Design

Retro: Wählscheiben-Telefon mit GSM, UMTS und LTE

Skysedge verkauft mit dem "Rotary Un-Smart­phone Kit" ein Wähl­scheiben-Telefon mit LTE-Unter­stüt­zung. Vorbe­stel­lungen sind ab sofort möglich.

Wählscheiben-Telefon mit LTE Wählscheiben-Telefon mit LTE
Foto: Justine Haupt
Moderne Technik trifft auf Retro-Look: Das könnte das Motto eines neuen Bausatzes mit der Bezeich­nung "Rotary Un-Smart­phone Kit" sein, der sich in der für den euro­päi­schen Markt gedachten Version zum Preis von 351 US-Dollar (umge­rechnet etwa 290 Euro) bei Skysedge vorbe­stellen lässt. Der Preis gilt für Vorbe­steller. Zu welchem Preis das Wähl­scheiben-Telefon mit GSM, UMTS und LTE künftig erhält­lich sein wird, ist noch nicht bekannt. Noch "vor dem Sommer" will der Hersteller den Bausatz auslie­fern.

Der Händler spricht davon, dass das Gerät "pocket sized" ist. So groß wie ein herkömm­liches altes Fest­netz-Telefon ist der Bausatz in zusam­men­gebautem Zustand demnach nicht. Der Hand­held verfügt über eine mecha­nische Klingel aus poliertem Messing und wer das Mobil­telefon mit dem unge­wöhn­lichen Design betreiben möchte, kann dazu seine eigene SIM-Karte einlegen. Dazu wird eine Karte im heut­zutage weniger gebräuch­lichen Mini-SIM-Format benö­tigt.

SMS können nur empfangen werden

Wählscheiben-Telefon mit LTE Wählscheiben-Telefon mit LTE
Foto: Justine Haupt
Das Handy kommt mit einem OLED-Display auf der Vorder­seite und einem ePapier-Bild­schirm auf der Rück­seite. Kontakte können als Text-Datei auf einer microSD-Spei­cher­karte hinter­legt werden. Favo­riten lassen sich per Kurz­wahl über zwei Drehungen mit der Wähl­scheibe anrufen. SMS-Nach­richten können zwar empfangen, aber nicht verschickt werden.

Weitere Features sind ein Headset-Anschluss und ein USB-C-Anschluss für ein Lade­gerät. Zusätz­lich hat das Wähl­scheiben-Telefon mit LTE eine microUSB-Buchse an Bord. Das Handy verfügt über eine einge­baute Antenne. Es besteht aber auch die Möglich­keit, externe Antennen anzu­schließen.

Mikrofon auf Knopf­druck abschaltbar

Das Telefon lässt sich auf Knopf­druck ausschalten. Eine weitere Hard­ware-Taste ermög­licht die manu­elle Abschal­tung des Mikro­fons. Dazu hat das Retro-Handy eine Status-LED-Anzeige an Bord. Als Micro­con­troller kommt ein AtMega 2560 zum Einsatz. Beim Mobil­funk-Modul handelt es sich um ein uBlox TOBY-L2. Dabei achtet der Händler darauf, dass jeder Käufer das für seine Region rich­tige Modell erhält.

Der Bausatz geht auf eine Idee der Inge­nieurin Justine Haupt zurück. Das Telefon soll sich leicht aufbauen lassen. Der Händler schließt für die Zukunft nicht aus, dass das Gerät auch komplett zusam­men­gebaut verkauft wird. Aller­dings bräuchte das Telefon dann eine Lizenz der ameri­kani­schen Tele­kom­muni­kati­ons­behörde FCC und der Händler müsste einen Kunden-Support anbieten, den er derzeit nach eigenen Angaben nicht bieten kann.

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