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Mobiles Internet: Swisscom verleiht MiFi-Router an Touristen

Leih-Router für mobiles Internet aus Deutschland vorbestellbar
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Wenn man in den Urlaub fährt, stellt sich heute die Frage: Wie komme ich vor Ort ins Internet? Gibt es ein WLAN? Ist das sicher? Man könnte mit der heimischen SIM-Karte im Ausland surfen, doch das ist nach wie vor sehr teuer. Besonders teuer, wenn es in die Schweiz geht, die tariflich gesehen, bei den meisten Anbietern außerhalb von Europa mit seinen regulierten Tarifen liegt.

Man könnte sich vor Ort eine SIM-Karte kaufen und ins eigene Handy stecken und mühsam das eigene Handy oder den USB-Stick für den Laptop umkonfigurieren. Was ist, wenn das eigene Handy einen SIM-Lock hat? Man möchte evtl. unter der eigenen gewohnten Rufnummer erreichbar bleiben, also ein Zweithandy mitnehmen oder vor Ort kaufen?

Pocket ConnectIn einer praktischen Kunststoffbox kommt der Pocket Connect Router der Swisscom zum Kunden

Der MiFi-Router zum Mieten

Es gibt eine originelle Alternative, wenn man es weiß. Bis Jahresende kann man sich unter dem Begriff "Pocketconnect" einen Hotspot beim Schweizer Marktführer, der Swisscom, für die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz mieten und bekommt damit einen Internetzugang für maximal fünf Geräte, die über WLAN angebunden werden. Der Konfigurationsaufwand beschränkt sich auf das Einrichten des WLAN-Zugangs. Die Gastcomputer (das können auch WLAN-fähige Handys sein) müssen einmal auf die Zugangsdaten des Routers eingerichtet werden - und fertig. Welche Betriebssysteme die Handys oder PCs "sprechen" ist egal, denn WLAN (internationaler Begriff "WiFi") ist systemübergreifend verfügbar, egal ob man einen PC oder Laptop mit Linux oder eines seiner Derivate, Windows, Apple Mac/OS, Chrome OS, Android, Windows Phone / Mobile, BlackBerry oder was auch immer verwendet.

Im ersten Schritt reserviert man seinen Router online unter http://www.pocketconnect.ch/de im Internet und gibt eine "Bezugsstelle" an, wo man nach Eintreffen in der Schweiz sein Gerät abholen möchte. Das geht an vielen Stellen, etwa am Schweizer Bahnhof in Basel (SBB) oder am Flughafen oder in bestimmten Swisscom-Shops. Sollte man einen Router in Zürich am Flughafen gebucht haben und stattdessen in Genf landen, kann dank der ausgedruckten Reservationsbestätigung auch ein Gerät ausgehändigt werden. Sollte man die Vorabreservierung vergessen haben, kann Pocketconnect direkt vor Ort gebucht und ausgeliehen werden.

Die Mindestmietdauer beträgt 5 Tage, wofür 36 Schweizer Franken (ca. 30 Euro) berechnet werden. Eine Verlängerung um 4 Franken pro Tag (ca. 3,50 Euro) ist möglich. Das Antragsformular bittet um Namen und Adresse, einschließlich Ausweisnummer (ist in der Schweiz bei allen Anbietern obligatorisch), die Bezahlung kann per Kreditkarte (Mastercard/VISA) erfolgen. Eine Verlängerung via Internet ist ebenfalls möglich.

Der mobile Hotspot bleibt die ganze Zeit Eigentum der Schweizer Swisscom AG. Bei der Reservierung wird die Kreditkarte des Kunden mit einem Pfand in Höhe von 129 Schweizer Franken (ca. 100 Euro) belastet. Diese Belastung wird nach der Rückgabe des Mietgeräts auf die Kreditkarte zurückgebucht. Tage, die gebucht, aber nicht genutzt wurden, verfallen. Der "Miettag wird pro Kalendertag (Ende 24 Uhr) abgerechnet. Während einer Mietperiode kann jederzeit verlängert werden.

Ist der Urlaub schließlich zu Ende, packt man den Router in die mitgelieferte Transportverpackung und wirft ihn in den nächsten Briefkasten der Schweizer Post, das Porto ist schon bezahlt.

93 Prozent Netzabdeckung

Die Schweizer Swisscom gibt ihre Netzabdeckung in der Schweiz mit 93 Prozent an, die Wahrscheinlichkeit, am bevorzugten Urlaubsort Netz zu haben, ist somit extrem hoch, wie praktische Erfahrungen der teltarif.de-Redaktion bestätigen. Als "Pocket Connect Device" packt Swisscom den ZTE Mifi-Router MF60 ein, dieser ist GSM/EDGE und UMTS/HSPA-fähig. Um das LTE Netz nutzen zu können, bräuchte man ein anderes Endgerät.

Das Prepaid Angebot mit dem Pocket Connect bietet eine maximale Datengeschwindigkeit von 1 MBit/s und es sind 2 GB inklusive, danach wird gedrosselt. Ein Nachkaufen von Datenvolumen ist nicht vorgesehen.

Auf der folgenden Seite lesen Sie, was aus diesem kreativen Angebot zum Jahreswechsel werden wird und welche alternativen Möglichkeiten es noch gibt.

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