Informationsflut

RSS-Reader: Alle Informationen in einer Anwendung gebündelt

Ob ein neuer Artikel bei einer Nachrichtenseite, ein Beitrag im persönlichen Lieblings-Blog oder die Facebook-Posts der Freunde - viele Inhalte prasseln im Netz auf einen herein. RSS-Reader und Smartphone-Apps helfen, den Überblick zu behalten.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa

RSS-Reader bündeln die Informationsflut RSS-Reader bündeln die Informationsflut
Bild: Primabild - Fotolia.com, Bearbeitet: teltarif.de
Früher gab es die Tagesschau um 20 Uhr und morgens die Zeitung. Heute bieten daneben noch zahlreiche Nachrichtenseiten im Internet, Blogs und soziale Netzwerke aktuelle Nachrichten und Neuigkeiten von Freunden und Bekannten an. Viele Nutzer wissen kaum noch, wie sie diese Informations­flut aus allen möglichen Kanälen bewältigen sollen - und im Idealfall nur die wirklich relevanten Beiträge erkennen. Mit ein paar Tools und Tipps lassen sich die Themen aber nach eigenen Vorlieben hin ordnen. RSS heißt das Zauberwort für mehr Übersicht.

RSS-Dienste bieten mehr Überblick

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Nachrichten-Web­seiten und Blogs lassen sich mit dieser Technik gleicher­maßen abonnieren. Viele Webseiten haben auch einzelne Kanäle für spezielle Themen oder Ressorts - etwa Eilmeldungen oder Sport. Dabei werden Nachrichten übersichtlich aufgelistet, wodurch das Aufrufen der jeweiligen Websites entfällt. RSS-Dienste wie Feedly, Feedwrangler, Netvibes oder Fever erleichtern es, den Überblick im Netz zu behalten. Auch Mozillas E-Mail-Client Thunderbird lässt sich als RSS-Reader nutzen.

Dabei lassen sich Neuigkeiten thematisch filtern. Konkret heißt das: Keine Meldungen über Promis mehr, wenn Nutzer sich nur für Sport interessieren. Sie können aber mehrere Themen gleichzeitig beobachten. Darüber hinaus lassen sich im RSS-Reader die einzelnen Abonnements in Gruppen einteilen und beispielsweise nach Themen gruppieren.

Ein ähnliches Prinzip wie RSS-Reader verfolgen grafisch aufgepeppte Reader wie Flipboard. Der Nachtteil: Oft können Nutzer nur einen kurzen Auszug des Artikels sehen und werden dann auf die Webseite geleitet. Einige Smartphone- und Tablet-Hersteller wie etwa Samsung oder HTC haben auf ihren Android-Geräte ähnliche Funktionen bereits vorinstalliert - so werden ausgewählte Informationen und Neuigkeiten in Magazin-Form dargestellt. Als weitere hilfreiche Reader empfehlen wir neben Feedly SimpleNews oder News Republic.

Twitter und Co. als Nachrichten-Quelle

Auch soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Twitter sind für viele Themen gute Nachrichten-Quellen. Sie erlauben es Nutzern, bestimmten Medien, Journalisten oder Portalen folgen, die ihre Inhalte ins Netzwerk stellen und Links zu ihren Artikeln auch für andere veröffentlichen. In den Netzwerken lassen sich die Inhalte nach eigenen Vorlieben zusammenstellen: Man kann seine Kontakte in Gruppen ordnen - bei Twitter in Listen, bei Google+ in Kreisen. Durch diese Funktion lassen sich sich zum Beispiel die Beiträge der Arbeits­kollegen von denen der Freunden und Familienmitglieder trennen.

Ordnung ins Tweet-Chaos bringen Anwendungen wie Tweetdeck oder Twitter-Apps für Android wie Fenix [Link entfernt] oder Talon. Diese Apps zeigen im Vergleich zu der Twitter-Webseite Listen übersichtlicher an. Mit Abos ausgewählter Schlagworte, Hashtags genannt, verpassen Nutzer keine Meldung zum Thema mehr.

Rand- und Nischenthemen werden vor allem in Blogs detailliert aufgegriffen und diskutiert. Wir empfehlen Aggregations-Dienste wie rivva.de oder 1000flies.de. Sie stellen die aktuell beliebtesten Beiträge im Netz zusammen - darunter stets wichtige Beiträge und interessante Blogs. Die wichtigsten Meldungen von Nachrichten­seiten lassen sich per Push-Notiz aufs Handy leiten - so ist man immer sofort informiert, wenn es Neuigkeiten gibt. Dazu muss man bloß die App der Seite im entsprechenden Appstore herunterladen und die Ressorts festlegen, aus denen man aktuelle Meldungen erhalten möchte.

Zu jedem Themenbereich werden RSS-Feeds angeboten Zu jedem Themenbereich werden RSS-Feeds angeboten
Bild: teltarif.de - Jacqueline Bopp
Wer alle relevanten Neuigkeiten aus vielen Kanälen an einer Stelle sammeln will, kann auf verschiedene Tools im Netz zurückgreifen. Beispielsweise bündeln Nachrichten-Apps wie Flipboard und Pulse [Link entfernt] nicht nur News, sondern auch Beiträge aus den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Oft liegt in der Kürze die Würze: Wenn der Nutzer nur eben mal die neuen Informationen auf seinem Smartphone überprüfen möchte, greift er am besten auf Dienste wie Circa [Link entfernt] zurück - die bieten kurze prägnante, auf ihre Essenz reduzierte News.

Wenn unterwegs nicht immer WLAN oder eine schnelle Internetverbindung vorhanden ist, hilft eine Offline-Funktion. Hierdurch lassen sich Beiträge während einer Zugfahrt oder eines Flug lesen.

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