetMonster, Screenshot: teltarif.de
Ansonsten ist das Design der opti­schen Funk­tio­na­li­täten schlicht gehalten: Der Karten­slot befindet sich im oberen Gehäu­se­rahmen, unten gibt es einen Laut­spre­cher­grill, einen USB-C-Anschluss und einen Schaft samt S Pen. Einen 3,5-mm-Klin­ken­an­schluss gibt es nicht.

Der Karten­slot des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G gestattet die Kombina­tion einer elek­tro­ni­schen SIM-Karte (eSIM) und einer Nano-SIM-Karte plus eine microSD-Karte um den internen Spei­cher zu erwei­tern. Außerdem besteht die Option, zwei Nano-SIM-Karten mitein­ander zu kombi­nieren. 5G-Test mit der "Speedtest"-App von Ookla 5G-Test mit der "Speedtest"-App von Ookla
Bild: Ookla, Screenshot: teltarif.de
Das Ultra-Modell unter­stützt den 5G-Mobil­funk­stan­dard. In Redak­ti­ons­nähe konnten wir uns auch kurz in das 5G-Netz der Deut­schen Telekom einbu­chen und verschie­dene Mess­werte mit der Speed­test-App von Ookla sowie Netmonster errei­chen. Einen ausführ­li­chen 5G-Test mit dem Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G werden wir aber noch nach­rei­chen. Warum die Netzer­wei­te­rung der Telekom aller­dings oft noch nicht funk­tio­niert, haben wir in einem sepa­raten Bericht erläu­tert.

Tele­fonie und Sound

Die Tele­fo­nie­qua­li­täten des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G sind auf einem hohen Niveau. Die Stimme unseres Gesprächs­part­ners kam klar und deut­lich bei uns an, die Gesamt­laut­stärke war hoch, gleich­zeitig aber nicht unan­ge­nehm. Das gilt auch für die Tele­fonie über freies Spre­chen. Vom Gerät unter­stützt werden VoLTE und WLAN-Anrufe. Der Kartenslot mit Platz für zwei Nano-SIM-Karten und eine microSD-Karte Der Kartenslot mit Platz für zwei Nano-SIM-Karten und eine microSD-Karte
Bild: teltarif.de
Im Sound-Test bewies das Stereo­laut­spre­cher­system einen sauberen, ausge­wo­genen Klang mit sattem Bass. Auch auf maxi­maler Laut­stärke war die Sound­pro­duk­tion im Test zu keiner Zeit unan­ge­nehm.

S Pen und Samsung Dex

Der S Pen und seine wilde Gestik

Auch mit dem neuen S Pen darf wieder wild gesti­ku­liert, geschrieben und gewischt werden. Wie auch die geän­derte Posi­tion der Funk­ti­ons­tasten ist auch der Schaft des S-Pens auf die andere Seite gewan­dert. Das soll die Entnahme und das Einsetzen erleich­tern. Wir können nach dem Test bestä­tigen, dass die neue Postion ergo­no­mi­scher ist, wenn der S Pen mit dem Daumen der rechten Hand aus dem Gehäuse geholt bzw. einge­schoben wird. Der leichte Eingabestift (S Pen) Der leichte Eingabestift (S Pen)
Bild: teltarif.de
Laut Angaben des Herstel­lers ist im Vergleich zum Stift, den die Vorgänger-Serie behei­ma­tete, die Latenz um 40 Prozent verrin­gert worden. Auch das Display mit der 120-Hz-Bild­wie­der­hol­rate soll das Erlebnis der Stift­be­die­nung opti­mieren. Der Wow-Effekt bleibt jedoch aus. Auch der S Pen in Kombina­tion mit dem Note 10(+) sorgte für ein natür­li­ches Schreib­ge­fühl mit simul­taner Über­set­zung des Gekrit­zels auf dem Display, auch bei schnel­leren Bewe­gungen wie dem Ausmalen oder beim Zeichnen.

Stecken­pferd des S Pen ist die Gesten­steue­rung. Die kann akti­viert werden, in dem der in den Stift inte­grierte Button gedrückt gehalten und eine entspre­chende Bewe­gung in Rich­tung des Smart­phones ausge­führt wird. Der S Pen des Galaxy Note 20 Ultra 5G hat fünf weitere Gesten spen­diert bekommen. Beispiele für die Gesti­ku­la­tion ist die Nutzung der Zoom-Funk­tion der Kamera-App und die Laut­stär­ke­re­gu­lie­rung von Medien. Wir haben verschie­dene Gesten des S Pen auspro­biert. Einige klappten auf Anhieb, andere erfor­derten mehrere Wieder­ho­lungen, funk­tio­nierten aber grund­sätz­lich gut. Wichtig ist, dass man nicht vergisst, den physi­schen Button des S Pen beim Ausführen der Geste gedrückt zu halten. S Pen-Aktionen S Pen-Aktionen
Screenshot: teltarif.de
In der Samsung Notes-App können Hand­schreiber mit schiefem Winkel ihren Notizen begra­digen und per Klick in digi­talen Text konver­tieren. Weitere Anwen­dungs­bei­spiele für die Nutzung des S Pens ist das direkte Editieren von PDF-Doku­menten und das Swit­chen zwischen Folien von Power-Point-Präsen­ta­tionen.

