Im Detail

Samsung Galaxy A5 im Test: Zwischen Metallgehäuse und fest integriertem Akku

Statt auf Kunst­stoff zu setzen, verar­beitet Samsung beim Galaxy A5 zum ersten Mal nur Metall für das Gehäuse. Für das edle Design des LTE-Smartphones müssen Nutzer aber einige Abstriche hin­nehmen. Wir haben das Galaxy A5 im Test unter die Lupe genommen.
Von Rita Deutschbein

Telefoniequalität und Internet-Anbindung

Bei einem Smartphone dieser Preisklasse darf LTE nicht mehr fehlen. Das Samsung Galaxy A5 unterstützt LTE Cat.4 in den in Deutschland derzeit verwendeten gängigen Frequenzen und somit Datenraten von bis zu 150 MBit/s im Down- und bis zu 50 MBit/s im Upstream. Alternativ zum Highspeed-Internet können sich Nutzer auch via GPRS/EDGE bzw. UMTS/HSPA+ ins Netz einwählen und erreichen somit Geschwindigkeiten von maximal 42 MBit/s. Zwischen den Netzen wechselt das Smartphone zügig und auch die Verbindung wird stabil gehalten. Alternativ zum Mobilfunk klappt der Zugang zum Internet auch via WLAN a/b/g/n - also sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Frequenzband. Im Metallrahmen angebrachte Kunststoff-Brücken für die Antennen sorgen dafür, dass der Funkempfang trotz Metallgehäuse ausreichend stark ist. LED-Blitz, Kamera und Lautsprecher auf einer Ebene
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein
Unsere Testtelefonate mit dem Galaxy A5 führten wir im Netz der Telekom, wobei der Gesprächspartner auch in lauter Umgebung klar und deutlich zu verstehen war. Die Filter für die Geräuschunterdrückung arbeiten zuverlässig. Im Freisprechmodus stört jedoch der etwas blechern klingende und recht klein ausfallende Lautsprecher. Dieser sitzt direkt neben der Kamera.

Der blecherne Klang stört auch beim Abspielen von Musik. Immerhin bietet Samsung aber die Möglichkeit, über die Musik-App im Unterpunkt Einstellungen -> SoundAlive Änderungen am Klangbild vorzunehmen. Über den Equalizer kann das Klangbild je nach Geschmack hin zu Rock, Pop, Klassik oder Jazz angepasst werden. Ebenfalls einstellen lässt sich die Stärke des Bass und des 3D-Sounds. Dem Galaxy A5 liegen schicke In-Ear-Kopfhörer bei, die für eine qualitativ gute Musik-Wiedergabe sorgen und die sich auch als Headset nutzen lassen.

Die Kamera und ihre Funktionen

Die Hauptkamera des Smartphones macht Bilder mit bis zu 13 Megapixel im 4:3-Format, wobei standardmäßig aber eine Auflösung von 9,6 Megapixel im 16:9-Format eingestellt ist. Unterstützt wird die Hauptkamera durch einen LED-Blitz sowie durch diverse, einstellbare Modi. Die Frontkamera bietet eine maximale Auflösung von 5 Megapixel.

Die Kamera-App ist übersichtlich und intuitiv bedienbar. Mit einem Klick auf den virtuellen Button "Modus" öffnet sich ein seitlicher Slider, über den auf den automatischen Modus, den Modus Schönes Portrait, Hauptkamera-Selfie, Panorama, Animiertes GIF und den Nachtmodus zugegriffen werden kann. Auch lassen sich auf Wunsch weitere Modi downloaden und über die Verwaltung kann der Nutzer einstellen, welche Modi in der Kamera-App angezeigt werden.

Um in die Detaileinstellungen der Kamera zu gelangen, sind mehrere Klicks notwendig. Erst über das Zahnradsymbol und einen Klick auf die drei Punkte erreicht der Nutzer im Untermenü wichtige Einstellungen wie den Weißabgleich, ISO und den Belichtungswert - das hätte besser gelöst werden können. Ein Blick auf das Kamera-Menü
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein
Durch den neuen Modus Hauptkamera-Selfie können Selbstportraits auch mit der 13-Megapixel-Kamera aufgenommen werden. Die Kamera fokussiert in diesem Modus automatisch, wenn sie ein Gesicht erkennt und macht dies durch Vibration des Handys deutlich. Ein Vibrationscountdown zeigt dem Nutzer zudem die verbleibende Zeit bis zum Auslösen der Kamera. In der Praxis ist diese Funktion nicht ganz so gut umgesetzt. Zwar wurde in jedem Testlauf das Gesicht erkannt, doch war dieses oft nicht optimal im Bild positioniert. Offenbar reichen dem Modus bereits prägnante Gesichtsmerkmale, um die Kamera auslösen zu lassen - auch wenn vielleicht nur ein Teil des Gesichts im Foto angezeigt wird. Die Frontkamera eignet sich für Selfies somit besser, da der Nutzer hier sieht, was er aufnimmt.

Die Kameralinse erfasst einen angenehm großen Aufnahmebereich, sodass auch von Nahem noch größere Objekte fotografiert werden können, ohne dass Teile abgeschnitten werden. Qualitativ können die Fotos überzeugen, wenn sie auch nicht die Besten sind, die wir je in einem Test gesehen haben. Farben sind klar voneinander abgegrenzt, Konturen nicht ausgefranst und Details erkennbar. Unser Testfoto bei Kunstlicht wirkt allerdings zu dunkel, weiße Elemente zeigen einen leichten Grauschleier.

Im Dunkeln fotografiert, mit nur einer schwachen, indirekten Lichtquelle und ohne Blitz, gab es ebenfalls annehmbare Ergebnisse. Zwar wirkt die Aufnahme insgesamt eher dunkel und verrauscht, doch sind Farben dennoch noch recht gut voneinander zu unterscheiden und verlaufen nicht. Zur Verdeutlichung haben wir beide Fotos in Originalgröße angehängt.

In unserem Kamera-Test haben wir Vergleichsfotos der Handykameras anderer Smartphones angehängt.

Fazit: Gutes Mittelklasse-Smartphone mit etwas zu hohem Preis

Die Einzelnoten im Handy-Test:
  • Technische Ausstattung: 3
  • Bedienung, Handling, Software: 1,5
  • Hardware, Verarbeitung, Material: 1,5
  • Basis-Feature des Handys: 2,3
  • Einschätzung des Redakteurs: 2
  • Gesamtnote: 2
Das Samsung Galaxy A5 erlaubt sich keine großen Schwächen, kann andererseits aber auch kaum mit wirklichen Highlights aufwarten. Der Prozessor sorgt für eine stabile Leistung und das schnelle LTE ermöglicht auch unterwegs eine flotte Internet-Anbindung. Mit dem neuen Metallgehäuse wagt Samsung erstmals den Schritt weg vom Polycarbonat, was sich viele Nutzer gewünscht haben. Diese Änderung bei der Materialwahl müssen sie allerdings mit einem fest eingebauten Akku bezahlen, der im Fall des Galaxy A5 aber erfreulich langatmig ist. Zusammengefasst konnte das Galaxy A5 von Samsung im Test überzeugen, ist im Preisvergleich mit ähnlich ausgestatteten Geräten aber zu teuer.
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