Aluminium

Samsung Galaxy A3 mit Metall-Body im Test: Robust und hosen­taschen­ge­eignet

Das Galaxy A3 ist zusammen mit dem Galaxy A5 eines der ersten Samsung-Smartphones mit Metallgehäuse. Doch können auch die inneren Werte überzeugen? Wir hatten das kleinere der beiden Aluminium-Handys im Test.
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Beim Test der Leistungsfähigkeit des Smartphones müssen wir dasselbe konstatieren, das wir bereits weiter oben beim Display gesagt haben: Hinter der schicken Hülle des Galaxy A3 verbirgt sich maximal ein Mittelklasse-Smartphone, dessen Leistung für alltägliche Aufgaben ausreicht, aber klar definierte Grenzen hat.

Samsung Galaxy A3

Lautstärkewippe auf der SchmalseiteLautstärkewippe auf der Schmalseite Die von uns mit Smartphones und Tablets durchgeführten Benchmark-Tests geben am Ende einen Score-Wert aus, der dem unbedarften Nutzer meist wenig sagt. Getestet werden die Leistungsfähigkeit des Hauptprozessors, der Grafikeinheit sowie die Zugriffszeiten auf Festspeicher und Arbeitsspeicher. Die Leistung des Galaxy A3 ist mit der des Schwesternmodells Galaxy A5 so gut wie identisch, obwohl das A3 nur 1,5 GB Arbeitsspeicher mitbringt (verglichen mit 2 GB beim A5). Im Test beider Smartphones konnten wir feststellen, dass der gemeinsame Prozessor Snapdragon 410 mit vier Kernen und einer Taktfrequenz von 1,2 GHz genügend Leistung bietet, um die Standardaufgaben wie Starten und Beenden von Apps, Abspielen von Musik und Videos sowie Surfen im Internet flüssig bewältigt.

Probleme bekommt er allerdings bei rechenintensiven Aufgaben wie Spiele: Hier konnten wir ein stetiges Ruckeln sehen, was nicht nur bei anspruchsvollen Effekten wie Nebel, Explosionen und Lichteffekten auftrat, sondern immer. Ein guter Gradmesser ist hierfür die Anzahl der Bilder pro Sekunde (FPS), die Prozessor und Grafikeinheit bewältigen. Beim Galaxy A3 waren dies durchschnittlich nur magere 12,6 FPS. Zur Erinnerung: Erst ab einem Wert von 24 FPS nimmt das menschliche Auge eine Bilderfolge als flüssig wahr.

Kamera für Tageslicht-Fotos gut, bei schlechtem Licht nicht

Das Kameramodul steht etwas über das Gehäuse hinausDas Kameramodul steht etwas über das Gehäuse hinaus Die Haupt-Kamera hat Samsung gegenüber der großen Schwester Galaxy A5 leider abgespeckt: Das Galaxy A3 hat nur eine 8-Megapixel-Rückkamera, während die Kamera des A5 13 Megapixel bietet. Bei guter Beleuchtung in unserem Fotostudio konnten wir interessanterweise mit bloßem Auge kaum Unterschiede auf den Fotos feststellen. Auch die Fotos des Galaxy A3 sind ordentlich ausgeleuchtet, scharf und zeigen natürliche Farben. Farbverläufe konnten wir bei gutem Licht praktisch keine feststellen. Für die Landschaftsfotografie und Erinnerungsfotos ist die Kamera also durchaus geeignet und auch bei der Präsentation via Fernseher und Beamer muss man sich für die Fotos nicht schämen.

Bei schlechtem Licht zeigt sich allerdings, dass Samsung hier einen "billigeren" Chip verbaut hat. Die Fotos sind deutlich verrauschter als beim Galaxy A5, was man unten bei unserem Testfoto bei schlechten Lichtverhältnissen gut sehen kann. Interessanterweise sind die Farben auch bei schlechtem Licht noch recht ordentlich zu unterscheiden. An den Kanten sind aber Farbverläufe sichtbar und das Bildrauschen führt uns zu der Schlussfolgerung, dass die Kamera des Galaxy A3 nicht als Party-Knipse zu empfehlen ist.

Telefonie, Internet und Akkuleistung

Unsere Testtelefonate mit dem Galaxy A3 führten wir im Vodafone-Netz. Der Gesprächspartner war stets laut und deutlich zu verstehen. Nur bei einzelnen Telefonaten legte sich ein leises Rauschen über das Gespräch. Da dies nur vereinzelt auftrat, müssen wir das eher dem Netz und nicht dem Telefon zurechnen.

Größenvergleich: Galaxy A3 links und A5 rechtsGrößenvergleich: Galaxy A3 links und A5 rechts Keine wirkliche Blöße gibt sich das Smartphone bei der Internet-Verbindung: Das Galaxy A3 unterstützt alle in Deutschland üblichen LTE- und UMTS-Frequenzen. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Netzstandards klappte stets in annehmbarer Geschwindigkeit. Bei WLAN unterstützt das Smartphone die Standards 802.11b/g/n im 2,4-GHz-Band. Auf 5-GHz-Unterstützung und den neuesten ac-Standards müssen die Käufer verzichten. Dieses Manko macht sich allerdings nur dann wirklich bemerkbar, wenn man innerhalb der letzten ein bis zwei Jahre einen neuen Router mit ac- und 5-GHZ-Unterstützung erworben hat - ein Wermutstropfen ist es trotzdem.

Dass der Akku bei einem geschlossenen Metallgehäuse nicht wechselbar ist, muss jeder Nutzer vor dem Kauf beachten - schließlich gibt es genügend Smartphone-Modelle, bei denen sich das Gehäuse öffnen und der Akku tauschen lässt. Mit 1 900 mAh war der Akku in unserem Test nicht gerade ein Überflieger, insbesondere deswegen, weil wir - wie beschrieben - die Displayhelligkeit manuell höherstellen mussten. Nach rund 6 Stunden Nutzung war in der Regel Schluss. Wir können dem Akku allerdings bescheinigen, dass er sehr schnell geladen ist, nach ca. 90 bis 100 Minuten ist er wieder voll. Wer beim Galaxy A3 mehr Power benötigt, sollte entweder stets das Netzteil mitnehmen und gelegentlich in der Nähe einer Steckdose sein oder über die Anschaffung eines externen Akkupacks nachdenken.

Fazit: Schöne Hülle, aber Kompromisse bei Display und Kamera

Die Einzelnoten im Handy-Test:
  • Technische Ausstattung: 2,7
  • Bedienung, Handling, Software: 1,5
  • Hardware, Verarbeitung, Material: 1,5
  • Basis-Feature des Handys: 2,3
  • Einschätzung des Redakteurs: 2,2
  • Gesamtnote: 2
Wer bei Samsung seit Jahren nach einem Metallgehäuse gerufen hat, wird jetzt erhört: Das Galaxy A3 ist ein schickes und robustes Smartphone, das aufgrund seiner kompakten Maße auch in der Hosentasche transportiert werden kann. Ausstattung und Leistung reichen für alltägliche Aufgaben aus, doch für anspruchsvolle Spiele müssen sich Interessenten nach Alternativen umsehen. Gespart hat Samsung bei Display und Kamera - beide Komponenten sind maximal mittelmäßig.
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