Mit dem S Pen erhält das Smart­phone eine erwei­terte Funk­tion, die ein Smart­phone ohne einen auf diese Weise kompa­ti­blen Einga­be­stift nicht besitzt. Die Nutzung des S Pens ist als Kern­fea­ture der Note-Serie von Samsung zu verstehen.

Der S Pen des Galaxy Note 20 Ultra 5G verfügt wieder über einen eigenen Akku, der in dem Moment aufge­laden wird, wenn der Stift in den Schaft einge­schoben wird. Wird der Stift aus dem Gehäuse entfernt bezie­hungs­weise benutzt, wird die noch vorhan­dene Kapa­zität des Stifts ange­zeigt. Nutzer brau­chen sich in der Regel keine Sorgen machen, dass die Energie zur Neige geht, wenn der Stift nach der Nutzung wieder ins Gehäuse gesteckt. Wenige Minuten im Schaft reichen aus, dass der Stift für eine gewisse Zeit mit ausrei­chend Energie versorgt ist. S Pen-Aktionen am Beispiel der Kamera-App S Pen-Aktionen am Beispiel der Kamera-App
Screenshot: teltarif.de

Dex-Station

Mit Samsung Dex kann das Smart­phone mit ange­passter, eigener Benut­zer­ober­fläche auf einen externen Bild­schirm, zum Beispiel Smart-TV, gespie­gelt werden. Das Display des Smart­phones fungiert dann als Touchpad mit dem ein Curser entweder per Finger oder S Pen geführt werden kann. Beim Galaxy Note 10(+) erfor­derte die Verwen­dung der Dex-Station noch einen physi­schen Anschluss des Smart­phones. Bei der neuen Note-20-Genera­tion wird dies über­flüssig. Passende S-Pen-Apps ploppen automatisch auf, wenn der Stift aus dem Schaft gezogen wird. Außerdem: Akkustand des S Pen oben rechts Passende S-Pen-Apps ploppen automatisch auf, wenn der Stift aus dem Schaft gezogen wird. Außerdem: Akkustand des S Pen oben rechts
Screenshot: teltarif.de
Über ein entspre­chendes Shortcut kann das Smart­phone mit einem Monitor auch ohne Kabel verbunden werden. Eben­falls neu ist die Split-Anzeige. So können auf dem Smart­phone-Bild­schirm und auf dem externen Anzei­ge­gerät jeweils eine andere App von unter­schied­li­chem Typ geöffnet sein, beispiels­weise auf dem Fern­seher ein Video, während auf dem Smart­phone-Display mit dem S Pen Notizen gemacht werden können.

Kameras und Fazit

Die Kameras im Test

Wie bereits ohne Umschweife ange­deutet, zieht das Kamera-Modul auf der Gehäu­se­rück­seite die Blicke auf sich. Wie auch das Galaxy S20 Ultra 5G verfügt das Note 20 Ultra 5G über eine 108-Mega­pixel-Haupt­ka­mera (Blende: f/1,8). Zur Vervoll­stän­di­gung des Triple-Systems gesellen sich 12-Mega­pixel-Ultra­weit­win­kel­ka­mera (Blende: f/2.2) und ein 12-Mega­pixel-Tele­ob­jektiv (Blende: f/3.0). Der maxi­male digi­tale Zoom liegt bei 50-fach, optisch maximal fünf­fach.

Video­auf­nahmen sind mit bis zu 8K-Auflö­sung möglich. Je nach Aufnah­me­si­tua­tion können Smart­phone-Filmer das Feature "Multiple Audio Recording" nutzen und die verschie­denen Mikro­fone des Smart­phones separat steuern, beispiels­weise nur die vorderen oder nur die hinteren. Das Hauptkamera-System auf der Gehäuserückseite Das Hauptkamera-System auf der Gehäuserückseite
Bild: teltarif.de
Wir haben die Haupt­ka­mera sowohl Labor­be­din­gungen als auch Berlin-Frie­denauer Gefilden ausge­setzt. Zunächst beschäf­tigen wir uns mit den Aufnahmen unter Labor­be­din­gungen. Bei gutem Licht gibt es nicht viel am Ergebnis auszu­setzen: Natür­liche und inten­sive Farben sowie viele Details. Was anderes hätten wir vom Galaxy Note 20 Ultra 5G aber auch nicht erwartet. Erst wenn die Licht­ver­hält­nisse schlechter werden, muss die Kamera in der Regel ihre Muskeln spielen lassen.

