Glasfaser only

Salt setzt im Festnetz voll auf Glasfaser mit Gigabit

Der Schweizer Mobilfunkanbieter Salt steigt jetzt in Festnetz und Internet-TV ein, aber rein auf Glasfaserbasis mit bis zu 2,2 GBit/s.
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Der Nachfolger von Orange Suisse heißt schlicht SaltDer Nachfolger von Orange Suisse heißt schlicht Salt Der Schweizer Mobilfunkanbieter „Salt“ (früher unter dem Namen Orange Suisse aktiv) erweitert sein Angebot und möchte nun aktiv in den Schweizer Festnetzmarkt einsteigen. Kleiner Haken: Dazu braucht es einen Glasfaseranschluss direkt ins Haus, den Salt in Zusammenarbeit dem Schweizer Unternehmen Swiss Fibre Net (SFN) in derzeit 30 verschiedenen Städten und Gemeinden und in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern anbieten will.

Salt Fiber

Zum „Salt Fiber“ Paket gehören Telefonanschluss, breitbandiger Internetzugang und TV Angebot.

Als Router wird die vom Schweizer Designer Alfredo Häberli entworfene „Fiber Box“ dem Kunden zur Verfügung gestellt, die einen 10 GBit/s LAN-Port-Anschluss enthält und direkt von der Glasfaser gespeist wird. Sie geht nach Vertragsende an Salt zurück.

Heiße Kiste

Fiber Box: Der Glasfaser-Router wurde von Alfredo Häberli extra für Salt designed.Fiber Box: Der Glasfaser-Router wurde von Alfredo Häberli extra für Salt designed. Um eine solche Bandbreite zu erreichen, ist die Salt Fiber Box mit einem 1.5 GHz Quad Core Prozessor ausgestattet. Dank ihrem schnellen DDR 32-Bit Speicher, zwei USB-3.0-Ports (5 GBit/s), einer 10 GBit/s Ethernet Schnittstelle und vier unabhängigen Gigabit Ports, fungiert die Salt Fiber Box ebenfalls als Media Gateway. Das eingebaute WLAN erlaubt Dualband-Betrieb auf 2,4 GHz und 5 GHz (Dualband) mit MIMO 4x4. Am Glasfaseranschluss stehen den Salt-Kunden bis zu 2,2 GBit/s zur Verfügung. Buchsen für zwei analoge Telefone oder eine Schnittstelle für DECT sind in der Fiber Box ebenfalls vorhanden.

Apple TV 4K als Set-Top Box

Zu Salt Fiber, dem Triple-Play Angebot von Salt aus Breitbandinternet, Festnetztelefonie und TV wird die Apple TV 4K als Set-Top Box für Neukunden angeboten.

Über den automatischen Installationsprozess der Salt Apps können Kunden des neuen Triple-Play-Angebotes direkt auf das Salt-Unterhaltungsangebot auf der Apple TV 4K zugreifen. Integriert sind der Live-TV-Dienst und eine Videothek auf Abruf (VOD) von Salt. Eine extra Set-Top Box ist nicht mehr notwendig.

Mehr als 300 TV-Sender, davon 150 in HD-Qualität

Die Art und Weise, wie wir fernsehen, habe sich grundlegend geändert, findet Salt und packte "smarte Funktionen" wie das Zurückspulen und Catch-Up, aber auch die Tatsache, dass Inhalte auf Abruf verfügbar sind und buchstäblich überall und jederzeit konsumiert werden können, ins Paket.

Salt TV beinhaltet das gesamte Live-TV Angebot und verschafft Kunden Zugang zu mehr als 300 TV-Sendern, wovon 150 in Hochauflösung (HD) und einige bereits in 4K-Auflösung verfügbar sind. Die Sender sind in einem deutschsprachigen (30 Sender für die ganze Familie), einem französischsprachigen (35 Sender und kostenloser Zugriff auf die myCanal App), einem italienischsprachigen und einem internationalen Paketbündel organisiert. Durch die Zusammenarbeit mit Canal+ soll eine Anzahl von Premium-Sendern im Basisangebot von Salt enthalten sein.

