Spanien

Roaming | Telefonieren in Spanien

Bis 2017 sollen die Roaming-Gebühren innerhalb der EU vollkommen abgeschafft werden. Noch aber dürfen die Netzbetreiber einen Roaming-Aufschlag verlangen. Wir erklären Ihnen, wie hoch die Roaming-Gebühren der einzelnen Anbieter sind und zeigen Ihnen die Alternativen auf dem spanischen Prepaid-Markt. Dabei gehen wir sowohl auf Tarife für Telefonie und SMS als auch auf die Tarife für das mobile Internet ein.
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Inhaltsverzeichnis

  1. EU-Roaming der Netzbetreiber
  2. EU-Roaming allgemein
  3. Abweichungen vom EU-Roaming
  4. Daten-Roaming (dt. SIM)
  5. Spanische Prepaid-Karte (Daten)
  6. Spanische Prepaid-Karte (Telefonie)
  7. Spanisches Festnetz
  8. VOIP und WhatsApp Calls

Deutsches Handy in Spanien

Bereits seit 2007 werden die Roaming-Gebühren innerhalb der EU sukzessive gesenkt. Sie sind dadurch auf einem Niveau angekommen, bei dem es sich oft nicht mehr lohnt, nach preis­werteren lokalen Alternativen Aus­schau zu halten. Wann sich das dennoch lohnt, erläutern wir im Verlauf des Artikels. Für den Über­blick aber hier zunächst die Tabelle mit den aktuellen EU-Roaming-Kosten für Vertragskunden der deutschen Netzbetreiber, wenn diese sich in Spanien aufhalten. Anschließend werden wir die für Verträge anderer Provider und Prepaid-Karten gültigen Höchstpreise des EU-Roamings schildern.

EU-Roaming für Vertragskunden der deutschen Netzbetreiber

EU-Roaming
(Standard-Tarif)
Telekom Vodafone Telefónica
(o2 / E-Plus)
Obergrenze Taktung
Name des EU-Roaming-Standard-Tarifs Weltweit World Roaming Basic
Abgehende Gespräche innerhalb der EU Inlandspreis
+ 5,00
Inlandspreis
+ 5,95
5,95 22,61 30/1
Ankommende Gespräche innerhalb der EU 1,35 1,35 1,35 5,95 1/1
SMS innerhalb der EU Inlandspreis
+ 2,00
Inlandspreis
+ 2,38
2,38 7,14 pro SMS
Mobile Daten (pro MB) Inlandspreis
+ 5,00
Inlandspreis
+ 5,95
5,95 23,80 1 kB
Wenn Inlandspreis teurer
als Obergrenze, dann gilt
Obergrenze Inlandspreis
Stand: Juli 2016, in Cent pro Minute / SMS / MB, geringe Rundungsdifferenzen vorbehalten. Die EU-Roaming-Tarife der deutschen Netzbetreiber gelten innerhalb der EU sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen.

EU-Roaming für Vertragskunden der Telekom

Die in der Tabelle aufgelisteten Preise für Telekom-Kunden gelten nur, wenn die Roaming-Option „Weltweit“ aktiv ist. Der End­preis für abgehende Gespräche ergibt sich dann aus dem Inlands­preis zuzüglich 5 Cent Roaming-Aufschlag pro Minute. Ankommende Gespräche kosten 1,35 Cent die Minute. Auf den Inlands­preis für SMS werden 2 Cent addiert. Pro Megabyte wird ein Auf­schlag von 5 Cent zum Inlands­preis berechnet.

Bei der Telekom gilt die EU-Obergrenze als Deckel. Das heißt, wer mit einem alten Tarif im EU-Ausland telefoniert, bei dem der Inlands­preis, mit oder ohne Roaming-Aufschlag, über der Ober­grenze liegt, dem wird bei der Telekom dann nur der Preis der Ober­grenze berechnet.

Alle MagentaMobil-Tarife, die ab dem 19.04.2016 gebucht wurden, enthalten bereits die Option "All Inclusive" ohne Auf­preis. Mit dieser Roaming-Option gilt der Inlands­preis schon jetzt im EU-Ausland ohne weiteren Roaming-Zuschlag. "All Inclusive" ist daher immer günstiger als "Weltweit", und es empfiehlt sich daher, bei "All Inclusive" zu bleiben.

