Q1 2017

Smartphone-Zahlen: Samsung verdrängt Apple

Samsung konnte sich im ersten Quartal dieses Jahres wieder die Spitzenposition unter den Smartphone Herstellern sichern - vor Apple. Das berichten die Marktforscher von TrendForce.
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Das vergangene Jahr war für den Smartphone-Hersteller Samsung sicher kein leichtes. Im letzten Quartal 2016 verkauft Dauer­konkurrent Apple sogar erstmals seit zwei Jahren wieder mehr Smartphones als die Südkoreaner. Umso erfreulicher für Samsung dürfte dagegen die aktuelle Markt­studie von TrendForce sein. Demnach lieferte der vom Note-7-Debakel gebeutelte Konzern im ersten Quartal dieses Jahres wieder deutlich mehr Smartphones aus als Apple.

So mussten sich die Kalifornier mit dem zweiten Platz und einem Markt­anteil von nur noch 16,9 Prozent zufrieden geben. Im voran­gegangenen Quartal lag Apples-Markt­anteil noch bei 20,3 Prozent und der von Samsung bei lediglich 18,5 Prozent. Nun aber haben sich die Südkoreaner mit einem Markt­anteil von 26,1 Prozent wieder auf dem gewohnten ersten Platz positioniert. Auf den Plätzen hinter den beiden Markt­führern hat sich allerdings nicht besonders viel getan.

Andere Hersteller halten ihre Plätze

Tabelle der weltweiten Marktanteile von Smartphone Herstellern, gemessen an der geschätzten Produktionsmenge.
Abgesehen von den Spitzenpositionen hat sich wenig getan
Der chinesische Hersteller Huawei behält wie gehabt den dritten Platz. Der Markt­anteil hat sich dabei zwischen den beiden letzten Quartalen kaum verändert. Ende letzten Jahres wurde er noch auf 11,3 Prozent geschätzt, nun auf 11,4 Prozent. Ähnlich sieht es bei Oppo aus: Hier sankt der Markt­anteil von 8,8 Prozent im vierten Quartal 2016 auf 8,1 Prozent ersten Quartal 2017. Den vierten Platz konnte man so aber halten.

Auf Platz fünf sehen die Experten den hier­zulande eher weniger bekannten Hersteller BBK Electronics, der unter dem Namen seiner Smartphone-Marke Vivo schon etwas geläufiger sein dürfte - vor allem in asiatischen Ländern. Der Markt­anteil von BBK Electronics ist zwischen den letzten beiden Quartalen um 0,9 Prozentpunkte gesunken. Aber auch hier genügte das um die Stellung zu halten: So sieht TrendForce BBK beziehungs­weise Vivo auch im ersten Quartal 2017 auf dem fünften Platz welt­weit.

Ähnlich sieht es auf Platz 6 aus. Auch hier konnte ein Hersteller trotz Verlust seine Position halten. LG verlor im ersten Quartal des Jahres ganze 1,2 Prozent­punkte im Vergleich zum vierten Quartal des letzten Jahres, doch das genügte um sich den sechsten Platz zu sichern. Alle anderen Smartphone-Hersteller wurden mit einem Markt­anteil von 26,7 Prozent zusammen­gefasst, im vorangegangen Quartal hielten sie noch 28,3 Prozent.

Smartphone-Produktion insgesamt gesunken

Eine Frau hält ein Apple iPhone 4s (r) und ein Samsung Galaxy S3 hoch.Samsung produziert wieder mehr Smartphones als Apple Im Gegen­satz zu einigen anderen Markt­forschern schätzen die Experten von TrendForce im aktuellen Bericht die Produktions­zahlen von Smartphones, nicht die tatsächlichen Verkäufe. Demzufolge ist die welt­weite Smartphone-Produktion um ganze 23 Prozent zurück gegangen, was zu dieser Jahres­zeit aber üblich ist und sich vermutlich im weiteren Verlauf des Jahres wieder ändern wird.

Samsung war der einzige Hersteller, der seinen Markt­anteil deutlich steigern konnte. Und das verdanken die Südkoreaner nicht etwa ihren Oberklasse-Geräten S7 und S8, sondern vielmehr den Einsteiger- bis Mittel­klasse-Geräten. Samsung verfügt anders als Apple über eine sehr breite Produkt­palette und bietet mit der J- und A-Serie auch verhältnis­mäßig erschwingliche Smartphones an.

Der Verlust von Apple dürfte viel damit zu tun haben, dass es jüngst keine neuen iPhones gegeben hat, mal von der Aktualisierung des iPhone SE und dem jetzt auch in rot erhältlichen iPhone 7 abgesehen. Zudem könnten sich viele Apple-Fans mit Kauf­absicht derzeit in Geduld üben. Denn nicht nur sie, sondern die gesamte Branche dürfte aktuell gespannt auf das neue iPhone zum zehnten Jubiläum des Smartphones warten. Zwar soll das iPhone 8 später kommen als geplant, voraussichtlich aber noch in diesem Jahr.

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