Vom Bild­ergebnis bei schlechtem Licht sind wir aller­dings enttäuscht. Die Darstel­lung ist insge­samt viel zu dunkel, die Farben entspre­chend nicht mehr gut zu erkennen. Beson­ders die dunklen Quadrate braun und schwarz lassen sich kaum noch vonein­ander unter­scheiden. Die Detail-Armut ist für eine Kamera in einem Ober­klasse-Samsung-Smart­phone erschre­ckend. Allen­falls das nicht über­mäßig vorhan­dene Bild­rau­schen fällt noch positiv auf.

Beim Samsung Galaxy S20 Ultra wunderten wir uns im Test auch über die schlechten Ergeb­nisse bei schlechtem Licht im Vergleich zum Vorgänger Samsung Galaxy S10(+). Hier konnte auch der inte­grierte Nacht­modus nicht für ein deut­lich besseres Ergebnis sorgen. Immerhin macht das die Soft­ware des Galaxy Note 20 Ultra besser. Gerade was Ausleuch­tung und Detail­ge­nau­ig­keit angeht, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Zudem ist das Bild­rau­schen sehr gering, die Farben sind natür­lich und intensiv genug und lassen sich problemlos vonein­ander unter­scheiden. Die Aufnahmen, die wir mit der Kamera des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G gemacht haben, können Sie sich nach­fol­gend anschauen.

Haupt­ka­mera: Labor-Aufnahmen

Daneben haben wir die Haupt­ka­mera auch morgend­li­chem Tages­licht ausge­setzt und verschie­dene Modi der Kamera-App auspro­biert. Die Aufnahmen im Stan­dard- und Weit­winkel-Modus sind unauf­fällig und spie­geln das Ergebnis aus der Labor-Aufnahme wider. Inter­es­sant wird es bei Betrach­tung der Zoom­qua­li­täten der Smart­phone-Kamera. Die Aufnahme mit 20-fachem Zoom sieht noch richtig scharf aus und offen­bart viele Details. Die Aufnahme mit maxi­maler Zoom­stufe 50-fach ist da deut­lich verpi­xelter, die Kirch­turmuhr lässt sich aber noch sehr gut ablesen. Standard- vs. 108-Megapixel-Modus Standard- vs. 108-Megapixel-Modus
Bild: teltarif.de
Die Detail­dar­stel­lung in entfern­teren Bild­be­rei­chen lässt sich auch über einen anderen Weg erhöhen. Die Kamera-App des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G bietet einen 108-Mega­pixel-Modus, der genau das errei­chen soll. Während wir alle anderen Aufnahmen im 16:9-Format aufge­nommen haben, sind Bilder im 108-Mega­pixel-Modus nur im 4:3-Format möglich. Wir haben die gleiche Aufnahme im Stan­dard-Modus gemacht und vergli­chen. Die Schrift auf dem Stra­ßen­schild ist deut­lich besser zu erkennen, genauso wie die Struktur des Kirchen­ge­bäudes im entfernten Hinter­grund­be­reich.

Zu beachten ist, dass die Aufnahme, die wir im 108-Mega­pixel-Modus gemacht haben, 32,5 MB groß ist und entspre­chend Spei­cher­platz in Anspruch nimmt. Die Stan­dard-Aufnahme hingegen benö­tigt nur rund 3,3 MB. Alle Aufnahmen, die wir mit der Haupt­ka­mera des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G in freier Wild­bahn gemacht haben, können Sie sich nach­fol­gend anschauen.

Haupt­ka­mera: Außen-Aufnahmen

Der 10-Mega­pixel-Selfie­ka­mera (Blende: f/2.2) haben wir uns im Test natür­lich auch gewidmet. Unter Labor­be­din­gungen zeigt sich bei guten Licht­ver­hält­nissen ein sehr gutes Ergebnis mit getreuen, inten­siven Farben und vielen Details. Die Selfiekamera als dezentes Punch Hole Die Selfiekamera als dezentes Punch Hole
Bild: teltarif.de
Was die Farb­in­ten­sität angeht, so schafft es die Kamera auch bei schlechten Licht eine sehr gute Repro­duk­tion des Objekts zu liefern. Aller­dings verschwimmt dieses stark mit dem Hinter­grund, von dem keine Details mehr sichtbar werden. Ein Nacht­modus gibt es auch für die Selfie­ka­mera. Das Objekt ist zwar zu erkennen, unserer Meinung nach ist das Ergebnis jedoch unbrauchbar.