Die Roaming-Option "Weltweit" ist hingegen für viele Telekom-Kunden interessant, die ihren Vertrag vor dem 19.04.2016 abgeschlossen haben. Bei diesen wurde bei Vertrags­schluss oft ein deutlich teurerer Roaming-Tarif aufgeschaltet. Hat der Kunde einen solchen Alt­vertrag mit Inlands- und SMS-Flat, zahlt er im Roaming nach Wechsel zu "Weltweit" nur noch die Roaming-Aufschläge von 5 Cent pro Minute bzw. 2 Cent pro SMS. Der zugrundeliegende Inlands­preis beträgt dann ja 0 Cent.

EU-Roaming für Vertragskunden von Vodafone

Vodafone-Kunden, die mit der Roaming-Option "Vodafone World" im EU-Ausland unterwegs sind, zahlen zum Inlands­preis einen Auf­schlag von 5,95 Cent pro Minute bei allen abgehenden Gesprächen. Ankommende Gespräche kosten 1,35 Cent die Minute. Auf den Inlands­preis für SMS werden 2 Cent addiert. Pro Mega­byte wird ein Auf­schlag von 5,95 Cent zum Inlands­preis berechnet.

Bei Vodafone kann die EU-Obergrenze sogar überschritten werden! Denn wenn der Inlands­preis über der Ober­grenze liegt, darf laut EU-Roaming-Verordnung auch der Inlands­preis statt der Ober­grenze berechnet werden. So verhält es sich beispielsweise bei den Tarifen Smart S und Smart M von Vodafone: Diese kosten nach Verbrauch der Inklusiv­minuten 29 Cent die Minute – und zwar im Inland, wie auch im EU-Ausland. Telefoniert man noch innerhalb des Minuten­kontingents im EU-Ausland, wird entsprechend das Minuten­kontingent verbraucht und zusätzlich der Roaming-Zuschlag von 5,95 Cent pro Minute berechnet.

Die Red-Tarife und der Tarif Smart L von Vodafone beinhalten alle eine Telefon-Flat – es wird dementsprechend bei Gesprächen innerhalb der EU auch nur der Roaming-Aufpreis fällig, solange die Roaming-Option „Vodafone World“ aktiv ist. Bei Red-Tarifen die seit dem 14.04.2016 neu abgeschlossen oder verlängert wurden, ist die Roaming-Option "Gigatravel" inklusive. Mit "Gigatravel" erlaubt Vodafone seinen Kunden EU-Roaming ebenfalls schon jetzt ohne Aufpreis.

EU-Roaming für Vertragskunden von Telefónica (o2/E-Plus)

Kunden von Telefónica Deutschland haben es vergleichs­weise einfach: Wenn die Option "Roaming Basic" aktiviert ist, dann gelten die in der Tabelle aufgelisteten Preise, die wiederum dem Roaming-Aufschlag entsprechen. Der Inlands­preis spielt bei der Berechnung des Roaming-Endpreises keine Rolle.

Bei den Tarifen o2 Blue All-in L, o2 Blue All-in XL und o2 Blue Premium, die ab dem 03.02.2015 gebucht wurden, ist die Option "EU Roaming Flat" inklusive. Hier gilt auch der Inlands­preis im EU-Ausland, weshalb man nicht zum teureren Standard-EU-Roaming-Tarif zurückwechseln sollte.

Die Roaming-Preise waren bei o2 vor Juli deutlich höher, mussten allerdings auf Anweisung der Bundesnetzagentur gesenkt werden. Derzeit wird dieser nun sehr günstige EU-Roaming-Standard-Tarif bei Telefónica allerdings als bis Ende 2016 befristete Aktion geführt. Danach kann es insbesondere für Alt­verträge mit hohem Inlands-Minutenpreis auch im EU-Ausland wieder deutlich teurer werden - schließlich steht "Roam like Home" vor der Tür, bei dem der Inlands­preis auch im Ausland gelten soll.

