Neuer Performancekönig?

Samsung stellt den Oberklasse-Chip Exynos 8895 offiziell vor

Samsung präsentiert sein neues Smartphone-SoC für die Oberklasse, das Exynos 8895. Dieser Chipsatz bringt neben einem Gigabit-LTE auch eine flotte GPU mit sich. Des Weiteren gibt es eine Unterstützung für einen Iris-Scanner und Kameras mit bis zu 28 Megapixel.
Von André Reinhardt
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Samsung hat seinen neuen Smartphone-Chipsatz Exynos 8895 offiziell vorgestellt. Dabei setzt der Hersteller auf einen energiesparenden Fertigungsprozess von 10 Nanometer im FinFET-Verfahren. Für die nötige Performance soll die zweite Generation von Samsungs Mongoose-Kernen sorgen, von denen vier Exemplare bei fordernden Anwendungen zum Einsatz kommen. Ein weiteres Quad-Core-Cluster auf Cortex-A53-Basis wird aktiviert, wenn weniger Prozessorleistung benötigt wird. Weitere Highlights des SoC sind unter anderem eine hardwarebasierte 4K-VR-Unterstützung und ein integriertes Gigabit-LTE-Modem.

Samsung Exynos 8895 – Potentielles Herzstück des Galaxy S8 vorgestellt

Samsung stellt neuen Chipsatz vorSamsung stellt neuen Chipsatz vor Der südkoreanische Smartphone-Marktführer enthüllt seinen neuesten mobilen Chipsatz. Der Exynos 8895 ist der Nachfolger des bereits im November 2015 präsentierten Exynos 8890, der unter anderem im Galaxy S7 zum Einsatz kommt. Das Unternehmen setzt auch weiterhin auf die hauseigenen Custom-Cores namens Mongoose, die nun in einer zweiten Ausgabe als Performance-Quad-Core-Cluster verbaut werden.

Bei genügsamen Apps und Anwendungsszenarien werden vier Cortex-A53-Kerne aktiv. Samsung hält sich zwar bezüglich der Taktraten der CPU noch bedeckt, allerdings kursieren die meisten Informationen zum Exynos 8895 schon seit Ende 2016 im Internet. Diesen Angaben zufolge taktet die Mongoose-M2-Einheit mit 2,3 oder 2,5 Gigahertz und die A53-Kerne mit 1,7 Gigahertz. Das im 10-Nanometer-FinFET gefertigte SoC soll laut Samsung um 27 Prozent schneller und um 40 Prozent energiesparender sein.

Exynos 8895 bietet flottes LTE und potente GPU

Sowohl Qualcomm wie auch Intel haben jüngst neue Gigabit-LTE-Modems angekündigt und auch Samsung bedient diesen Trend. Das Modem des Exynos 8895 bietet Bandbreiten von bis zu 1 GBit/s im Download (Cat. 16) und 150 MBit/s im Upload (Cat. 13). Dabei kommen 5x Carrier Aggregation beim Empfangen und 2x Carrier Aggregation beim Senden von Daten zum Einsatz. Für die Grafikberechnung zeichnet sich die GPU Mali G71 MP20 verantwortlich. Die Performance soll um 60 Prozent im Vergleich zum Vorgänger Mali-T880MP12 gesteigert worden sein, trotzdem seien der Energieverbrauch und die Hitzeentwicklung gering.

Weitere Features des Exynos 8895

Multimedia-Fans finden ebenfalls spannende Funktionen im neuen Samsung-SoC wieder, beispielsweise die hardwarebasierte VR-Unterstützung bis zur 4K-Auflösung. Des Weiteren berechnet eine spezielle Vision-Prozessoreinheit unter anderem Panorama-Aufnahmen und Videotracking. Für den Sicherheitsaspekt hat der Konzern eine dedizierte Einheit verbaut, die sich um das Abspeichern und Verarbeiten biometrischer Daten kümmert. Diese können entweder über einen Iris-Scanner oder einen Fingerabdrucksensor registriert werden. Hobby-Fotografen kommen beim Exynos 8895 ebenfalls nicht zu kurz. Bis zu zwei rückseitige Kamera-Einheiten und eine maximale Auflösung von 28 Megapixeln stemmt der neue ISP. Die hohe Auflösung kann dabei auch für die Frontkamera verwendet werden.

Zeigt Samsung bereits das Galaxy S8?

Neuer Chip könnte beim S8 zum Einsatz kommenNeuer Chip könnte beim S8 zum Einsatz kommen Auf der Produktseite des SoC werden die verschiedenen Features teilweise mit Illustrationen eines Smartphones präsentiert. Das Modell ähnelt den bisher geleakten Fotos des Galaxy S8, was man unter anderem an den schmalen Partien unter- und oberhalb des Displays und der Dual-Kamera an der Rückseite erkennt. Möglicherweise stattet Samsung das kommende Flaggschiff je nach Region mit einem Snapdragon 835 oder einem Exynos 8895 aus.

In einer weiteren Meldung haben wir über das Snapdragon-X20-Modem berichtet, welches eine LTE-Speed von bis zu 1,2 GBit/s ermöglichen soll.

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