Robothespian

Singen, Malen, Unterhalten: Roboter können das

Robothespian, der Unterhaltungsroboter aus Großbritannien
Von Hans-Georg Kluge mit Material von dpa
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Der Robothespian kann singen, tanzen und unterhalten. Der Roboter ist für vielfältige Unterhaltungszwecke gedacht.Der Robothespian kann singen, tanzen und unterhalten. Der Roboter ist für vielfältige Unterhaltungszwecke gedacht. Auge in Auge mit einem ganz speziellen Roboter: Auf der CeBIT zieht der Robothespian die Blicke vieler Besucher auf sich. Das Äußere erinnert an Roboter des Films "I Robot". Der Roboter in Menschengröße spricht Filmzitate nach, trällert "Singing in the Rain" und gestikuliert etwas übertrieben. Dabei schaut er fröhlich oder kneift die Augen böse zusammen. Seine Augen sind mit kleinen Displays realisiert und blinzeln auch hin und wieder in unregelmäßigen Abständen.

Was der Robothespian von sich gibt, wird über ein Programm am Computer gesteuert. Die Sprachsynthese-Software unterstützt auch Deutsch, so dass der Robothespian auch in Deutschland einsetzbar ist. Bewegungen und Gesichtsausdrücke können mit der bekannten Animationssoftware Blender erstellt werden. Mit Hilfe von Microsoft Kinect kann der Roboter auch Bewegungen anderer Menschen nachahmen. Der Robothespian lässt sich so programmieren, dass er vorgefertigte Inhalte abrufen und "abspielen" kann.

Auf Facebook berichtet der Hersteller über weitere Auftritte seines Entertainment-Roboters.

Der britische Hersteller Engineered Arts bezeichnet seine Schöpfung als "Content Delivery System", also ein System, das Inhalte liefert - etwa in Museen oder Ausstellungen. "Er lockt das Publikum an und ist viel interessanter als ein Touchscreen oder Video", sagt der Ingenieur Marcus Hold. Allerdings ist er auch deutlich teurer: 70 000 bis 80 000 Euro kostet der Robothespian.

Das Phaeno Science Center [Link entfernt] in Wolfsburg nutzt bereits seit zwei Jahren erfolgreich einen solchen Roboter. Im NASA-Besucherzentrum werde der Robothespian eingesetzt, um Besuchern Fragen zum Hubble-Teleskop und dem Leben von Astronauten im Weltall zu beantworten.

Der Portrait-Zeichner des IOSB

Nicht singen sondern zeichnen kann ein Roboter, den das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) auf der CeBIT in Hannover zeigt.

Er macht mit einer Kamera zunächst ein Foto seines Modells und sucht darin nach Kontrasten. Die Koordinaten dieser Linien leiten dann den Arm des für die Industrie gedachten Gerätes - so entsteht in vier bis zehn Minuten eine Zeichnung in Schwarz-Weiß. Normalerweise werde dieser Roboter im IOSB dazu genutzt, um die Reflektionseigenschaften von Materialien zu analysieren.
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