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Deal: RIM und Microsoft schließen Patent-Vereinbarung

Neues Datei-System exFAT findet Einsatz in Blackberry-Geräten
Von Marleen Frontzeck-Hornke mit Material von dpa
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Der um seine Zukunft kämpfende Blackberry-Anbieter RIM hat einen Patent-Deal mit Microsoft geschlossen. Mit der Vereinbarung könne Research In Motion (RIM) das neue Datei-System exFAT (Extended File Allocation Table) in seinen Geräten einsetzen, teilte Microsoft mit. Damit sollen unter anderem große Audio- und Video-Dateien schneller zugänglich sein. Mit der Technologie sollen die für Smartphones und Handys genutzten Flash-Speichermedien viel größerer Dateien verarbeiten können und soll bedeutend schneller als die bisherige FAT-Technologie sein.

Deal an der Börse positiv aufgefasst

Deal zwischen RIM und MicrosoftDeal zwischen RIM und Microsoft An der Börse wurde der Deal als gutes Zeichen aufgefasst: Die schwächelnde RIM-Aktie legte zeitweise um mehr als zwei Prozent zu. Das Unternehmen arbeitet gerade daran, sein nächstes Betriebssystem Blackberry 10 Anfang kommenden Jahres mit neuen Geräten auf den Markt zu bringen. So soll in den Smartphones ein Snapdragon-S4-Pro-Prozessor mit 1,7 GHz eingebaut sein. Zudem sollen die Blackberry-10-Geräte vermutlich die UMTS- und LTE-Mobilfunknetze unterstützen. Weitere Informationen zu den neuen Smartphones von RIM sind erst vor kurzem durchgesickert.

Derzeit geht der Smartphone-Pionier durch eine Durststrecke mit sinkenden Marktanteilen und roten Zahlen. Im August hatte das Marktforschungsinstitut Gartner die Zahlen für den weltweiten Absatz für Smartphones und Handys im zweiten Quartal herausgegeben - dieser beläuft sich auf insgesamt rund 419 Millionen verkaufte Geräte (Q2 2011 waren es noch 428,7 Millionen mobile Endgeräte). Davon konnte RIM im zweiten Quartal diesen Jahres nur einen Marktanteil von 1,9 Prozent positionieren, während es im zweiten Quartal 2011 immerhin noch 3 Prozent waren. Damit belegte RIM laut Gartner nur den 10 Platz auf der Weltrangliste der Hersteller - angeführt von Samsung mit einem Anteil von 21,6 Prozent und Nokia mit 19,9 Prozent.

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