Biegsam

Erster: Royole bietet Tablet mit flexiblem Display zum Kauf an

Royole ist der erste Anbieter, bei dem man ein Tablet mit flexiblem Display käuflich erwerben kann. Vorläufig können aber nur Entwickler das Flexpai kaufen.
Von dpa /
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Royoles Flexpai ist ein Tablet, das man zu einem Smartphone zusammenklappen kann. Die Vorderseite des auf der Elektronikmesse CES (8. bis 11. Januar) vorgestellten Geräts wird fast ausschließlich von einem faltbaren Display eingenommen. Das Flexpai kann so mit Hilfe eines Scharniers in der Mitte zusammengeklappt werden, der Bildschirm bleibt dabei auf den Außenseiten.

Tablet und Smartphone in Einem

Das Royole Flexpai ist dss erste Tablet mit flexiblem Display.
Der chinesische Hersteller Royole verkauft sein Flexpai mit biegsamem Display bereits an Entwickler.
Das Geheimnis dahinter sei eine Display­technologie, die auf sehr dünne und biegsame Folien setzt, die sich rund 200.000 Mal biegen lassen sollen, so Royole-Chef Bill Liu. Mit dem flexiblen Gerät sollen Nutzer nicht mehr Tablet und Smartphone, sondern nur noch ein Gerät kaufen müssen. Die flexible Bauart macht das Gerät laut Liu sehr unempfindlich gegen Sturzschäden.

Im Inneren des Flexpai steckt aktuelle Spitzen­hardware, darunter Qualcomms Chip Snapdragon 855, Schnellladung und eine Doppelkamera mit 20 und 16 Megapixeln Auflösung. Aktuell ist das Flexpai noch nicht im regulären Handel erhältlich, sondern es ist ein Entwickler­gerät, für das erst noch spezielle Anwendungen geschaffen werden. Software­entwickler können es aber bereits zum Preis von rund 1 300 Euro kaufen. Einen Serienpreis nannte Royole bisher noch nicht.

Weitere Anwendungen schon geplant

Das Flexpai von Royole kann mit einem Scharnier zusammengeklappt werden.
Das Flexpai von Royole kann dank seines flexiblen Displays mit einem Scharnier zusammengeklappt werden.
Royoles flexible Display­technik soll sich nicht auf Smartphones beschränken. Bill Liu nannte weitere Anwendungs­möglichkeiten, etwa großflächige Oberflächen­displays in Autos oder Flugzeug­cockpits, aber auch Werte­tafeln, Kunst oder Kleidung mit Display.

Samsung hatte im November den Prototypen eines ähnlichen Geräts vorgestellt - wir berichteten. Bei dem Smart­phone-Marktführer wird der Tablet-Bildschirm aber nach innen eingeklappt. Für die Smartphone-Funktio­nalität auf der Außenseite gibt es einen zusätzlichen zweiten Bildschirm.

Royole und Samsung werden mit ihrem neuen Feature nicht alleine bleiben. Auch andere Hersteller arbeiten laut Medienberichten an faltbaren Smartphones, sogar Google forciert die Technik. Die Firma hinter Android hatte Ende letzten Jahres eine Entwicklung patentiert, die eine besonders lange mechanische Haltbarkeit des Displays garantieren soll. Details können Sie in einem weiteren Artikel nachlesen.

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