Premiumangebote gehen extra

Das Videoangebot von Salt, welches über die Salt Video App zugänglich ist, wird technisch von Hollystar unterstützt und wurde in Zusammenarbeit mit Sky entwickelt. Es basiert hauptsächlich auf den beiden Streamingdiensten Sky Sport und Sky Show, welche Zugang zu Sportereignissen sowie einer Videothek von mehr als 10 000 Filmen, Dokumentationen und Serien bietet, inklusive „exklusiver“ TV-Serien aus den USA, welche 48 Stunden nach ihrer Erstausstrahlung verfügbar sein sollen. Das Format der Inhalte passt sich automatisch an die Geräte und Bildschirme der Kunden (TV, Computer, Tablet oder Smartphone) an. Zusätzliche Inhalte werden wöchentlich hinzugefügt.

Salt schenkt im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit Sky allen Salt Fiber Kunden, die noch nicht auf sky.ch registriert sind, die ersten drei Monate Abonnementsgebühren für Sky Sport oder Sky Show als Kennenlernangebot. Salt-TV.Kunden profitieren ebenfalls von Canal+ Promotionen, wie der kostenlosen Bereitstellung des FAMILLE+ Bündels für die ersten sechs Monate und Zugang zum ESSENTIAL CANAL Bündel zum Vorzugstarif von 19 Franken (17 Euro) pro Monat und keiner weiteren Verpflichtung.

Zusätzlich zum Basisangebot des Live-TV Dienstes von Salt Fiber bereits mit 300 TV-Sendern können weitere Pakete in verschiedenen Sprachen sowie Premium-Inhalte von Canal+, Sky Sport und Sky Show anhand monatlicher Abonnements zusätzlich gebucht werden.

Optionen für Festnetztelefonie

Salt kündigte zusätzliche Optionen für den Festnetztelefoniedienst an, beispielsweise spezielle Tarife für Anrufe in bestimmte Länder und Länderzonen.

Was kostet der Spaß?

Salt Fiber für Salt-Mobilfunkkunden ist dort, wo schon Glasfaser bis ins Haus verfügbar ist, nach der Bezahlung einer einmaligen Aktivierungsgebühr von 99,95 Schweizer Franken (ca. 85 Euro) für monatlich 39,95 Franken (ca. 34 Euro) im Monat erhältlich. Ohne Salt-Mobilfunkanschluss kostet es 49,95 Franken (ca. 42,70 Euro) im Monat. Vergleichbare Angebote der Swisscom liegen bei etwa 70 oder 140 Franken (ca. 60 resp. 120 Euro). Als Quadruple Play, also Breitband-Internet, Festnetz, TV und Mobilfunk (Flatrate innerhalb der Schweiz) bietet Salt das Kombipaket für interessante 64,90 Franken (55,50 Euro) an, bei Swisscom kann es bis zu 210 Franken (180 Euro) kosten.

Ein Kommentar:

Es ist sicherlich ein Coup, einen nominellen 10 GBit/s Festnetzanschluss via Glasfaser vorzustellen und schnellstes Internet (bis 2,2 GBit/s) zusammen mit der Apple 4K Box dem Kunden anzubieten. Zum absoluten Kampfpreis von 39,95 Franken (34 Euro) oder 64,90 Franken (55,50 Euro) kommen aber noch die verschiedenen extra buchbaren Programmpakete diverser Premium-Anbieter hinzu, sodass am Monatsende sicherlich deutlich mehr auf der monatlichen Rechnung stehen dürfte.

Wo gibt es schon Glasfaser ins Haus, also FTTH?

In diesen Schweizer Städten soll Glasfaser bis ins Haus (FTTH) mit Salt möglich sein.
In diesen Schweizer Städten soll Glasfaser bis ins Haus (FTTH) mit Salt möglich sein.
In der Schweiz ist die Glasfaser im Gegensatz zu Deutschland schon zu etwa 30 Prozent landesweit verfügbar. In vielen Orten haben örtliche Energieversorger, die sich meist im Besitz der Gemeinden oder der öffentlichen Hand befinden, fast immer gemeinsam mit der Swisscom Glaserfaser in die Häuser verlegt (sogenanntes 4-Fasern-Modell). Von daher kann dieser Ansatz dort funktionieren.
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