EU-Roaming für andere deutsche Vertrags- und Prepaid-Kunden

Generell gilt für alle Verträge und Prepaid-Karten: Im EU-Ausland darf, wenn keine besondere Vereinbarung getroffen wurde, der Inlands­preis zuzüglich des Roaming-Zuschlags berechnet werden, aber nur maximal bis zur Roaming-Obergrenze. Liegt der Inlands­preis über der Roaming-Obergrenze, darf sogar der Inlands­preis auch im EU-Ausland berechnet werden, dann aber ohne weiteren Zuschlag.

Telefonieren in Spanien
Landes-
vorwahl
+34
Mobilfunk-
Netzbetreiber
Orange, Vodafone,
Movistar, Yoigo

Wie unterschiedlich die Netz­betreiber diese komplizierte Regelung abbilden, kann man den obenstehenden Aus­führungen zum EU-Roaming für Vertrags­kunden der deutschen Netz­betreiber entnehmen: Das Spektrum reicht von o2, die nur den Roaming-Zuschlag berechnen, über die Telekom, die Inlands­preis plus Zuschlag berechnen, aber immer an der Ober­grenze deckeln, bis hin zu Vodafone, die das zulässige Maximum ausschöpfen, also bei Inlands­preisen jenseits der Ober­grenze auch im Ausland den Inlands­preis in Rechnung stellen. Ähnlich divers sind auch die Regelungen bei den Vertrags­kunden der Provider und bei den Prepaid-Anbietern.

Trotzdem lassen sich ein paar Gemein­plätze formulieren: Wer während des Spanienaufenthalt auf seiner deutschen Nummer eingehende Gespräche annimmt, zahlt höchstens 1,35 Cent pro Minute. Und teurer als der Inlands­preis wird das Telefonieren im Ausland nur dann, wenn der Inlands­preis unter der Roaming-Höchstgrenze liegt, und selbst dann beträgt der EU-Roaming-Zuschlag für abgehende Telefonate höchstens 5,95 Cent pro Minute.

Grundsätzlich werden bei abgehenden Gespräche im EU-Ausland mindestens 30 Sekunden berechnet, auch, wenn das Gespräch kürzer war. Längere abgehende Verbindungen werden dann sekunden­genau tarifiert. Eingehende Gespräche werden dagegen immer sekunden­genau abgerechnet.

Abweichungen von der EU-Roaming-Verordnung

Allerdings gilt der EU-Roaming-Tarif nicht immer, denn es ist zulässig, dass Netz­betreiber und Kunde alternative Roaming-Konditionen vereinbaren. Diese können im Einzel­fall höher, aber auch niedriger als die regulierten EU-Roaming-Preise sein.

Beispiel: Alle Netz­betreiber werben bei den meisten ihrer Flatrate-Tarife damit, bereits heute die ab nächstem Jahr gültigen Roaming-Konditionen zu erfüllen, also keine Roaming-Aufpreise mehr zu verlangen. Die im Inland abgeschlossene Flat­rate gilt dann während des Urlaubs auch im EU-Gastland und für Telefonate nach Hause - zumindest, so lange man es bei der Nutzung nicht übertreibt. In diesem Fall sind die heute von den Anbietern angebotenen Roaming-Sonder-Konditionen also günstiger als das EU-Standard-Roaming, weil die Netz­betreiber auf den noch erlaubten Zuschlag verzichten. Auf vielen älteren Verträgen sind hingegen noch Roaming-Optionen aktiviert, die zumindest für bestimmte Verbindungen deutlich teurer als der EU-Roaming-Tarif sind.

Es ist also sinnvoll, vor Abreise nochmal zu prüfen, welche Roaming-Konditionen für den eigenen Vertrag oder die eigene Prepaid-Karte aktiviert sind. Dabei können solche Roaming-Pakete nicht nur beim Vertrags­abschluss vereinbart worden sein, sondern auch zwischen­durch bei einer Vertrags­verlängerung oder einem Upgrade auf einen Tarif mit höherer Inklusiv­leistung. Vielleicht hat man auch vor der letzten Reise ganz bewusst ein bestimmtes Paket aktiviert, weil es für diese Reise günstig war. Jedoch sollte man immer prüfen, ob so ein Roaming-Paket auch für das geplante Profil der nächsten Reise geeignet ist.

