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Sofortige Rufnummernportierung nach zweieinhalb Wochen

Telekom wollte von ursprünglichen Zusagen zunächst nichts wissen
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Sollte die Umschaltung der Rufnummer eigentlich am 31. Mai um 0 Uhr erfolgten, so war selbst gegen 1 Uhr noch die alte Telekom-SIM aktiv, während auf dem o2-Vertrag die temporäre Handynummer aufgeschaltet war. Vier Stunden später war die Portierung erfolgt. Unter der bisherigen Telekom-Nummer war nun die o2-Karte erreichbar. Die vorläufige o2-Nummer war Geschichte.

Auch die bislang im Telekom-Netz aktive SIM-Karte buchte sich nicht mehr ein. Dafür konnte die eine Woche zuvor zugesandte neue Karte nun für eingehende und abgehende Anrufe verwendet werden und auch der mobile Internet-Zugang über GPRS, UMTS und LTE funktionierte.

Portierte Rufnummer aus allen Netzen erreichbar

o2 informiert über erfolgreiche Portierung per SMSo2 informiert über erfolgreiche Portierung per SMS Die zu o2 portierte Rufnummer war sofort aus allen deutschen Netzen erreichbar. Das gilt sowohl für Telefonate, als auch für SMS und MMS. Ähnliche Erfahrungen machten wir in der Vergangenheit bereits bei Rufnummernportierungen zum Ende der Mindestvertragslaufzeit. Die technische Umsetzung der vorzeitigen Rufnummernmitnahme funktioniert somit nach unseren Erfahrungen ohne Probleme.

Wer eine Rufnummernportierung plant, sollte in jedem Fall in der Nacht vor dem Anbieterwechsel die Voicemailboxen abhören. Unsere ursprüngliche o2-Mailbox war nach der Umstellung verschwunden. Dafür mussten wir einen neuen mobilen Anrufbeantworter einrichten. Bei der Telekom ist ebenfalls eine neue Mailbox aktiv, zumal es sich hier zumindest technisch um einen neuen Vertrag handelt.

Gegen 09.30 Uhr teilte o2 per SMS mit, wir seien nun unter der neuen Rufnummer erreichbar. Wenige Stunden später funktionierte auch der Login in den passwortgeschützten Kundenbereich der o2-Webseite mit der bisherigen Telekom-Nummer. Damit war der Vorgang der vorzeitigen Rufnummernportierung technisch abgeschlossen.

Fazit: "Sofortige" Rufnummernportierung dauert noch zu lange

Eigentlich soll die Rufnummernportierung innerhalb eines Tages klappen. Inoffiziell sprechen die Netzbetreiber derzeit von einer Verzögerung von etwa zehn Tagen. Das soll sich erst im Dezember ändern, wenn es für die sofortige Rufnummernmitnahme automatisierte Prozesse gibt.

In unserem Fall betrug die Wartezeit allerdings sogar zweieinhalb Wochen. Zudem war das Verhalten der Telekom sehr kundenunfreundlich - wenn auch vermutlich unbeabsichtigt und dadurch begründet, dass die temporär bis zum Vertragsende eingerichtete Rufnummer als neuer Vertrag angelegt wurde. Bleibt die Hoffnung, dass der Konzern seine Prozesse nachbessert.

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