Kuriosität

Samsung Galaxy J2 Pro: Das Smartphone ohne Internet-Zugang

Laut Samsungs Meinung brauchen südkoreanische Studenten keinen Internetzugang im Smartphone. Deshalb wurde im Galaxy J2 Pro darauf verzichtet. Davon abgesehen gibt es eine typische Einsteiger-Ausstattung.
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"Sensationelles Design": das Galaxy J2 Pro
"Sensationelles Design": das Galaxy J2 Pro
Die Telefonie ist bei Mobilgeräten schon längst in den Hintergrund gerückt, die meiste Kommunikation findet über Messenger und soziale Netzwerke statt. Um diese Dienste nutzen zu können, ist allerdings eine Internetverbindung die Grundvoraussetzung. Eben jene fehlt bei Samsungs kommender Südkorea-Ausgabe des Galaxy J2 Pro gänzlich. Der Hersteller blockiert sowohl den Mobilfunk als auch das WLAN und bewirbt das Telefon als "bestes Smartphone für Studenten". Bei der restlichen Ausstattung des Mobilgeräts gibt es Einsteigerkost, etwa ein 5-Zoll-Display mit 960 mal 540 Pixel und einen Snapdragon 425.

Galaxy J2 Pro mit blockiertem Internetzugang angekündigt

Auf seiner koreanischen Webseite (via Slashgear) hat Samsung heute eine ungewöhnliche Ankündigung gemacht. Im Jahr 2018 ist für die meisten Menschen ein Smartphone, das ohne Internetverbindung auskommen muss, ein merkwürdiges Produkt, der Hersteller entschied sich aber bewusst für diesen Schritt. Der Google-Übersetzer liefert uns folgende Erklärung zu Samsungs neuem Einsteiger-Smartphone: "Das 'Galaxy J2 Pro' unterstützt grundlegende Funktionen wie Telefon, Nachrichten und Kamera, blockiert jedoch mobile Daten wie 3G, LTE und Wi-Fi und muss sich auf das Lernen und die Bedürfnisse älterer Benutzer konzentrieren, die auf Datengebühren reagieren." Außerdem sollen die Zielgruppen von der vorinstallierten Wörterbuch-App Diodic4 profitieren.

"Sensationelles und anspruchsvolles Design"

Samsungs Versuche, den Käufern das Galaxy J2 Pro schmackhaft zu machen, kommen teilweise etwas erzwungen daher. Das Unternehmen weist auf das "sensationelle und anspruchsvolle Design" hin, dabei erinnert das Erscheinungsbild eher an das sieben Jahre alte Galaxy S2. Selbst für die verlangten 199 100 südkoreanischen Won, umgerechnet circa 150,89 Euro, wirkt die Ausstattung dieses Mobiltelefons antik. Der 5 Zoll große Bildschirm beherbergt nur eine qHD-Auflösung (Quarter-HD) und weder der RAM (1,5 GB) noch der Flash-Speicher (16 GB) sind besonders üppig. Der Quad-Core-Prozessor Snapdragon 425 ist ebenfalls etwas angestaubt, was auch für das Betriebssystem Android 7.1.1 Nougat gilt. Fotos nimmt das Galaxy J2 Pro mit der 8-Megapixel-Hauptkamera und der 5-Megapixel-Selfie-Knipse auf. Wenn es unbedingt ein Samsung-Smartphone in dieser Preisklasse sein soll, bietet sich das Galaxy J5 (2017) an. Das kostet kaum mehr und ist deutlich besser ausgestattet. Bei Bedarf kann man das Internet ja auch selbst deaktivieren.

Geld zurück nach dem Examen

Eine nette Promotion-Aktion für Studenten hat Samsung allerdings ins Leben gerufen. So verkündet der Konzern, dass nach bestandenem Examen in den Jahren 2019 und 2020 das Galaxy J2 Pro zurückgegeben werden kann und der Kaufpreis vollständig erstattet wird. Hierfür müssen die Anwender jedoch ein nach 2018 veröffentlichtes Smartphone der Produktreihen Galaxy A, Galaxy S oder Galaxy Note erworben haben.

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