Kurz-Test

Samsung Galaxy Alpha ausprobiert: Metall-Design und Technik-Kompromisse

Hübsch ist es und edel wirkt es auch: das Galaxy Alpha von Samsung. Beim Smartphone hat der Hersteller erstmals einen Rahmen aus Metall verarbeitet. Wir haben Eindrücke vom Alpha gesammelt und dabei nicht nur positive Dinge entdeckt. Mehr gibt es im Hands-On.
Von Rita Deutschbein

Das Öffnen von Apps sowie das Scrollen im Browser und zwischen den Homescreens gibt uns wenig Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der im Galaxy Alpha eingebauten CPU. Der Betrieb läuft flüssig und Anwendungen öffnen sich ohne Verzögerungen - soviel können wir sagen. Abzuwarten bleibt jedoch, wie gut das Alpha mit Multitasking und 3D-Games klar kommen wird.

Samsung Galaxy Alpha ausprobiert: Metall-Design, doch technisch noch Luft Lautsprecher an der Unterseite
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein
Der Chip unterstützt LTE Cat.6, wodurch theoretisch Datenraten von bis zu 300 MBit/s im Download via Mobilfunk möglich sind. Passende Tarife, die diese Datenrate anbieten, gibt es bislang aber noch nicht. Neben LTE können Nutzer auch via UMTS/HSPA oder WLAN a/b/g/n/ac ins Internet gehen. Ebenso werden NFC und Bluetooth 4.0 unterstützt. Das Galaxy Alpha bringt den vom Galaxy S5 bekannten Fingerabdruck-Sensor im Home-Button mit und verfügt darüber hinaus auch über den Download-Booster, bei dem der Downstream von WLAN und Mobilfunk-Modul kombiniert wird und der somit für eine stabilere und schnellere Verbindung sorgen soll.

Eindrücke, die wir noch nicht sammeln konnten

Samsung Galaxy Alpha ausprobiert: Metall-Design, doch technisch noch Luft Metall-Rahmen mit Lautstärkewippe
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein
Wie bei allen Hands-Ons ist es schwierig, etwas über die Fotoqualität der Kamera sowie über die Ausdauer des Akkus zu sagen. Das Galaxy Alpha besitzt eine 12-Megapixel-Kamera und eine Frontkamera mit 2,1 Megapixel. Der Akku hat eine Kapazität von 1 860 mAh - zum Vergleich: Das Galaxy S5 besitzt einen 2 800-mAh-Akku, die Batterie bietet also fast 1 000 mAh mehr. Was das für die Betriebsdauer heißt, muss ein genauer Test zeigen, denn beim Alpha muss lediglich ein HD-Display mit Strom versorgt werden und nicht wie beim Galaxy S5 ein Full-HD-Screen.

Das Smartphone mit Metall-Rahmen besitzt jedoch zwei mehr oder weniger große Mankos: Zum einen bringt das Galaxy Alpha keinen SD-Karten-Slot mit, sodass der interne 32 GB nicht erweitert werden kann. Zum anderen verfügt das Gerät nur über den langsameren USB-2.0-Port, auf USB 3.0 wie beim Galaxy S5 wurde verzichtet. Zumindest steht Nutzern mit Android 4.4 Kitkat aber ein aktuelles Betriebssystem zur Verfügung.

Fazit: Optisch hübsch anzusehen, doch technisch nicht ganz aktuell

Samsung Galaxy Alpha ausprobiert: Metall-Design, doch technisch noch Luft Die verschiedenen Farben des Galaxy Alpha: Schwarz, Weiß, Gold und Blau
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein, Marleen Frontzeck
Was das Design angeht, kann Samsung beim Galaxy Alpha unserer Meinung nach punkten. Der Metall-Rahmen macht nicht nur optisch etwas her, er ist auch qualitativ hochwertig. Aufgrund des Metalls am Gehäuse hätten wir ein höheres Gewicht erwartet und waren daher über die Leichtigkeit des Alphas erstaunt - es kam zu Beginn der Eindruck auf, es könnte sich um ein Spielzeug oder eine Attrappe ohne Innenleben handeln.

Technisch bietet Samsungs Smartphone zwar einen aktuellen Prozessor und mit 2 GB auch einen ordentlichen Arbeitsspeicher, dafür enttäuscht aber die Display-Auflösung mit nur 1 280 mal 720 Pixel. Warum der Hersteller keinen Full-HD-Screen spendiert hat, bleibt unbeantwortet. Alles in allem ist das Alpha ein Gerät, das mit einer UVP von 649 Euro zu teuer ist, aber das auch Vorfreude auf weitere Tests macht.

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