Smartphone-Prozessor

Samsung Exynos 5420: Die Kraft der acht Kerne für Grafik-Fans

Probleme der Vorgänger-CPU behoben, Leistung steigt um 20 Prozent
Von Rita Deutschbein
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Mit dem Exynos 5420 hat Samsung seinen neuesten Octa-Core-Prozessor vorgestellt, der die Nachfolge des Exynos 5410 antreten soll. Letzterer kommt in einigen Ländern im Samsung Galaxy S4 zum Einsatz - in Deutschland ist das Flagg­schiff lediglich mit Quadcore-Prozessor zu haben. Der neue Exynos 5420 soll ähnlich aufgebaut sein wie sein Vorgänger, jedoch wurden einige Probleme des älteren Modells nachge­bessert. Gedacht ist der Chip sowohl für den Einsatz in Smartphones als auch Tablets.

Samsung stellt Exynos 5420 vorSamsung stellt Exynos 5420 vor Samsungs neuer Chip ist wie der Vorgänger kein "echter" Acht-Kern-Prozessor. Er arbeitet vielmehr mit 2 mal 4 Kernen, die auf Basis der big.Little-Architektur von ARM geschaltet werden: Während bei anspruchs­vollen Prozessen die vier leistungs­starken, aber akku­zehrenden Kerne vom Typ Cortex A15, die jeweils mit 1,8 GHz getaktet sind, arbeiten, werden bei weniger rechen­intensiven Anwendungen die vier strom­sparenden A7-Kerne mit 1,3-GHz-Taktrate aktiviert.

Anders als beim Exynos 5410 sollen sich beim Exynos 5420 jedoch einzelne Kerne zu- bzw. abschalten lassen. So können offenbar auch nur zwei oder drei Cortex-A15- und Cortex-A7-Kerne aktiviert werden. Der Vorgänger erlaubte es aufgrund eines Controller-Defektes lediglich, vier leistungs­starke oder vier energie­sparende Kerne gleich­zeitig laufen zu lassen.

Exynos 5420 mit mehr Power und besserer Grafikleistung

Im Vergleich zum Exynos 5410 soll der nun vorgestellte Nachfolger laut Samsung rund 20 Prozent mehr Leistung ermöglichen. Beim Grafikchip hat Samsung den PowerVR SGX544MP3 mit einer ARM Mali T628 MP6 GPU mit sechs Kernen ersetzt. Dadurch soll sich die Grafik­leistung des neuen Chips verdoppeln. Der Grafik­chip unterstützt nun OpenGL ES 3 und OpenCL 1.1.

Die integrierte Bildkompression (Multiple Image Compression, kurz MIC) soll den Leistungs­bedarf des neuen Prozessors reduzieren, wenn Bilder oder Multimedia-Dateien auf dem Display dargestellt werden. Gerade bei Geräten mit hochauf­lösenden Displays mit beispiels­weise WQXGA-Auflösung (2 500 mal 1 600 Pixel) soll sich so die Akku­laufzeit spürbar erhöhen - insbe­sondere bei Prozessen, die eine häufige Bild­aktuali­sierung erfordern wie beim Surfen im Internet oder bei Multimedia-Anwendungen.

Samsungs neuer Octa-Core-Prozessor Exynos 5420 soll im August in die Massen­produktion gehen. Es wird vermutet, dass der Chip auch im Galaxy Note 3 zum Einsatz kommen wird. Die Vorstellung des neuen Riesen-Smartphones der Koreaner wird auf der IFA in Berlin erwartet.

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