Ist man sich unsicher, welche Roaming-Konditionen gelten, empfiehlt sich ein Blick ins Online-Kundenportal, ein Anruf bei der Hotline oder alternativ auch ein Besuch im Laden des Providers.

Screenshot aus o2-Online: Mein o2 Tarifverwaltung
Als nächstes empfiehlt sich dann die Prüfung, welche der Roaming-Möglichkeiten (aktuell angebotene Roaming-Tarife oder -Pakete bzw. Standard-EU-Roaming) am günstigsten ist, und die entsprechende Aktivierung bzw. Deaktivierung der Roaming-Optionen.

Vorsicht: Man sollte keine neuen Lauf­zeiten für den Gesamt­vertrag und in der Regel auch keine Roaming-Optionen mit einer Lauf­zeit von länger als einem Monat akzeptieren. Zudem sollte man ebenfalls nicht vergessen, kosten­pflichtige Pakete mit einer Inklusiv­leistung (z.B. "1000 Roaming-Minuten für 10 Euro") nach der Rückkehr aus dem Urlaub auch wieder abzubestellen, und vorab zu klären, welche Kosten anfallen, sollte das Paket während des Auslands­aufenthalts komplett aufgebraucht werden.

Daten-Roaming mit deutscher SIM-Karte

Eine SIM-Karte in den Farben der deutschen Flagge.Daten-Roaming mit der deutschen SIM ist möglich, kann aber immer noch teuer werden. Die Kosten für das mobile Internet sind in der EU ebenfalls reguliert. Es dürfen pro verbrauchtem Mega­byte noch rund 6 Cent Auf­schlag auf den Inlands­preis erhoben werden. Insgesamt darf aber die von der EU festgelegte Ober­grenze von rund 24 Cent pro Mega­byte nicht überschritten werden. Ausnahme: Bei alten Tarifen kann es vorkommen, dass der Inlands­preis pro Mega­byte über der Ober­grenze liegt. Dann darf der Inlands­preis auch im EU-Ausland berechnet werden, obwohl dieser über der Ober­grenze liegt, allerdings ohne weiteren Zuschlag. Informieren Sie sich also ganz genau bei ihrem Provider, wenn Sie mit der deutschen SIM-Karte das Daten-Roaming in Spanien nutzen wollen.

EU-Daten-Roaming Preis Obergrenze Taktung
brutto netto brutto netto
Mobile Daten
(pro MB)
Inlandspreis
+5,95
Inlandspreis
+5

23,80

20

1 kB
Stand: Juli 2016, Preise in Cent pro Minute / SMS / MB

Wer bei seinem deutschen Vertrag über Daten­volumen verfügt, kann das laut EU-Verordnung auch im EU-Ausland weiter­nutzen. Dann darf aber der Aufschlag von rund 6 Cent pro verbrauchtem Mega­byte berechnet werden. Auch hier empfiehlt es sich, nochmals genau beim Provider nachzufragen, wie sich das im Einzel­fall verhält.

Das EU-Daten-Roaming ist meist kein Schnäppchen. Denn wer bei seinem deutschen Tarif ein Gigabyte Daten­volumen gebucht hat und dieses komplett im EU-Ausland verbraucht, dem wird zwar "nur" der Roaming-Aufschlag von 5,95 Cent berechnet, dieser ergibt bei einem Gigabyte in der Summe aber einen End­preis von 59,50 Euro.

Für das EU-Daten-Roaming ergeben sich daher im wesentlichen drei Handlungs­alternativen: Wer einen neuen Vertrag hat, bei dem der Anbieter im EU-Ausland kostenloses Roaming ohne Aufschlag bietet, der kann im EU-Ausland erstmal los surfen, bis schlimmstenfalls die Drossel zuschlägt. Wer hingegen den Zuschlag von 6 Cent oder gar einen noch höheren Inlandspreis im EU-Ausland bezahlen muss, sollte Daten-Roaming mit der deutschen SIM-Karte nur in Ausnahme­fällen und bei sehr geringer Nutzung verwenden. Um ein paar WhatsApp-Nachrichten zu verschicken oder für vergleichbare Anwendungen ist der EU-Tarif durchaus brauchbar. Dann sollte man aber stets den Daten­verbrauch im Auge behalten. Landet man bei kostenlosem Daten­roaming in der Drossel, oder wird einem das kostenpflichtige EU-Daten­roaming zu teuer, empfiehlt sich meist die Nutzung einer vor Ort gekauften Prepaid-Karte.