Viel­leicht schafft es Samsung das mittels eines Soft­ware-Updates in den Griff zu bekommen. Das gilt auch für das schlechte Ergebnis der Haupt­ka­mera bei schlechtem Licht ohne akti­vierten Nacht­modus. Unsere Einschät­zung ist daher nicht in Stein gemei­ßelt, weshalb wir künftig weitere Tests mit der Kamera des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G durch­führen werden. Für den Test Stand heute bewerten wir aber auch die aktu­ellen Bild­ergeb­nisse. Die Aufnahmen, die wir mit der Selfie­ka­mera des Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G im Test­labor gemacht haben, können Sie sich nach­fol­gend anschauen.

Selfie­ka­mera: Labor-Aufnahmen

Fazit

Das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G ist ein sehr gutes Smart­phone dessen sehr großes Display mit exzel­lenter Hellig­keit punkten kann. Trotz 6,9 Zoll liegt das Phablet ausge­zeichnet in der Hand, was insbe­son­dere der Bedie­nung mit dem zuver­läs­sigen und mit Zusatz­fea­tures wie einer Gesten­steue­rung ausge­stat­teten Einga­be­stift zugute kommt. Der Schaft des S Pen und die Funk­ti­ons­tasten haben zum Vorteil ihre Posi­tion geän­dert, das Stereo­laut­spre­cher­system liefert erst­klas­sigen Sound. Von der Haupt­ka­me­ra­leis­tung bei schlechtem Licht sind wir aller­dings sehr enttäuscht, dafür kann der Nacht­modus für eine posi­tive Opti­mie­rung sorgen. Der Nacht­modus der Selfie­ka­mera ist jedoch bislang noch unbrauchbar. Die Kamera-Defi­zite dürften sich aber womög­lich durch ein Soft­ware-Update beheben lassen. Eben­falls uner­wartet ist die dürf­tige Bench­mar­k­leis­tung auf dem Papier. Hier leisten die Vertreter der Galaxy-S20-Serie mit glei­cher CPU mehr.


Logo teltarif.de Galaxy Note 20 Ultra

Gesamtwertung von teltarif.de
Samsung Galaxy Note 20 Ultra

PRO
  • Handliches Design
  • Sehr helles und großes Display
  • Guter Kamera-Nachtmodus
  • Sehr gutes Stereolautsprechersystem
CONTRA
  • Hauptkamera bei schlechtem Licht (Standard-Modus) ungenügend
  • Fragwürdiger Nachtmodus der Selfiekamera
  • Kein Kopfhöreranschluss
Testzeitpunkt:
08/2020
Samsung Note 20 Ultra
Testurteil
gut (1,6)
Preis/Leistung: 3,8
Bewertung aktuell: 1,6
Einzelwertung
Datenblatt
Erklärung Testverfahren
Testsiegel downloaden

Einzelwertung Samsung Galaxy Note 20 Ultra

Galaxy Note 20 Ultra
Gesamtwertung
gut (1,6)
87 %
Preis/Leistung
3,8
  • Gehäuse / Verarbeitung 10/10
    • Material 10/10
    • Haptik 10/10
    • Verarbeitung Gehäuse 9/10
  • Display 9/10
    • Touchscreen 9/10
    • Helligkeit 10/10
    • Pixeldichte 8/10
    • Blickwinkelstabilität 8/10
    • Farbechtheit (DeltaE) 7/10
    • Kontrast 10/10
  • Leistung 8/10
    • Benchmark Geekbench Single 2/10
    • Benchmark Geekbench Multi 9/10
    • Benchmark Browsertest 10/10
    • Benchmark Antutu 10/10
  • Software 10/10
    • Aktualität 10/10
    • Vorinstallierte Apps 7/10
  • Internet 10/10
    • WLAN 10/10
    • LTE 10/10
    • LTE Geschwindigkeit 10/10
    • 3G 10/10
    • Empfangsqualität 9/10
    • Dual-SIM 8/10
  • Telefonie 9/10
    • Sprachqualität 9/10
    • Lautstärke 10/10
    • Lautsprecher (Freisprechen) 9/10
  • Schnittstellen / Sensoren 9/10
    • USB-Standard 10/10
    • NFC 10/10
    • Navigation 9/10
    • Bluetooth 10/10
    • Kopfhörerbuchse 6/10
    • Video-Out 10/10
    • Fingerabdruckscanner 10/10
    • Gesichtserkennung 10/10
  • Speicher 8/10
    • Größe 9/10
    • SD-Slot vorhanden 5/10
  • Akku 9/10
    • Laufzeit (Benchmark) 9/10
    • Induktion 10/10
    • Schnellladen 10/10
  • Kamera 7/10
    • Hauptkamera
    • Bildqualität hell 9/10
    • Bildqualität dunkel 2/10
    • Bildstabilisator 10/10
    • Frontkamera
    • Bildqualität hell 10/10
    • Bildqualität dunkel 7/10
    • Kameraanzahl 10/10
    • Video 8/10
    • Handling 8/10
alles ausklappen
Gesamtwertung 87 %
gut (1,6)

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