Mobiles Internet in Spanien – spanische SIM-Karte

Ein iPhone-Screenshot mit den Symbolen der Social-Media Apps WhatsApp und Facebook.Social Media ersetzt für viele die Anrufe und SMS im Urlaub. Auf dem spanischen Prepaid-Markt finden sich einige attraktive Angebote für die Nutzung des mobilen Internets. Eine Auswahl davon haben wir an dieser Stelle für Sie zusammen­gefasst. Leider lassen sich, bis auf ein paar wenige Unter­seiten, fast keine der spanischen Netzbetreiber-Seiten in deutscher oder englischer Sprache aufrufen.

Der weltweit operierende Netz­betreiber Orange bietet in Spanien immerhin eine Mobil-Seite mit den aktuellen Tarifen und Preisen auf Englisch. Noch komfortabler ist es aber, sich über die Kunden­hotline (außerhalb Spaniens: +34 695 911 900) für Englisch, Deutsch und Französisch sprechende Kunden zu informieren. Bei Orange gibt es 1 GB Daten­volumen im LTE-Netz für rund 9 Euro. Kaufen muss man die SIM-Karte allerdings vor Ort im Laden.

Auch Vodafone ist in Spanien vertreten und bietet eine Prepaid-SIM-Karte an, die speziell auf Touristen zugeschnitten ist. Deshalb lässt sich die Produktseite des Angebotes Tourist in Spain auch ausnahms­weise in Englisch aufrufen. Vodafone bietet hier zweierlei Tarife: Den Daten­tarif mit 1,5 GB Daten­volumen und einer Gültig­keit von 90 Tagen. Und einen Kombi-Tarif mit 60 Gesprächs­minuten, ebenfalls 1,5 GB Daten­volumen, der 28 Tage lang gültig ist. Beide Tarife kosten 15 Euro und bieten die gleiche Menge an Daten­volumen. Der reine Daten­tarif ist allerdings ausdrücklich für die Nutzung im Tablet beziehungsweise Laptop vorgesehen. Beide Angebote gibt es nur vor Ort im Vodafone-Shop. Nach Verbrauch des Inklusiv­kontingentes werden die Touristen-Angebote von Vodafone sehr kosten­intensiv, weshalb sich die Karten vor allem zum Verbrauchen und Entsorgen anbietet.

Wer eine günstige Karte sucht, die sich wieder aufladen und weiter­verwenden lässt, sollte in Richtung Discount-Provider Ausschau halten. So bietet Lebara zum Beispiel auch eine englische Seite und gute Konditionen für das mobile Internet: 1 GB für 8 Euro, 3 GB für 14 Euro und 5 GB für 19 Euro – hier in der Übersicht. Alles was man benötigt, ist eine SIM-Karte von Lebara mit Guthaben, um eine der Internet­optionen zu aktivieren. Die bekommt man entweder im Lebara-Shop vor Ort oder kann sie über das Internet auch zu einer spanischen Adresse bestellen. In jedem Fall muss man eine Ausweis­nummer angeben, das funktioniert aber auch mit dem deutschen Ausweis.

Mit einer spanische Prepaid-Karte in Spanien telefonieren

Illustration eines Smartphones vor der spanischenFlagge.Telefonieren und Surfen in den Spanien Vor allem Gespräche innerhalb Spaniens werden mit einer lokalen SIM-Karte deutlich günstiger. Wer also vor allem auch spanische Nummern anwählen möchte, sucht sich am besten eine spanische Prepaid-Karte. Orange dürfte wohl der bekannteste Netz­betreiber in Spanien sein und bietet eine Hotline an, wo auch Englisch, Deutsch und Französisch gesprochen wird: +34 695 911 900 (aus Deutschland). Gespräche innerhalb Spaniens kosten bei Orange im Standard-Prepaid-Tarif Ardilla 6 Cent. Aber Vorsicht bei Telefonaten nach Deutschland, diese kosten dann schon bis zu 58 Cent die Minute.

Ein guter Kompromiss für Telefonate innerhalb Spaniens und nach Deutschland, wäre die Vodafone Prepaid-SIM für Touristen. Diese bietet für 15 Euro, ein Datenvolumen von 1,5 GB samt 60 Gesprächsminuten. Die Gesprächsminuten lassen sich sowohl innerhalb Spaniens als auch für Gespräche nach Deutschland verbrauchen. Nach Verbrauch des Inklusivkontingentes, ist diese SIM-Karte aufgrund der hohen Minuten­preise nicht mehr zu empfehlen.

Etwas langlebiger wäre da eine SIM-Karte des Mobilfunk-Discouters Lebara. Auf der Lebara-Seite kann man sich auch auf Englisch über die spanischen Tarife informieren. Dort gibt es zum Beispiel für 5 Euro 100 Gesprächsminuten (7 Tage gültig) für das In- und Ausland, für 10 Euro dann schon 400 Minuten (30 Tage gültig) – alle Tarife finden Sie hier. Lebara-Karten lassen sich immer wieder aufladen und auch mit anderen Tarifen kombinieren, um etwa auch das mobile Internet nutzen zu können. Kaufen kann man die SIM-Karten vor Ort im Lebara-Shop oder auch online, allerdings benötigt man eine spanische Versand­adresse. Es muss zudem eine Ausweis­nummer hinterlegt werden, auch eine deutsche Nummer wird akzeptiert.

Das Festnetz in Spanien nutzen

Ein FestnetztelefonAchtung: Zimmertelefone sind in vielen Hotels teurer als der örtliche Festnetzanschluss. Wenn längere Gespräche aus Spanien nach Deutschland geführt werden sollen, kann das Festnetz eine günstige Möglichkeit sein. Allerdings sollte man nicht einfach den Hörer des Hotel­telefons abnehmen und eine deutsche Nummer wählen. Denn die meisten Hotels rechnen mit einem eigenen Tarif­modell ab, um selbst an den Gesprächen zu verdienen. Meist wird es über das Festnetz erst günstig, wenn Calling Cards oder Callback-Angebote genutzt werden.

Um Callback-Angebote nutzen zu können, muss das Zimmertelefon im Hotel unter einer spezifischen Durchwahl zu erreichen sein. Ob sich Calling Cards benutzen lassen, muss dagegen an der Hotel­rezeption erfragt werden. Ein ganz normaler spanischer Festnetz­anschluss, beispielsweise in einer Ferien­wohnung, erlaubt sowohl die Verwendung von Calling Cards als auch von Tarifen mit dem Callback-Verfahren. Wer einen günstigen Festnetz­tarif für Gespräche von Spanien nach Deutschland sucht, kann entweder vor Ort eine entsprechende Calling Card erwerben oder sich schon vorher mit Hilfe unseres Calling-Card-Rechners informieren.

Kostenlos in Spanien telefonieren – VOIP und WhatsApp Calls

Das WhatsApp Symbol und das Symbol eines Telefonhrers.WhatsApp Calls: Sicher und kostengünstig! Über das Internet können Gespräche von Spanien nach Deutschland sogar kostenlos sein. Zumindest von kostenlosen WLAN-Hotspots aus oder bei ausreichend großem und günstigem Daten­volumen auch über das 3G- oder 4G-Netz. Viele Hotels bieten entweder ein offenes WLAN-Netzwerk an oder aber man bekommt die Zugangs­daten an der Rezeption - teils kostenlos, teils gegen eine Gebühr.

Eine andere Möglichkeit sind Bars und Cafés in Spanien, die vielfach kostenloses WLAN für ihre Kunden bereit­stellen. Die Seite hotspot-locations.de hat eine Auswahl kostenloser WLAN-Hotspots in Spanien erstellt.

Ein Anruf von Spanien nach Deutschland ist zudem am sichersten, wenn man einen Messenger mit Verschlüsselung verwendet, wie sie beispielsweise WhatsApp Call bietet. Das heißt, es ist derzeit technisch unmöglich, so ein Gespräch vom Netz aus abzuhören. Nur wer mit wem wie lange telefoniert hat, wird protokolliert.

Sind Sie der Meinung, wir haben einen wichtigen Tipp vergessen, dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@teltarif.de.

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